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Mattensplitter 06/2014

Artikel vom 17.02.2014, Autor: Fritz Reichle, Views: 349, Kommentare: 0

DM-Finale: Gewinner ist der ASV und der Ringsport überhaupt

Wohl keiner der über 6 000 Zuschauer beim DM-Finale in der Schwenninger Helios-Arena wird diesen Samstagabend so schnell vergessen. Da hat eigentlich alles gestimmt: Kulisse, Stimmung, Spannung, sportliche Leistung und für den ASV Nendingen am Schluss eben auch noch das nötige Quäntchen Glück. Und bei aller Freude über den Meistertitel des ASV bleibt festzuhalten, dass außer dem ASV an diesem Abend auch der Ringsport an sich ein großer Gewinner war.

Man erinnert sich ja noch an die Diskussionen um den Verbleib des Ringens als olympische Sportart. In diesem Finalkampf wurde nun alles demonstriert, was diesen Sport auszeichnen kann und welche Emotionen er auslösen kann. Mit Sicherheit war in der Helios-Arena eine große Anzahl von Zuschauern, die zum ersten Mal überhaupt bei einem Ringkampf dabei waren. Und die meisten von ihnen werden wohl bei Gelegenheit wieder mal beim Ringen vorbeischauen. Stellvertretend sei ein 16-jähriger Handballspieler genannt, der auch schon öfters gerne beim Eishockey in der Arena war. „Dieser Kampf am Samstag hat alles übertroffen, was ich da bisher erlebt habe.“

Und der Erfolg dieses grandiosen Ringsportereignisses war vor allem für die rund 130 ehrenamtlichen Helfer, die sich seit Wochen mit enormem Engagement für ihren ASV eingesetzt haben, eine wahre Genugtuung und ideelle Entschädigung. Man möchte sich gar nicht vorstellen, welche Enttäuschung und welche Frustration eine hauchdünne und unglückliche Niederlage ausgelöst haben könnte.

Umso mehr Verständnis muss man für die Enttäuschung der Ringer und Fans des SVG Weingarten haben. Die meisten von ihnen aber zeigten sich als faire Verlierer, die aber auch darauf stolz sein können, einen großen Beitrag zur Faszination dieses Ringerfestes geleistet zu haben. Doch es bleibt ihnen die Gewissheit, selber schon zweimal den Titel gewonnen zu haben. Und das ist ein Ziel, das der ASV Nendingen sich schon jetzt für die nächste Saison setzen kann.

Ganz begeistert vom Flair dieses Ringerabends war auch der ehemalige ZDF-Sportmoderator Klaus Angermann, der als Gast von Hans-Peter Bihlmayer in der Helios-Arena dabei war. Nach seiner Meinung war das wohl die eindrucksvollste Ringerveranstaltung, die er in seiner langen Karriere als Sportjournalist erlebt hat. Und auch den Vergleich mit dem legendären Finale des KSV Aalen vor 30 Jahren in der Stuttgarter Schleyer-Halle müsse dieser Kampf in der Arena nicht scheuen. Mit Sportmasseur „Swinny“ Gfröhrer hatte Klaus Angermann auch schnell einen guten Bekannten aus früheren sportlichen Großveranstaltungen entdeckt.

Das ganze Umfeld dieses großen Erfolges des ASV ist auch ein tolles Beispiel für das Gemeinschaftsgefühl in einem Dorf. Nicht nur die Vereinsmitglieder des ASV engagierten sich leidenschaftlich sondern das ganze Dorf. Beispiele gefällig? Die Nendinger Musikkapelle leistete wie schon in den beiden Endrundenkämpfen zuvor ihren musikalischen Beitrag. Der Männergesangverein übernahm bei der Meisterfeier am Sonntag die Bewirtung. Der VfL stimmte ohne Zögern zu, dass trotz ihres großen Hallenturniers in den Donauhallen der ASV die Mehrzweckhalle benützen konnte. Und dort hatte auch die Nendinger Band „Los Talismanos“ ihren umjubelten Auftritt, bevor am frühen Abend auch noch der Narrenverein mit der Musikkapelle nach der Rückkehr vom Narrentreffen einen Abstecher zur ASV-Feier machte. Und selbst aus der Kernstadt kam lautstarke Unterstützung mit der „Duddler-Musigg“, die in der Helios-Arena für Stimmung sorgte.

 

Mattensplitter 05/2014

Artikel vom 16.02.2014, Autor: Fritz Reichle, Views: 138, Kommentare: 0

Hilft ein Trainer-Bart auch im Finalrückkampf?

In schwierigen Situationen klammern sich Menschen oft an abergläubische Rituale. In Sportlerkreisen ist der Spruch „wer rasiert, verliert“ so ein Motto, an das man sich im Streben nach einem Sieg gerne klammert. ASV-Trainer Volker Hirt hat sich in der Endrunde bisher erfolgreich an diese Maxime     gehalten und damit nun schon fünf Siege feiern können. Auch wenn sein Bart gewaltig kratzt, so möchte er ihn doch bis zum kommenden Samstag tragen, um ihn sich dann entweder als Deutscher Meister oder Vizemeister abrasieren zu lassen. Das könnte er am Sonntagnachmittag in der Nendinger Donauhalle über sich ergehen lassen,  und natürlich am liebsten dann, wenn die als Saisonabschlussfeier des ASV deklarierte Party als Meisterfeier gestaltet werden könnte.

Aber zuvor steht dem Trainerstab, den Ringern und Fans ein weiterer vermutlich nervenaufreibender Abend in der Helios-Arena ins Haus. Schon am vergangenen Samstag in Bruchsal mussten sie alle ein wahres Wechselbad der Gefühle durchmachen, das von Euphorie über aufkommende Resignation bis hin zu vorsichtigem Optimismus reichte. Und jedem fachkundigen Beobachter ist klar, dass der Rückkampf vermutlich genau so offen ist, wie die erste Begegnung. Wer sich jetzt schon als Meister fühlt, für den könnte die mögliche Enttäuschung brutal werden.

Zwei Punkte Vorsprung sind vielleicht als Anreiz für den Zuschauerandrang ideal, aber keinesfalls darf diese Führung zu einem trügerischen Sicherheitsgefühl verleiten. Der SV Germania Weingarten wird im Rückkampf keinesfalls schwächer als in Bruchsal sein. Für den Stilartwechsel stehen mit Araz Khalilov (55 kg G) und Marcel Ewald (60 kg F) sowie Oliver Hassler (96 kg G) und Soslan Gagloev (120 kg F) ausgesprochen starke Ringer bereit, die den Nendingern das Siegen ungemein schwer machen werden.

Ob die Halle der Holzindustrie in Bruchsal am letzten Samstag ein geeigneter Austragungsort für einen Finalkampf um die deutsche Meisterschaft war, darüber kann man getrost diskutieren. Nur mit Grausen hätte man sich in der viel zu kleinen und engen Halle einen panikartigen Notfall vorstellen können. Dass der Hallensprecher in diesem Hexenkessel versuchte, den legendären Boxkampf-Ansager Michael Buffer vor allem durch völlig überzogene Lautstärke bei der Ankündigung der eigenen Ringer zu übertreffen, sollte wohl vor allem der Aufmunterung der Germanen angesichts des starken Gegners aus Nendingen dienen. Und dazu sollte vielleicht auch der Effekt beitragen, die Ringer des ASV völlig im Dunkeln zur Vorstellung aufmarschieren zu lassen, während die SVG-Ringer im hellen Scheinwerferlicht standen. Sollte da den Heimringern die Angst vor den Gegnern genommen werden oder war das etwa einfach nur ein Versagen der Technik?

Kein Versehen aber ein peinlicher Moment für den Veranstalter war es dann, als nach all dem Lärm- und Lichtergetöse die Kämpfe endlich beginnen sollten. Da aber war die Hallenanzeige mit dem Beamer nicht in Gang zu bringen, so dass die Kämpfe statt um 19.30 Uhr erst um 19.45 Uhr angepfiffen werden konnten. So etwas kann natürlich geschehen, ist aber in einem Finale sehr unangenehm. Bleibt zu hoffen, dass in der geräumigen Helios-Arena vor fast ausverkauftem Haus nicht nur sportlich sondern auch organisatorisch alles so läuft, wie sich das die Verantwortlichen beim ASV vorstellen.

Trotz all dieser Nebenaspekte wurde der erste Finalkampf dank der Leistungen der Ringer beider Mannschaften und dank der elektrisierenden Hochspannung unter den Fans zu einem mitreißenden Ringerspektakel. Und obwohl der Sprecher der Germanen seine Fans als „die besten in ganz Deutschland“ feierte, waren es vor allem die Anhänger des ASV Nendingen, die in diesem Auswärtskampf trotz ihrer zahlenmäßigen Unterlegenheit den SVG-Fans zumindest Paroli boten. Da kann man am Samstag in der Helios-Arena nicht nur gespannt sein auf die Kämpfe auf der Matte, sondern auch auf den friedlichen Wettstreit der Fans auf den Rängen.

Mattensplitter 04/2014

Artikel vom 03.02.2014, Autor: Fritz Reichle, Views: 157, Kommentare: 0

Ein historischer Erfolg und große Emotionen an einem unvergesslichen Ringerabend

„Wir können heute Geschichte schreiben“. Das hat ASV-Trainer Volker Hirt am Samstag in Mainz seiner Mannschaft vor dem Kampf mitgegeben. Und diese Botschaft haben die auch in Mainz als verschworene Einheit auftretenden ASV-Ringer in die Tat umgesetzt. Erstmals in seiner Geschichte steht der ASV Nendingen im Finale um die deutsche Meisterschaft. Und wohl alle Ringsportfreunde der Region werden sich den 15. Februar, den Tag des Final-Rückkampfes gegen den SV Germania Weingarten in der Schwenninger Helios-Arena vormerken. Denn dann hat der ASV die große Chance, vor eigenem Publikum auf Augenhöhe mit dem Deutschen Meister von 2012 um den Titel zu kämpfen.

Und was die Unterstützung durch die Fans ausmachen kann, konnte man in Mainz erfahren. Vor dem Kampf hatten die Mainzer noch auf diesen Heimvorteil gesetzt. Baris Baglan, der sportliche Leiter, hatte in einem Interview noch darauf vertraut, „dass wir zu Hause eine absolute Macht sind.“ Und er hoffte, dass „unsere mainzigartigen Fans unsere Jungs so was von nach vorne brüllen“ würden. Doch dann lief es in Mainz etwas anders ab, als sich das die 88er vorgestellt hatten. Wie die Mainzer „Allgemeine Zeitung“ danach konstatierte, waren es dann “die Nendinger Fans, die den Ton angaben“. Je länger der Kampf dauerte, umso mehr dominierte der schwäbische Block die Stimmung in der Halle. Und mit dieser einzigartigen Unterstützung wurden die Nendinger Ringer zu ihrer glänzenden Vorstellung angetrieben.

Was sich auch nach Ende des Kampfes im Nendinger Lager abspielte, wird wohl allen, die dabei waren, unvergesslich bleiben. Die Ringer mit ihren Trainern tanzten auf der Matte, die ASV-Verantwortlichen lagen sich in den Armen und die Fans skandierten unentwegt auch die Namen der Ringer, die an diesem Abend vergeblich auf einen Einsatz gehofft hatten. Und angeführt von Marc Buschle bewegte sich dann eine Polonäse von Ringern und Fans über die Matte. Man konnte fast meinen, dass die Mainzer „Sporthalle am großen Sand“ in die „Halle der großen Glückseligkeit“ der Nendinger umbenannt werden müsste.

Obwohl die Enttäuschung bei den Mainzern nach dem „zerplatzten Traum von der Titelverteidigung“ riesengroß war, muss man respektvoll anerkennen, dass die meisten Offiziellen und auch viele aus dem Publikum sich als absolut faire Verlierer zeigten. Auch der Hallensprecher gratulierte sofort zum verdienten Sieg und wünschte den Nendingern viel Glück und Erfolg im Finale. Und aus vielen Kommentaren der Presse und im Internet ist große Anerkennung der Leistung der Nendinger Ringer und ihrer Fans zu erkennen.

Nach dem Zittersieg des SV Germania Weingarten gegen die RWG Mömbris/Königshofen galt schon unmittelbar nach dem Sieg in Mainz das Augenmerk von Volker Hirt dem nächsten Gegner. „Jetzt haben wir das Ziel des Finales erreicht, nun muss unser Ziel sein, dieses Finale auch zu gewinnen.“ Aber er weiß natürlich, wie schwer diese Aufgabe sein wird. Der ASV hat zwar in dieser Saison erstmals gegen den SVG im September daheim mit 21: 18 gewonnen. Den Rückkampf haben aber die Badener im November mit 18:14 wieder für sich entschieden. Trotz aller voreiligen und überschwänglichen Spekulationen in Ringerforen im Internet über eine angebliche Favoritenstellung des ASV bleibt nüchtern festzuhalten, dass dieses Finale verspricht, eine höchst spannende Auseinandersetzung zwischen zwei gleichwertigen Mannschaften zu werden. Da darf niemand glauben, den Sieg schon sicher zu haben.

Der ASV Nendingen hat vom SVG Weingarten ein Kartenkontingent für den Hinkampf am 8. Februar in Bruchsal erhalten. Diese Karten können über die Geschäftsstelle des ASV (Tel. 07461-965 84 85) genauso wie die Karten für den Rückkampf am 15. Februar in der Helios-Arena erworben werden.

Mattensplitter 13/5

Artikel vom 15.11.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 434, Kommentare: 0

Mattensplitter 5

Von starken Frauen und mehr oder weniger gelassenen Trainern

ASV-Sportvorstand Markus Scheu hatte mit seiner Idee eines Frauenringkampfs einen guten Riecher. 1200 Zuschauer waren am Samstag in der Mühlauhalle begeistert, als im Vorfeld des Bundesligakampfes die aus Schifferstadt angereiste EM-Dritte Jaqueline Schellin und die polnische Spitzenringerin Sylwia Shulc ihr Können auf der Matte demonstrierten. Viele Ringsportfreunde hatten die Deutsche schon am Abend zuvor bei ihrem kessen Auftritt im RTL bei der lange vorher aufgezeichneten Sendung „Fünf gegen Jauch“ mit Vergnügen gesehen. Sie wussten nicht, dass Jaqueline Schellin am Freitag noch in Moskau beim Team-Europacup für Deutschland erfolgreich auf der Matte im Einsatz war. Samstag früh ging’s zum Flughafen. Um 14 Uhr konnte sie sich in Schifferstadt schnell umziehen und dann fuhr sie mit der Mannschaft des VfK Schifferstadt nach Tuttlingen.

Doch diesen Stress nahm sie gerne in Kauf: „Ich habe noch nie vor so vielen Zuschauern gerungen. Und das hat richtig Spaß gemacht.“ Und dafür war sie dem ASV Nendingen auch sehr dankbar. „Das finde ich richtig super, dass hier uns Ringerinnen die Chance gegeben wurde zu zeigen, was wir können.“ In der abschließenden Pressekonferenz verriet sie auch ihren großen Traum: „Olympische Spiel 2016 in Rio. Ich hoffe, dass meine alten Knochen das so lange aushalten“, schmunzelte die 23-jährige Athletin.

Weniger glücklich war Erol Bayram, einer der beiden Trainer des VfK Schifferstadt an diesem Abend. Doch er nahm die klare Niederlage seiner Mannschaft sehr gelassen: „Natürlich hätte ich gerne mehr als einen Einzelsieg hier gesehen. Aber ich glaube, wir haben uns gut verkauft. Und vor allem für unsere jungen Ringer war es eine tolle Gelegenheit sich in einem so großen Rahmen mit Weltklasseathleten zu messen.“ Sein Trainerkollege Markus Scherer, Silbermedaillengewinner bei der Olympiade 1984, hatte sich allerdings während des Kampfes öfters sichtlich aufgeregt. Auch bei der klaren Niederlage seines Sohnes Marvin gegen den stark auftrumpfenden Florin Gavrila schien er alles andere als amüsiert.

ASV-Trainer Volker Hirt hingegen hatte allen Grund zur Zufriedenheit. Obwohl Samet Dülger und Ergün Aydin immer noch nicht einsatzbereit waren, hatte er eine bestens eingestellte Mannschaft zur Verfügung, die ihre Aufgabe souverän erfüllte. Aber er weiß natürlich auch, dass am nächsten Samstag im Spitzenkampf beim SVG Weingarten sein Team vor eine ganz andere Herausforderung gestellt werden wird. Und er hat dafür auch schon einen Wunsch: „Ich hoffe, dass uns eine große Zahl von Fans in Weingarten unterstützen. Wir wollen dort nämlich unbedingt gewinnen.“

In der Mühlauhalle konnte sich der ASV nicht über mangelnde Unterstützung beklagen. Auch eine 25 Personen umfassende Gruppe des SV Fellbach hatte sich zu diesem großen Ringerabend eingefunden. Dieser Großverein mit über 4 700 Mitgliedern hat auch eine Ringerabteilung, in der der hier bestens bekannte Gurgen Bagdasarian als erfolgreicher Jugendtrainer tätig ist. Und „Gurgen“ wurde natürlich als ehemaliger ASV-Trainer hier in der Halle von vielen seiner ehemaligen Schützlinge besonders freudig begrüßt.

Was bei einer solchen Großveranstaltung immer wieder unterschätzt wird, ist der ungeheure Einsatz von ehrenamtlichen Helfern. Schon ab Freitagabend beginnen jeweils die Vorbereitungen in der Mühlauhalle. Am Samstagmorgen wird ab 8.30 Uhr der Aufbau fortgesetzt und dann sind am Abend beispielsweise an der Kasse, im Wirtschaftsbetrieb, im Ordnungsdienst, am Kampfrichtertisch oder beim Abbau rund 60 Freiwillige für den ASV im Einsatz. Dieses enorme ehrenamtliche Engagement während der ganzen Mannschaftsrunde bietet erst die Grundlage für die Präsentation des Spitzensportes in unserer Region.

 

Mattensplitter 13/4

Artikel vom 29.10.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 283, Kommentare: 0

Mattensplitter 4

Trotz Problemen wird der ASV Nendingen „Herbstmeister“

Es ist schon erstaunlich, wie der ASV Nendingen trotz aller Verletzungsprobleme bisher ungeschlagen durch die Vorrunde marschiert ist und erstmals die „Herbstmeisterschaft“ in der 1. Bundesliga Süd erreicht hat. Da stehen beispielsweise mit Samet Dülger und Ergün Aydin über Wochen hinweg ausgerechnet zwei deutsche Stammringer nicht zur Verfügung. Und dennoch gelingt es Trainer Volker Hirt immer wieder mit verschiedenen Aufstellungsvarianten nicht nur die Deutschquote zu erfüllen, sondern auch sieben Siege in Serie zu erringen. Am letzten Samstag sprang nun als schon 23. ASV-Bundesligaringer der Saison der kurzfristig reaktivierte Dominik Hipp in die Bresche, obwohl er mit gesundheitlichen Problemen eigentlich im letzten Jahr seinen Rücktritt als aktiver Ringer erklärt hatte. Im Kampf mit dem Weltklasseringer Gergö Wöller, gegen den er sogar eine Dreierwertung erzielte, war er trotz guter Vorstellung ohne Siegchance, aber er leistete mit seinem Einsatz dem ASV dennoch gute Dienste.

Kein Wunder, dass Volker Hirt trotz aller Skepsis zuvor dann genauso wie der Großteil der 1220 Zuschauer restlos glücklich mit dem Sieg gegen die starke Adelhausener Mannschaft war. Nicht so glücklich aber dennoch nicht unzufrieden war der TuS-Trainer Thomas Weber. „Auch wir haben Verletzungsprobleme. Deswegen kommt diese Niederlage für mich nicht überraschend.“ Zwar war er enttäuscht von der Niederlage Florian Hasslers gegen Benjamin Raiser, umso erfreuter war er aber über die Leistungen beispielsweise von Yuri Belonowski und Konstantin Schneider. „Was die beiden bisher und auch heute gezeigt haben, ist einfach unglaublich. Der 38-jährige Konstantin Schneider hat sich gegen einen Klasseringer wie Nenad Zugaj hervorragend gehalten.“

Auf Nendinger Seite herrschte hingegen rundum Zufriedenheit über den überraschenden Erfolg von Benjamin Raiser. Da er seit dem Abschluss seiner Ausbildung im Frühjahr beruflich sehr stark bei einer großen Tuttlinger Firma der Medizintechnik eingebunden und oft im Ausland unterwegs ist, kam das Ringertraining in den letzten Monaten eindeutig zu kurz. Am Samstag aber bewies „Benji“ wieder einmal, über welch große Motivation und Kampfgeist er verfügt. Sein Durchhaltevermögen und sein Sieg war zum großen Teil eine Frage des Kopfes und des Willens.

Noch ein ASV-Ringer verdient es aber besonders hervorgehoben zu werden. Ghenadie Tulbea ist in seinem sechsten Jahr in Nendingen inzwischen zu einer fast unverzichtbaren Größe geworden. Man kann sich kaum vorstellen, dass er 2007 beim SVG Weingarten praktisch ausgemustert wurde. Beim ASV Nendingen fühlt er sich pudelwohl und dankt dies dem Verein und den Fans immer wieder mit konstant guten Leistungen. Fast nimmt man es schon als selbstverständlich hin, dass der ASV nach dem ersten Kampf mit 4:0 in Führung liegt. Und auch in dieser Saison führt er schon wieder die Bestenliste aller Ringer mit sieben Siegen und 26:1 Punkten an.

Frank Stäbler ist am Samstag zwar gegen einen Klasseringer wie den EM-Dritten Bozo Starcevic trotz guten Kampfes knapp an einem Sieg vorbeigeschrammt. Dennoch konnte er sich nicht nur von den heimischen Zuschauern feiern lassen. Von seinem Heimatverein TSV Musberg war eine Abordnung mit 17 Jugendringern in die Mühlauhalle gekommen. Sie alle waren von der Atmosphäre und den tollen Kämpfen dieses Abends begeistert und bejubelten „Fränky“ auch nach der knappen Niederlage stürmisch.

Nicht nur die Nendinger Bundesligamannschaft war am Samstag erfolgreich. Auch die zweite und dritte Mannschaft des ASV überzeugte mit deutlichen Siegen gegen die Mannschaften aus Taisersdorf. Einer war allerdings diesmal nur unter den Zuschauern. Louis Stumpe wurde als Stammringer der Zweiten in der Regionalliga diesmal geschont. Er hatte in den beiden letzten Kämpfen zunächst unerklärliche konditionelle Einbrüche, die aber offensichtlich auf eine nicht restlos auskurierte Erkältung zurückzuführen sind. Deshalb soll er nun eine Regenerationspause erhalten, die ihn zur alten Stärke zurückführen soll.

Vor dem Bundesligakampf am Samstag herrschte für einige Zeit vollkommene Stille in der Mühlauhalle. Mit einer Schweigeminute wurde des unlängst verstorbenen Reiner Schilling gedacht, der wie kein anderer als Ringer, Trainer und Vorsitzender die Geschichte des ASV Nendingen in den letzten 50 Jahren in hervorragender Manier geprägt hatte. Die Bundesligaringer gingen deswegen im Gedenken an diese große Persönlichkeit mit einem schwarzen Trauerband an ihren Trikots auf die Matte.

Mattensplitter 13/2

Artikel vom 02.10.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 318, Kommentare: 0

Mattensplitter 13/2

Alle schwärmen von einem „genialen“ Ringerfest

Marc Buschle hat in seiner langen Ringerkarriere ja schon viel erlebt. Nach dem Großkampftag am Samstag in der Mühlauhalle fielen ihm nach dem Sieg gegen den SVG Weingarten aber spontan nur zwei Begriffe zur Beschreibung seiner Eindrücke ein: „Sensationell und einfach genial“. Damit meinte er nicht nur den ASV-Sieg gegen den bisher von ihm noch nie bezwungenen Gegner, sondern auch die Atmosphäre und Stimmung in der vollbesetzten Halle. An diesem Abend passte eben einfach alles zusammen. Weltklassesportler, tolle Kämpfe auf höchstem Niveau, bis zum Schluss anhaltende Spannung mit einem Heimsieg am Ende und dazu ein Publikum, das begeistert die Kämpfer auf der Matte anfeuerte. Auch DRB-Vizepräsident Günter Maienschein war enorm beeindruckt von diesem Ringerfest. „Und außerdem freut es mich natürlich als Präsident des württembergischen Verbandes, dass dem ASV ein Sieg gegen den stärksten badischen Verein gelungen ist.“

Auch die Fangruppe aus Weingarten trug mit zur guten Stimmung bei. Sie lieferte den ASV-Anhängern einen fairen Wettstreit in der Unterstützung der eigenen Mannschaft. Und auch als die Niederlage des SVG feststand, nahmen ihre Gesänge und Sprechchöre noch kein Ende. Kein Wunder, dass die Ringer diese Atmosphäre sichtlich genossen. Vor allem Nenad Zugaj und Balazs Kiss lieben sichtlich diesen dichten Kontakt mit den Zuschauern und es ist bemerkenswert, wie beispielsweise die Zugaj-Brüder auf ihrer Homepage begeistert jeweils ihre Erlebnisse beim ASV Nendingen schildern.

Und für Balazs Kiss brachte dieser Abend natürlich noch eine besondere Ehrung. Vor dem Kampf überreichten ihm ASV-Vorsitzender Werner Marquardt und Trainer Volker Hirt einen Geschenkkorb zur Würdigung seiner WM-Bronzemedaille. „Balu“ genoss nicht nur diese Ehrung, sondern war den ganzen Abend schon in Feierlaune. „Ich habe jetzt drei nicht so erfolgreiche Jahre mit einigen Verletzungen hinter mir. Und jetzt freue ich mich einfach riesig, dass es nicht nur bei der WM in meiner Heimatstadt Budapest sondern auch hier beim ASV wieder richtig gut läuft.

Einige Zuschauer waren überrascht, als mit Tim Baur ein 15-jähriger Ringer in der ersten Mannschaft des ASV auftauchte. Der deutsche Jugendvizemeister zählt seit dieser Saison als großes Talent zum Bundesligakader der Nendinger. Dass er jetzt schon zu seinem ersten Einsatz in der Bundesliga kam, hängt damit zusammen, dass an diesem Samstag mit Samet Dülger und Achmed Dudarov ausgerechnet zwei deutsche Ringer auf der Verletztenliste standen. Beide waren für diesen Kampf fest eingeplant. Um die Deutschquote dennoch zu erfüllen, musste ein U23-Ringer eingesetzt werden. Und Tim Baur füllte diese Rolle gerne aus, auch wenn natürlich auch ihm klar war, dass er gegen einen Klassemann wie Anatoli Guidea noch ohne Chance war.

Nach dem dritten Kampftag der Bundesliga kann man sicher schon ein erstes Fazit über die Änderungen im Regelwerk ziehen. Ohne Frage sind die Kämpfe im griechisch-römischen Stil durch die verschärften Passivitätsregeln deutlich dynamischer und attraktiver geworden. Obwohl durchaus noch Verbesserungen möglich oder nötig sind und obwohl die Rolle des Mattenleiters sicherlich anspruchsvoller geworden ist, war Kampfrichter Uwe Manz (TuS Bönen) am Samstag sehr zuversichtlich: „Die Reformen haben sich jetzt schon bewährt und die Zuschauer profitieren doch eindeutig von der gestiegenen Attraktivität der Kämpfe.“

An diesem Samstag, 5. Oktober, können sich die Ringsportfreunde schon auf den nächsten interessanten Kampf in der Mühlauhalle freuen. Mit dem SV Triberg kommt nämlich eine Mannschaft, die schon am ersten Kampftag gegen den SVG Weingarten gezeigt hat, dass sie auch in dieser Saison wieder in die Endrunde einziehen kann und die „Großen“ ärgern will. Bei zwei noch ausstehenden Nachholkämpfen liegen sie gegen Weingarten noch mit 15:13 in Führung. Ein Sieg erscheint also durchaus möglich. Und auch gegen Nendingen fühlen sich die selbstbewussten Schwarzwälder ganz und gar nicht als chancenlose Außenseiter.

Mattensplitter 13/1

Artikel vom 01.09.2013, Autor: Fritz Reichle, Views: 1027, Kommentare: 0

Mattensplitter 13/1

Vom Ergebnis und vom Auftreten der Nendinger Mannschaft her war der Saisonauftakt der Nendinger Ringer am Samstag rundum gelungen. Auch die Stimmung in der Mühlauhalle und die Unterstützung der Fans waren schon wieder absolut endrundenreif. Nur der Auftritt der Gäste aus Burghausen war zumindest problematisch. Von den in ihrem Vorbericht angekündigten Ringern waren nur wenige auf der Matte. Etwa die Hälfte der Gästemannschaft ließ gutes Bundesliganiveau vermissen.

Auch DRB-Vizepräsident Günter Maienschein war von dieser Aufstellung wenig begeistert: „Das ist eigentlich nicht hinnehmbar.“ Auch die Tatsache, dass durch die Freistellung einiger deutscher WM-Teilnehmer einige Kämpfe ausfallen und eventuell nachgeholt werden müssen, stört eigentlich einen wünschenswerten Saisonstart. So führt Triberg vorläufig überraschend mit 15:13 gegen SVG Weingarten. Zwei Kämpfe müssen aber erst noch nachgeholt werden. Daher gibt es jetzt schon Überlegungen, in Zukunft die Mannschaftsrunde auf die Zeit nach der WM zu verschieben, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Das allerdings würde bedeuten, dass entweder einige Doppelkampftage eingeführt werden müssen oder die Runde bis ins Frühjahr hinein verlängert würde.

Sehr merkwürdig mutete es allerdings an, dass der SV Wacker Burghausen erst am Samstagmorgen seine Aufstellungsprobleme telefonisch bekundete und sogar Absagepläne hatte. Das war natürlich sowohl für den ASV Nendingen als auch für den DRB völlig inakzeptabel. Auch sonst zeigten sich die Bayern wenig zimperlich. Eine Erläuterung der neuen Regeln durch den Nendinger Pressewart übernahm Burghausen wortwörtlich auf seiner Homepage, allerdings wurde hier der Pressewart des SV Wacker als Autor genannt. Plagiator Guttenberg schein also in Bayern Schule zu machen.

Ein Ringer des ASV Nendingen verdient es trotz seiner Niederlage besonders herausgehoben zu werden. Da Dawid Ersetic wegen der WM-Vorbereitung von seinem Verband nicht freigegeben wurde, kochte Baris Diksu über sechs Kilogramm Gewicht ab, um für den ASV in der Klasse bis 60 kg antreten zu können. Wenn man dann noch weiß, dass Baris und seine Frau daheim zwei kleine Zwillingsbabys haben, die den Eltern keine richtige Nachtruhe gönnen, dann kann man das nervtötende Gewichtmachen des bewährten ASV-Ringers nicht hoch genug einschätzen.

Beim ASV freute man sich am Samstag auch über Besucher aus dem hohen Norden Europas. Jorma Manninen, mehrfacher Seniorenweltmeister über 100 Meter, hatte einen Besuch bei seinem langjährigen Konkurrenten und guten Freund Fritz Reichle extra so gelegt, dass er diesen ersten Heimkampf des ASV selber mit seiner Frau Sirkka erleben konnte. Nachdem er sonst in Finnland die Erfolge des ASV nur übers Internet verfolgen kann, war er am Samstag tief beeindruckt von der Atmosphäre und den schönen Kämpfen in der Mühlauhalle.

Natürlich ist es nach dem ersten Kampftag zu früh, ein Urteil über die Regeländerungen zu fällen. Die Kämpfe im griechisch-römischen Stil scheinen tatsächlich an Dynamik zu gewinnen. Allerdings müssen sich Ringer, Zuschauer, aber auch die Kampfrichter, noch erst allmählich an das neue und doch recht komplizierte Regelwerk gewöhnen. Vieles scheint mit heißer Nadel gestrickt zu sein und muss den Praxistest erst noch bestehen. Und so mancher Kampfrichter hat heute schon Bauchweh, wenn er an seinen ersten Einsatz in der Saison denkt.

Mattensplitter 2011/01

Artikel vom 23.08.2011, Autor: Fritz Reichle, Views: 1255, Kommentare: 0

Trotz des hochsommerlichen Wetters und trotz der Tuttlinger Weinstraße und der Ferienzeit waren es doch über 800 Zuschauer, die den ersten Bundesligaheimkampf des ASV Nendingen dieser Saison miterleben wollten. Und sie brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen, denn es gab eine ganze Reihe von hochklassigen Kämpfen zu sehen. Nicht verwunderlich, denn immerhin sechs der Akteure auf der Matte waren schon Medaillengewinner bei WM oder EM. Beim ASV Nendingen ist man zuversichtlich, dass in den kommenden Kämpfen der Publikumszuspruch noch größer werden wird.

Wer bei den Heimkämpfen verhindert ist, kann künftig das Ereignis in Kurzform doch noch zumindest im Fernsehen verfolgen. Auch am Samstag schon war ein Aufnahmeteam von Regio TV in der Mühlauhalle vertreten. Am Montagabend wird dann jeweils ein Bericht in den halbstündig wiederholten Nachrichtensendungen ausgestrahlt werden. Denn so wie beispielsweise die Volleyballer aus Friedrichshafen oder die Eishockeyspieler aus Schwenningen gehören die Ringer des ASV Nendingen zu den Aushängeschildern der Region.

Pech für den ASV war der kurzfristige Ausfall des Schwergewichtlers Mindaugas Mizgaitis. Bei einem Trainingslager verschiedener Nationen in der Ukraine, bei dem neben den deutschen Greco-Ringern auch Volker Hirt mit seinen Schweizer Ringern in der Vorbereitung auf die WM vertreten war, musste der Litauer wegen einer Armverletzung behandelt werden und erhielt ein ärztliches Startverbot für den letzten Samstag. Da auch Balasz Kiss aus dem ungarischen Team noch nicht zur Verfügung stand, musste eben Volker Hirt zwei Gewichtsklassen höher als normal selber ran und hielt gegen seinen 12 kg schwereren Gegner dennoch gut mit.

Viel Freude werden die Nendinger wohl noch mit Nicolai Ceban in der Klasse bis 96 kg haben. Der EM-Dritte von Dortmund war auf Empfehlung von Ghenadie Tulbea verpflichtet worden und erwies sich als Glücksgriff. Und außerdem hat der ASV hier mit Georgi Sredkov noch einen weiteren starken Athleten in der Hinterhand, der auf seinen Einsatz brennt. Überhaupt scheinen die bisher eingetroffenen Neuzugänge sich nicht nur sportlich sondern auch menschlich sehr gut in die Mannschaft zu integrieren.

Wie eng die Auseinandersetzung mit dem deutschen Vizemeister war, zeigt ein Blick auf die Kampfstatistik. 20 der ausgetragenen 35 Runden endeten mit dem Punktestand von 1:0. Und auch wenn der Sieg der RWG nicht unverdient war, so lag ein Unentschieden oder gar ein Sieg des ASV durchaus in Reichweite. Nach dem ersten Kampftag zeigt ein Blick auf die Konkurrenz, dass es weiterhin eng und spannend werden wird. Der TKSV Bonn-Duisdorf als nächster Gegner des ASV, ließ trotz seiner Niederlage in Weingarten aufhorchen. Der deutsche Meister musste schon fast seine Bestbesetzung aufbieten, um die Gäste in Schach zu halten. Der TKSV stellte nur noch 3 Ringer aus dem Kader des letzten Jahres auf und unterstrich seine Endkampfambitionen mit gleich 7 neuen starken Ringern. Nendingen ist also gewarnt und wird am Samstag sein Bestes geben müssen, um eine Niederlage am Rhein zu verhindern.

Mattensplitter 2010/18

Artikel vom 26.12.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 1709, Kommentare: 0

Die Ergebnisse im Viertelfinale der deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Ringen haben bestätigt, was Experten schon vorher festgestellt hatten. Die Mannschaften der 1. Bundesliga West sind eindeutig stärker als die der Ostgruppe. Alle vier West-Vereine haben sich ins Halbfinale durchgesetzt. Besonders spannend machte es dabei aber die RWG Mömbris-Königshofen. Sie hatte es mit dem SV Wacker Burghausen zu tun, der sich in der Ost-Liga mit 36:0 Punkten klar an der Spitze durchgesetzt hatte. Den Vorkampf gewann die RWG daheim mit 23:15, verlor aber nun am Samstag in Burghausen mit 21:13. Bei Gleichstand von Siegen und Punkten war nun der einzige Schultersieg in beiden Partien durch den schwedischen Schwergewichtler Johan Euren im Vorkampf für die RWG im wahrsten Sinn des Wortes Gold wert. Denn nun kann auch die RWG, die ja in der Saison in der Mühlauhalle vom ASV Nendingen besiegt wurde, im Halbfinale nochmals Geld verdienen.

Überhaupt kann der ASV nach diesem Verlauf der Endrunde sicher sein, dass er als Fünftplatzierter der 1. Bundesliga West sich mit Fug und Recht zu den eindeutig stärksten Mannschaften in Deutschland zählen kann. An Weihnachten bleibt ihm aber in den Halbfinals nur die Zuschauerrolle. Und da dürften in der Tat viele heimische Ringerfans am nächsten Sonntag, 26. Dezember, sich auf den Weg nach Aalen machen. Denn um 17 Uhr stehen sich dann in einer Neuauflage des letztjährigen Finales der KSV Aalen und der SVG Weingarten gegenüber. Im anderen Halbfinale empfängt der KSV Köllerbach die RWG Mömbris-Königshofen. Die Rückkämpfe folgen dann am 2. Januar.

Der ASV Nendingen tritt dann aber mit seiner zweiten Mannschaft am Donnerstag, 6. Januar, selber wieder in Erscheinung. In der ersten Aufstiegsrunde werden die Nendinger versuchen sich eine gute Ausgangsposition für den Aufstieg in die Regionalliga zu verschaffen. Mit dem KSV Berghausen und der RG Waldkirch-Kollnau stehen nun endgültig die Oberligameister aus Nord- und Südbaden fest. Dazu kommt neben dem ASV als vierter Teilnehmer die KG Baienfurt, die als Vorletzter der Regionalliga in die Relegation muss. Der erste Teil dieser Aufstiegsrunde findet am Dreikönigstag in Berghausen (bei Karlsruhe) statt. In drei Runden kämpft jede Mannschaft gegen jede. Die erste Runde auf zwei Matten ist um 10.30 Uhr angesetzt. Die nächsten Kämpfe sind dann für 13.00 Uhr und 16.00 Uhr geplant. Die Rückrunde folgt dann am 8. oder 9. Januar in Waldkirch. Die besten drei Mannschaften qualifizieren sich für die Regionalliga.

Am letzten Samstag haben nun auch die zweite und dritte Mannschaft des ASV Nendingen ihre Saison als Meister der Oberliga und der A-Klasse beendet. Die erfolgreichsten Ringer von ASV Nendingen II waren dabei Adrian Ozsda und Markus Eichin, die jeweils ein Siegverhältnis von 12:1 aufweisen. Dicht dahinter folgen Dominik Hipp (12.2), Bernhard Scheuring (10.2) und Marco Schmid (9:2). In der dritten Mannschaften waren Stefan Rutschmann (10:0) und Robin Baur (9:0) ungeschlagen. Dann folgt Timo Schmid mit 11.2 Siegen.

Mattensplitter 2010/15

Artikel vom 29.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 2501, Kommentare: 0

Der Großkampftag am Samstag brachte für den ASV Nendingen eine optimale Ausbeute. Es hatten wieder rund 800 Zuschauer trotz widriger Witterungsbedingungen und vielen anderer Veranstaltungen den Weg in die Mühlauhalle gefunden. Ein TV-Team sorgte für regionale Fernsehpräsenz. Aber noch erfreulicher war, dass alle drei Mannschaften mit Siegen ihre Tabellenpositionen weiter verbessern konnten. Da war natürlich auch die Prominenz auf der VIP-Tribüne mit Landrat und MdL Guido Wolf und der Sportkreisvorsitzenden Maggie Lehmann an der Spitze zufrieden. Und Markus Scheu, einer der drei Sportvorstände des ASV, erinnerte in seiner Begrüßung zu Recht daran, dass die Präsentation der Bundesligakämpfe ín diesem Rahmen in Deutschland „einmalig“ ist. Auch die Gäste aus Neuss, die in der Regel rund 150 Zuschauer haben, waren sichtlich beeindruckt. Aber Markus Scheu verwies auch noch einmal darauf, dass das nur dank eines enormen Einsatzes von freiwilligen Helfern des ASV und dank vieler Sponsoren möglich sei.

Dass Sponsorenunterstützung unabdingbar ist, wird an vielen Details deutlich. So konnte die Anfrage von Regio-TV EURO 3 auf Berichterstattung aus der Mühlauhalle nur durch die kurzfristige Zusage eines Sponsors positiv beschieden werden. Denn nur bei Erstattung der im mittleren dreistelligen Bereich liegenden Lizenzgebühren für eine TV-Aufzeichnung der Ringkämpfe, ist eine Ausstrahlung möglich. In manchen Sportarten kassieren die Vereine, im Ringen müssen die Vereine für eine natürlich hochwillkommene Berichterstattung erst mal Geld auf den Tisch legen. Aber so konnten sich die Ringsportfreunde über die regionale TV-Präsenz des ASV Nendingen am Montag freuen.

Manche Zuschauer wunderten sich am Samstag, als der ASV die Klasse bis 55 Kilogramm nicht besetzte. Aber die Bandscheibenprobleme von Florin Gavrila seit dem Kampf in Weingarten hätten seinen Einsatz zu einem unverantwortlichen Risiko gemacht. Da auch Alexandar Kostadinov nicht zur Verfügung stand, hätte beispielsweise der Nachwuchsringer Steffen Baur einspringen müssen. Der wäre dann aber nach einem Bundesligaeinsatz für spätere Kämpfe in der 2. Mannschaft gesperrt gewesen. Da überließ man dem starken Gästeringer lieber kampflos den Sieg. Anders war wohl die Situation der Gästemannschaft, in der der für einen Einsatz in der Klasse bis 120 Kilogramm im freien Stil vorgesehene Ringer nach heftigen Diskussionen gar nicht auf die Waage ging. Die Nendinger nahmen dies dankend zur Kenntnis.

Mit dem schwer erkämpften Sieg gegen den KSK Neuss hat sich der ASV vermutlich endgültig den 5. Platz in der 1. Bundesliga West vor dem ASV Mainz und dem KSK Neuss gesichert. Und damit ist nach dem Verpassen der Play-Offs zumindest ein realistisches Teilziel erreicht worden. Und falls der KSV Köllerbach im letzten Kampf gegen den KSV Aalen verlieren sollte, dann wären es gerade mal zwei Punkte, die dem ASV zu Platz 4 gefehlt hätten.

Für manche ASV-Anhänger waren der Sieg der „Zweiten“ gegen den TSV Herbrechtingen und die Übernahme der Tabellenführung in der Oberliga genau so wichtig wie der Sieg der „Ersten“. Viele waren im Vorfeld sehr skeptisch gewesen. ob das nach der Verletzung von Baris Diksu gelingen könnte. Doch die Mannschaft bewies eine tolle Moral. Da war einmal der enorme Einsatz von Semih Bosyan, der innerhalb von vier Tagen sechs Kilogramm in die Klasse bis 66 Kilogramm „abkochte“ und sich dann bis zur Erschöpfung auf der Matte verausgabte. Und dieser Mannschaftsgeist zeigte sich beispielsweise auch bei Bernhard Scheuring, der am Samstag erst von früh an beim Umzug eines Mannschaftskollegen schwitzte und anschließend auf der Matte noch mit einem Überlegenheitssieg aufwartete.

Mattensplitter 2010/14

Artikel vom 22.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 2175, Kommentare: 0

Adolf Seger, als vierfacher Europameister und zweifacher Weltmeister sicher einer der besten deutschen Ringer aller Zeiten, war wie bei allen Kämpfen des ASV Nendingen in Freiburg auch am Samstag wieder unter den Zuschauern in der Freiburger Staudingerhalle. Und es war ihm anzusehen, wie bitter dieser Tag für ihn war. Nicht nur, weil es in der Halle bitterkalt war, so dass sogar Kampfrichter Walther Wölfelschneider ins Protokoll eintragen ließ: „Sporthalle für Wettkämpfe zu kalt.“ Mehr noch betrübte ihn der Zustand der RKG Freiburg. Nach 16 Kämpfen und 16 Niederlagen Tabellenletzter in der 1. Bundesliga West und sicherer Absteiger. Zum achten Mal in dieser Saison ohne komplette Mannschaft. Und dann eine Zuschauerkulisse, in der die 60 Nendinger ASV-Anhänger bei weitem in der Überzahl waren. Alles Beweise dafür, dass es bei der RKG Freiburg 2000, einem Zusammenschluss der früheren Freiburger Traditionsvereine von Haslach und St. Georgen, gewaltig knirscht. Bleibt zu hoffen, dass nach dem Abstieg ein mutiger und erfolgreicher Neuanfang gelingen möge.

Erfreulich aus Nendinger Sicht war in Freiburg allerdings nicht nur das gute Auftreten ihrer Mannschaft, sondern auch die lautstarke Unterstützung durch die ASV-Anhänger, die so doch noch für gute Stimmung in der Halle sorgten. Die wird auch am nächsten Samstag in der Mühlauhalle nötig sein. Nachdem nun endgültig die vier Endrundenplätze vergeben sind, geht es für den ASV Mainz, den ASV Nendingen und den KSK Neuss um die Plätze 5 bis 7. Wenn nun im letzten Heimkampf des Jahres der KSK Neuss zu Gast ist, könnte sich der ASV mit einem Sieg gute Karten in diesem Dreikampf verschaffen. Da kann man einwenden, das sei ein Kampf um die berühmte „Goldene Ananas“, aber immerhin wollen sich natürlich alle Mannschaften mit einem guten Eindruck aus der Saison verabschieden.

Der KSV Aalen hat hier allerdings offensichtlich einige Sympathien verspielt. Nachdem die Aalener schon gegen Nendingen einige Leistungsträger „geschont“ hatten, traten sie am Samstag in Neuss beim 6:32 mit einer noch deutlich schwächeren Mannschaft an, aus der vielleicht nur ein oder zwei Ringer wohl in der Endrunde eingesetzt werden dürften. Da war in den Ringerforen im Internet am Sonntag natürlich gleich von „Wettbewerbsverzerrung“ die Rede. Zudem war der junge Oliver Hug Doppelstarter, da er tags zuvor schon gegen die Nendinger Zweite gerungen hatte. Der Sieg von ASV Nendingen II wurde also folgerichtig von 24:15 auf 28:11 korrigiert.

Der ASV Nendingen will an diesem Samstag beim letzten Großkampftag in der Mühlauhalle mit allen drei Mannschaften seinen Dauerkarteninhabern ein kleines Geschenk machen. Als „danke schön“ für die Treue in dieser Saison kann die Dauerkarte an der Theke in ein kostenloses Getränk umgetauscht werden. Und vielleicht sorgen die ASV-Ringer dann für weitere „Geschenke“, wenn die Erste gegen den KSK Neuss, die Zweite als Tabellenzweiter der Oberliga gegen den Tabellendritten TSV Herbrechtingen und die Dritte als Tabellenführer der A-Klasse gegen die TG Stockach gewinnen könnten.

Mattensplitter 2010/13

Artikel vom 15.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 2059, Kommentare: 0

Oberbürgermeister Michael Beck scheint –zumindest was den Sport angeht- einen guten Riecher zu haben. Zum ersten Mal in dieser Saison besuchte er einen Bundesligakampf des ASV Nendingen. Und mit diesem Termin hatte er eine ausgesprochen gute Wahl getroffen, denn der Kampf gegen den KSV Aalen war sicherlich die bisher spektakulärste Veranstaltung dieser Saison in der Mühlauhalle. Ein Gästebucheintrag auf der Homepage des ASV brachte dies auf den Punkt: „Superstimmung! Superkampf! Supersieg!“ Von Anfang an herrschte in der Mühlauhalle eine tolle Atmosphäre, die umso besser wurde, je deutlicher sich ein möglicher Sensationssieg des ASV abzeichnete. Über 1 000 Zuschauer konnten begeistert nach Hause gehen, sieht man mal von den vereinzelten Schlachtenbummlern des KSV Aalen ab, die offensichtlich weniger erfreut waren. Und sie hatten auch eine Premiere erlebt. Denn vermutlich erstmals waren die beiden Bundesligamannschaften von einem Oberbürgermeister höchstpersönlich auf der Matte vorgestellt worden.

Wenn die „Ostalb-Bären“ in Bestbesetzung erschienen wären, hätte der ASV sicher keine Siegchance gehabt. So aber profitierte man indirekt von der ausgeglichenen Kampfstärke der 1. Bundesliga West. Schon vor dem Kampf hatten die Aalener geklagt, dass sie anders als die Spitzenvereine im Osten schon in der Gruppenphase teure Ringer aus dem Ausland einfliegen müssten, um sich überhaupt für die Endrunde zu qualifizieren. Das aber könne man sich finanziell kaum erlauben. Wohl auch deswegen glaubte man dann, gegen Nendingen auf einige Stars aus Sparsamkeitsgründen verzichten zu müssen. Dass sich das aber auch ein deutscher Meister gegen den ASV Nendingen nicht erlauben kann, konnte man am Samstag sehen.

Der ASV Nendingen seinerseits kann natürlich in der Bundesliga auch nicht auf ausländische Stars verzichten. Aber in der gegen den KSV Aalen siegreichen Mannschaft standen immerhin sechs Ringer, die entweder schon in der Jugend beim ASV rangen oder seit geraumer Zeit ihren Wohnsitz in Nendingen gefunden haben. Und auch einige der Zugänge, wie zum Beispiel Ghenadie Tulbea, Eduard Kratz oder Adrian Ozsda, werden ja schon von vielen Zuschauern fast als „Eigene“ angesehen.

Unter Experten setzte nach dem Sieg am Samstag ein Rätselraten ein, wann denn der KSV Aalen letztmals gegen eine württembergische Mannschaft verloren habe. Und keiner konnte sich an einen solchen Fall in den letzten 20 Jahren erinnern. Hallensprecher Edwin Hamma spielte dann während des Kampfes gegen Musberg auf diese württembergische Rivalität an, als er ironisch meinte: “Der KSV Aalen mag ja deutscher Meister sein, aber nach dem 15:17 in Aalen und dem 19:16 gestern können wir uns eigentlich württembergischer Meister nennen.“

Dass Ringer harte Burschen sind, weiß man ja. Aber an diesem Wochenende war schon bemerkenswert, wie Ghenadie Tulbea und Florin Gavrila ihre schweren Verletzungen der Vorwoche weggesteckt haben. Dass beide schon wieder auf der Matte standen, war alles andere als selbstverständlich und Florin Gavrila war ja im Kampf gegen Aalen auch noch geschont worden. Beiden merkte man auch noch eine gewisse Gehemmtheit und Vorsicht an, aber beide holten für den ASV jeweils Vier-Punkte-Siege.

Mattensplitter 2010/12

Artikel vom 08.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 2276, Kommentare: 0

Andreas Miekeley hatte am Samstag nicht unrecht: „Es gibt Tage, da läuft halt alles schief.“ In der Tat war der ASV Nendingen beim SVG Weingarten ganz und gar nicht vom Glück verwöhnt. Und das begann schon vor dem ersten Kampf. Florin Gavrila klagte schon beim Aufwärmen über Rückenprobleme. Seinen Kampf über 5 Runden stand er dann nur unter großen Schmerzen durch. Wobei sich da natürlich die Frage stellt, ob man seinen Einsatz für die Mannschaft bewundern soll oder ob es nicht besser gewesen wäre, vorzeitig aufzugeben. Aber für Florin Gavrila, dessen großes Kämpferherz schon bei seinem Abschied aus Weingarten im letzten Jahr gerühmt wurde, kam eine Aufgabe nie in Frage. Auch nach seiner Behandlung in einer Klinik in Karlsruhe wegen Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall dachte er schon wieder an die nächsten Kämpfe. Ob er die aber tatsächlich bestreiten kann, scheint wohl mehr als fraglich.

Der zweite Schock für den ASV kam dann schon im dritten Kampf. Nach einem unglücklichen Zusammenprall mit seinem Gegner lag Ghenadie Tulbea plötzlich in einer großen Blutlache. Aus einer geplatzten Arterie an der Stirn rann das Blut. Das Nendinger Ringer-Ass wurde jedoch sofort von zwei Ärzten hervorragend betreut. Während der Schock im Publikum in Weingarten, wo ja auch Ghenadie Tulbea jahrelang ein beliebter Ringer gewesen war, noch wirkte, wurde er in der Kabine ärztlich bestens versorgt und genäht. Und als er kurz darauf wieder in der Halle erschien, wurde er vom erleichterten Publikum mit großem Beifall begrüßt. Wie überhaupt die Weingartener Zuschauer sich von ihrer besten Seite präsentierten und in sportlich fairer Weise ihre Ringer unterstützten. Diese Haltung zeigte sich dann auch auf der Homepage der SVG, wo sowohl im Kampfbericht als auch durch Beiträge im Gästebuch die besten Genesungswünsche für die beiden ASV-Ringer ausgesprochen wurden.

Ghenadie Tulbea will übrigens schon am nächsten Samstag im Kampf gegen den KSV Aalen wieder auf der Matte stehen. Und dann wird vielleicht auch wieder Matthias Kelch, einer der drei Sportvorstände des ASV, in Ruhe die Kämpfe seiner Mannschaft verfolgen können. In Weingarten nämlich sah er zwar den Kampf von Florin Gavrila, dann allerdings begleitete er seinen Ringer auf dem Weg in die Karlsruher Klinik und kam erst lange nach Kampfende wieder nach Weingarten zurück. Dass einige der ASV-Ringer, wohl auch etwas geschockt durch die Ereignisse, an diesem Tag so manch eine Runde „verpennten“, wie es Andreas Miekeley einräumte, bekam Matthias Kelch erst auf der Rückfahrt mit.

Für die Nendinger Bundesligaringer steht nun am Samstag der letzte der ganz schweren Kämpfe mit der Begegnung gegen den deutschen Meister KSV Aalen an. Dann aber kommen die vier letzten Kämpfe der Saison, in denen man gegen vermeintlich leichtere Gegner auch vier Siege einfahren will. Der Auftakt zu diesem „guten Schluss“ könnte schon am Sonntagnachmittag gesetzt werden, wenn in der Mühlauhalle der zweite Heimkampf des Wochenendes gegen den TSV Musberg angepfiffen wird. Und gegen die Gäste von den Fildern hat der ASV nach dem überraschenden Unentschieden im Vorkampf ja noch eine Rechnung offen.

Mattensplitter 2010/11

Artikel vom 02.11.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 2078, Kommentare: 0

Träume gehen bekanntlich nur selten in Erfüllung. Dennoch sind sich Psychologen einig, dass es wichtig ist, Träume zu haben und sich Ziele zu setzen. Der ASV Nendingen kann in dieser Saison sein erklärtes Traumziel eines Endrundenplatzes offenkundig nicht mehr erreichen. Der Verein, die Ringer und ihr Trainer Volker Hirt können dennoch hoch erhobenen Hauptes in die nächsten Kämpfe gehen. Sie haben in den bisherigen 12 Kämpfen großen Sport geboten. Sie haben für manche positive Überraschung gesorgt. Und sie haben sich in dieser Saison den großen Respekt aller Spitzenmannschaften errungen. Das war allein schon an der Qualität der Aufstellung auch der großen Mannschaften deutlich, die gegen den ASV Nendingen jeweils eine starke Formation aufboten, um kein zu großes Risiko einzugehen. Und so kam die Region in den Genuss großen Ringkampfsportes, auch wenn manche Niederlage natürlich nicht so leicht zu verkraften war.

Ein kleiner Trost für den ASV ist es sicher, dass in diesem Jahr der Kampf um die Endrundenplätze in der 1. Bundesliga West härter war als je zuvor. Und auch, dass die Qualität der Mannschaften hier enorm hoch ist. Experten sind sich einig, dass Nendingen zum Beispiel in der 1. Bundesliga Ost wohl ohne große Probleme zumindest Platz vier hätte erreichen können, der im Augenblick vom SV Johannes Nürnberg gehalten wird. Das Beispiel von Sandor Tözser verdeutlicht den Klasseunterschied zwischen West und Ost. Sandor Tözser war im letzten Jahr für den ASV Hof in der 1. Bundesliga Ost mit 12:0 Siegen ungeschlagen. In der Westgruppe hat er bisher für den ASV Nendingen trotz seines guten Könnens und trotz großen Einsatzes gegen sehr viel stärkere Konkurrenz eine Bilanz von 3:8 aufzuweisen.

Wie hoch das Niveau der Kämpfe schon jetzt in der Gruppenphase ist, zeigt auch das Beispiel des KSV Aalen. Anders als im Vorjahr, als ihre großen ausländischen Stars erst in der Endrunde eingeflogen wurden, mussten sie nach ihrem Aufstellungsfehler bei Bonn-Duisdorf schon jetzt Asse wie den Vizeweltmeister Arsen Julfalakyan oder am letzten Wochenende auch noch die Ringerlegende David Musulbes einsetzen. Der Slowake genießt als Olympiasieger und achtfacher Welt- und Europameister geradezu Kult-Status und wird vielleicht auch am 13. November in der Mühlauhalle zu sehen sein, wenn der KSV Aalen zu Gast sein wird.

Eine wohl sehr seltene Aktion erlebten die staunenden Zuschauer am Samstag beim Kampf der Nendinger bei der RWG Mömbris-Königshofen. Der deutsche Meister Peter Weisenberger erhielt durch Kampfrichterentscheidung nach wertungsloser erster Runde im Zwiegriff die große Chance des Beinfassens gegen Marc Buschle. Dieser normalerweise ausschlaggebende Vorteil verpuffte, als Marc Buschle sich nicht nur lösen konnte, sondern seinerseits mit seinem Spezialgriff der Kopfzange seinen Gegner sogar schulterte. Der Kampfrichter Georg Goczol erkannte spontan auf Schultersieg, musste sich dann aber selbst korrigieren, da im Zwiegriff nur mit einer Punktwertung die betreffende Runde entschieden werden kann, nicht aber der ganze Kampf.

Der ASV Nendingen kann in dieser Saison nicht nur auf seine Bundesligamannschaft stolz sein. Die zweite Mannschaft steht als Aufsteiger in die Oberliga hier im Augenblick nur einen Punkt hinter dem TSV Ehningen und punktgleich mit zwei weiteren Mannschaften überraschend sogar auf Platz zwei und hat am nächsten Samstag die punktgleiche Mannschaft der KG Dewangen/Fachsenfeld in der Nendinger Sporthalle zum Spitzenkampf zu Gast. Und die dritte Mannschaft des ASV führt mit 20:0 Punkten die Tabelle der A-Klasse an und steht vor dem Aufstieg in die Bezirksklasse. Insgesamt 40 eingesetzte Ringer haben für den ASV zu diesen Erfolgen beigetragen.

Mattensplitter 2010/10

Artikel vom 25.10.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 2015, Kommentare: 0

Für den ASV Nendingen geht es am Wochenende um die Wurst

Am letzten Wochenende gab es in der Bundesliga die interessante Konstellation, dass sich die drei „Großen“ mit den drei „Verfolgern“ auseinander zu setzen hatten. Und dabei behielten dann auch wieder Aalen, Köllerbach und Weingarten jeweils gegen die Herausforderer die Oberhand. Das heißt also wohl, dass wie erwartet die RWG Mömbris-Königshofen, der ASV Mainz und der ASV Nendingen sich um den verbleibenden 4. Platz für die Play-Offs streiten müssen. Und das heißt also auch, dass sich für den ASV Nendingen nach der Niederlage gegen Köllerbach die Lage zwar nicht verbessert hat, aber auch noch nichts verloren ist. Allerdings schlägt am kommenden Wochenende mit dem nächsten Doppelkampftag für den ASV die Stunde der Wahrheit. Bei der RWG Mömbris-Königshofen am Samstag und dann am Sonntag daheim gegen den ASV Mainz muss unbedingt gewonnen werden, soll ein Endrundenplatz erreicht werden. Und das wird alles andere als leicht.

Trainer Volker Hirt war nach der klaren Niederlage nicht enttäuscht. „Die Niederlage kam nicht überraschend. Aber wir haben enge Kämpfe gezeigt und keine Verletzungen erlitten. Also können wir am kommenden Wochenende gegen unsere direkten Konkurrenten voll angreifen, um unsere kleine Chance zu wahren.“ Und dann war ja auch bemerkenswert zu sehen, wie sich der Stellenwert des ASV Nendingen in der Wahrnehmung der „Großen“ geändert hat. Der ASV kann es durchaus als ein Kompliment werten, dass der deutsche Meister von 2009 mit seiner stärksten Formation antreten musste, um jedes Risiko gegen den ASV Nendingen auszuschalten.

Als ein Gewinner des Tages durfte sich Benjamin Raiser fühlen. Sein Gegner Emil Milev hatte am Samstag zuvor in Aalen gegen den deutschen Meister Christian Fetzer mit 3:1 gesiegt. Und nun setzte sich Benjamin Raiser gegen den international erfolgreichen Bulgaren seinerseits mit 3:0 durch. Dieser Triumph war nach einigen leichten Enttäuschungen in dieser Saison dem jungen Nendinger von Herzen zu gönnen.

Mit Andreas Miekeley und Yan Ceaban feierten zwei ASV-Ringer ihren Saisoneinstand. Für Andreas Miekeley war das nach einer Verletzung und langer Wettkampfpause ein durchaus geglücktes Comeback. Etwas schwerer tat sich da der Rumäne Yan Ceaban. Verunsichert wurde er auch wohl zusätzlich durch die Sprechchöre einiger Fans, die den Einsatz von Florian Schwarz forderten, der diesmal in der 2. Mannschaft aushalf.

Während des Großkampftages konnte man ab und zu auch zwei Nationaltrainer im Fachgespräch beobachten. Volker Hirt, als Greco-Trainer der Schweiz, fachsimpelte mit Nicolae Ghita, der seinerseits als rumänischer Nationaltrainer tätig ist. Nicolae Ghita, seit seiner Zeit bei der ASV Tuttlingen hier gut bekannt, ist mit Volker Hirt seit dem gemeinsamen  Engagement beim KSV Haslach befreundet. Und als Vater des ASV-Neuzugangs Viorel Ghita, war er am Samstag natürlich auch persönlich am Kampf seines Sohnes in der Nendinger Zweiten interessiert.

Zwei positive Aspekte eines interessanten Kampftages waren ebenfalls bemerkenswert. Mit der Zahl von rund 1 000 Zuschauern wurde wohl ein Saisonrekord in der deutschen Bundesliga aufgestellt. Und der Mattenleiter Ralf Schick (ASC Kappel) hatte für die Besetzung des Kampfrichtertisches beim ASV ein besonderes Lob übrig. „Ich werde eure kompetente Arbeit extra im Protokoll vermerken.“ Harald Scheuring, Artur Behr, Wolfgang Funkler und Wolfgang Knoche vernahmen diese Anerkennung mit Genugtuung.

Mattensplitter 2010/09

Artikel vom 18.10.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 1661, Kommentare: 0

ASV Nendingen liegt noch im Soll

Mit 11:7 Punkten hat der ASV Nendingen nach Abschluss der Vorrunde der 1. Bundesliga zwar nicht die optimale Punkteausbeute erreicht, bei realistischer Betrachtung aber doch mehr geschafft, als viele vermutet haben. Gegen die großen Drei, - KSV Aalen, SVG Weingarten und KSV Köllerbach -, gab es die eingeplanten Niederlagen. Aber dass sowohl die RWG Mömbris-Königshofen als auch der ASV Mainz besiegt werden konnten, war ganz und gar nicht selbstverständlich. Allein das vermeidbare Unentschieden in Musberg entsprach nicht dem, was man sich beim ASV vorgestellt hatte.

Da gilt jetzt der am Samstag mit dem Heimkampf gegen den deutschen Ex-Meister KSV Köllerbach beginnenden Rückrunde die besondere Konzentration. Trainer Volker Hirt war deswegen am letzten Samstag beim Sieg gegen Bonn-Duisdorf noch nicht mit allen Ringern ganz zufrieden: „Wir müssen jetzt in der Rückrunde gegen stärkere Gegner noch konsequenter um jede Chance und jede einzelne Runde kämpfen.“

Über die Rolle des Ausnahmeathleten Ghenadie Tulbea braucht man nicht viele Worte zu verlieren. Auch die ansteigende Form von Marc Buschle ist zu Recht schon öfters gewürdigt worden. Aber man muss auch die herausragende Leistung von Sergios Solontkis in dieser Saison ins richtige Licht rücken. Mit acht Siegen aus neun Kämpfen hat er sich in den letzten Wochen als überaus wertvoll für den ASV erwiesen. Vielleicht liegt ein Geheimnis seiner Stärke in seinen Essgewohnheiten. Von einigen aufmerksamen Beobachtern ist registriert worden, dass er fast jeden Tag in Nendingen mit einem Körbchen voll Äpfeln vom Einkauf zurückkommt. Äpfel sind nicht nur gesund, sondern machen offensichtlich auch stark.

Auch Florian Schwarz gehört zu den Säulen der Nendinger Mannschaft. Zwar kann er gegen übermächtige Konkurrenz nicht immer siegen, doch sorgt er in all seinen Kämpfen für Stimmung und Leidenschaft. Am letzten Samstag hat er vielleicht seinen bisher besten Kampf in dieser Runde gemacht. Mit Herz, aber ohne zu viel Risiko, hat er seinen starken Gegner mit höchster Konzentration in Schach gehalten.

Ähnliches gilt für Baris Diksu, dem manche angesichts der mit Alexandar Kostadinov und Florin Gavrila starken Konkurrenz im eigenen Verein eine schwere Saison prophezeit hatten. Aber auch hier galt die alte Weisheit: „Konkurrenz belebt das Geschäft.“ Alle drei haben bisher eine wichtige Rolle in verschiedenen Gewichtsklassen und sowohl in der 1. als auch in der 2. Mannschaft gespielt. Und auch Baris Diksu konnte sich am Samstag wieder für seine starke Leistung von den ASV-Fans feiern lassen.

Der ASV hatte in der Mühlauhalle auch die Unterstützung der Klasse 9c der Mühlheimer Realschule. Ihre Sportlehrerin, Frau Wegener, hatte den Ringsport in ihren Unterrichtsplan eingebaut. Und zur anschaulichen Demonstration hatten Sergios Solontkis und Mindaugas Mizgaitis im Unterricht ihr Können gezeigt. Die interessierten Schülerinnen und Schüler waren nun mit einem eigenen Plakat zur Unterstützung der ASV-Ringer zum Bundesligakampf gekommen und sammelten auch fleißig Autogramme.

Großen Anklang findet die neugestaltete Homepage des ASV Nendingen (www.asv-nendingen.de). Mit über 4 000 Aufrufen pro Woche findet sie eine erfreulich gute Resonanz. Am nächsten Wochenende, wenn der ASV in der Bundesliga auf den KSV Köllerbach trifft und die Zweite in der Oberliga ihren Schlagerkampf gegen den Spitzenreiter TSV Ehningen mit Bastian Bentz absolviert, wird diese Resonanz sicher noch höher sein. Noch lieber ist dem ASV allerdings, wenn zudem wieder eine große Zuschauerzahl zu diesem Großkampftag in die Mühlauhalle kommt.

Mattensplitter 2010/08

Artikel vom 13.10.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 1762, Kommentare: 0

Erfolgreiches Wochenende für den ASV: 5 Kämpfe – 5 Siege

Das vergangene Wochenende brachte für den ASV Nendingen ein optimales Erfolgserlebnis.

Die Ringermannschaften bestritten fünf Kämpfe und alle fünf wurden auch gewonnen. Den Anfang machte die Jugendmannschaft, die am Nachmittag ihre beiden Kämpfe in der Bezirksjugendliga erfolgreich absolvierte. Besonders der knappe Sieg mit 21:19 gegen AB Aichhalden, den Bezirksmeister des letzten Jahres, löste natürlich viel Freude aus. Dann setzte sich die dritte Mannschaft als klarer Tabellenführer der A-Klasse mit 24:16 gegen den AV Hornberg I durch. Und der Höhepunkt des Abends in der Nendinger Sporthalle war der Sieg der Zweiten gegen den Bezirksrivalen vom AB Aichalden I. Das i-Tüpfelchen war dann die Nachricht vom Sieg der Ersten beim KSK Neuss.

Die Fahrt nach Neuss war für die Bundesligaringer und ihre Betreuer allerdings nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig. Am Samstag um 8 Uhr ging es los. Am Sonntag kurz nach 8 Uhr morgens kamen die übernächtigten Sportler nach 24 Stunden zurück. Was die Fahrt allerdings noch erheblich erschwerte, war ein technischer Defekt am Bus, der die Heizung lahm legte. Nach dem Schwitzen auf der Matte war also nun ärgerlicherweise Frieren im Bus angesagt.

Auf der Matte sah man beim knappen Sieg der Nendinger mit 21:19 keine großen Unterschiede zwischen den Vereinen. Was aber außerhalb der Matte abging, war für die Nendinger schon erstaunlich. Als sie um 17 Uhr in der Halle ankamen, war von Vorbereitungen für einen Bundesligakampf nichts zu sehen. Erst später wurde die Matte aufgebaut und einige Stühle hergeschleppt. Die waren dann auch für die rund 100 Zuschauer ausreichend. Im Unterschied dazu beginnen bei einem Heimkampf des ASV die Vorbereitungen in der Mühlauhalle schon am Freitagabend. Am Samstag ist dann ab 8.30 Uhr unter Leitung von Herbert Wax eine Schar von rund 20 freiwilligen Helfern vier Stunden im Einsatz beim Herrichten der Halle. Am Abend endlich sind für den ASV für den Wirtschaftsdienst, für die Kasse, für den Wettkampftisch, für den Ordnungsdienst und weitere Aufgaben noch mal mindestens 20 Frauen und Männer im Einsatz. Dazu kommt dann noch am Sonntagmorgen der Abbau, der die Freiwilligen noch einmal fordert. Ohne diese fleißigen und engagierten Helfer wäre diese große Veranstaltung in der Mühlauhalle, die auch von der Zuschauerzahl her in der deutschen Bundesliga einmalig ist, nicht zu stemmen. Und deswegen sei auch an dieser Stelle einmal diesen vielen Freiwilligen Lob und Anerkennung gezollt.

Auch Antonio Silvestri, der Kampfrichterreferent des DRB, der den Oberligakampf gegen Aichhalden leitete, war des Lobes voll über die Art der Präsentation der Bundesligakämpfe in der Mühlauhalle. „Das ist das, was wir vom DRB uns für das Ringen in der höchsten Klasse eigentlich wünschen.“ Aber auch beim Kampf in der Nendinger Sporthalle herrschte am Samstag gute Stimmung. Zumal hier auch viel Nostalgie im Spiel war bei diesem immer wieder reizvollen Duell zwischen Aichhalden I und Nendingen. Erstmals allerdings seit Jahrzehnten sahen sich die Schwarzwälder der Nendinger Zweiten gegenüber und auch die war beim 28:13 deutlich überlegen. Hochmut ist da allerdings fehl am Platz, denn es ist nicht so lange her, dass die Nendinger Erste sich mit Aichhaldens zweiter Mannschaft auseinandersetzen musste.

Dass kein Verein in der 1. Bundesliga unterschätzt werden sollte, wurde am Samstag beim Kampf des KSV Aalen beim TKSV Bonn-Duisdorf, dem nächsten Gegner der Nendinger, deutlich. Die Gäste schonten einige ihrer Stars und erschienen außerdem nur mit acht Ringern rechtzeitig auf der Waage. Ihr klarer Sieg auf der Matte wurde deswegen nachträglich in eine Niederlage mit 0:40 umgewandelt.

Mattensplitter 2010/07

Artikel vom 05.10.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 1728, Kommentare: 0

Im Kampf um die Endrundenplätze hat der ASV Nendingen an diesem Wochenende einen leichten Rückschlag erlitten. Da war zum einen das Unentschieden beim TSV Musberg, bei dem man natürlich nur allzu gerne zwei Punkte geholt hätte. Und dann war da noch der überraschende Erfolg der RWG Mömbris-Königshofen beim KSV Köllerbach. Man hatte bisher die RWG als einen der härtesten und vielleicht bezwingbaren Rivalen im Kampf um Platz vier angesehen. Nun aber steht die Hessen plötzlich mit 12:2 Punkten an der Spitze der 1. Bundesliga West. Die deutschen Meister der beiden letzten Jahre haben sie besiegt. Und kurioserweise haben sie ihre bisher einzige Niederlage gegen den ASV Nendingen bezogen.

Und nun könnte plötzlich der KSV Köllerbach ins Grübeln kommen, denn zum Schluss der Vorrunde hat er mit dem KSV Aalen und dem SVG Weingarten noch zwei ganz schwere Brocken vor sich. Mit Siegen in Neuss und gegen Bonn-Duisdorf könnte dann der ASV bei zwei Köllerbacher Niederlagen dann sogar zur Halbzeit vor den Saarländern stehen. Aber das sind natürlich müßige Spekulationen, denn der bisherige Saisonverlauf hat gezeigt, dass immer mit Überraschungen gerechnet werden muss und keine Mannschaft sich in Sicherheit fühlen darf.

Wie stark sich dieser Druck auf Mannschaften und Ringer auswirken kann, hat man auch am letzten Wochenende gesehen. Adrian Ozsda, der Nendinger Co-Trainer, musste in Musberg für den verletzten Eduard Kratz einspringen. Und in seinem ersten Bundesligakampf dieser Saison sah er sich plötzlich in der Situation, beim Stand von 18:16 im letzten Kampf die entscheidenden Punkte für den erhofften Sieg seiner Mannschaft zu machen. Und bei aller Erfahrung und Routine, die er fraglos hat, spielten ihm da vielleicht auch seine Nerven einen Streich. Obwohl er topfit ist und schon immer als kleines Konditionswunder gilt, war er in Musberg nach der 2. Runde mit seiner Kraft am Ende und konnte die eine Runde, die er noch gebraucht hätte, nicht mehr gewinnen.

Der verletzungsbedingte Ausfall des Siegringers Eduard Kratz am letzten Wochenende verdeutlicht auch die Notwendigkeit eines großen Kaders. Der ASV Nendingen hat in den ersten sieben Kämpfen dieser Saison schon 18 Ringer in der Bundesliga eingesetzt. Umso wichtiger ist es deshalb, dass der ASV mit seiner 2. Mannschaft in der Oberliga und auch der 3. Mannschaft in der A-Klasse für einen stabilen Unterbau und eine stetige Förderung der Wettkampfpraxis auch seiner jungen Ringer sorgen kann. Da freut es die ASV-Fans natürlich, dass die „Zweite“ in der Oberliga derzeit Dritter ist, und die „Dritte“ sogar souverän die Tabelle der A-Klasse anführt. Insgesamt 37 ASV-Ringer sind dafür bisher in dieser Saison auf die Matte gegangen. Und die Jugendmannschaft ist dabei noch nicht eingerechnet.

Mattensplitter 2010/06

Artikel vom 27.09.2010, Autor: Fritz Reichle, Views: 1323, Kommentare: 0

Die Bundesligakämpfe zwischen dem ASV Nendingen und dem KSV Aalen haben immer einen ganz besonderen Reiz. Das liegt natürlich auch am Charakter eines württembergischen Derbys, aber auch an den traditionell guten Beziehungen zwischen den beiden Vereinen. Am letzten Samstag aber kam noch ein weiteres Moment mit dazu. Im dritten Bundesligajahr des ASV Nendingen bewegte man sich bei diesem Kampf erstmals annähernd auf Augenhöhe mit dem deutschen Meister von der Ostalb. Der KSV Aalen musste fast seine absolute Topbesetzung aufbieten, um nicht ein zu großes Risiko einer unliebsamen Überraschung einzugehen.

Und für einen war diese Begegnung wieder einmal ein Erlebnis der besonderen Art. Marc Buschle, der ja vor einigen Jahren mit Aalen den deutschen Meistertitel gewonnen hat, wurde vom KSV und dem Publikum gewohnt freundlich und herzlich in der Aalener Greuthalle aufgenommen. „Ich habe immer ein Gänsehautgefühl, wenn ich da auf die Matte gehe. Und meinen Gegner Emzarios Bentinidis kenne ich ja noch gut aus der gemeinsamen Zeit im Aalener Team.“ Und zum heimischen Gefühl trug auch noch bei, dass unter den 350 Zuschauern auch etwa 50 Nendinger Fans zur Unterstützung mit angereist waren.

Dieser sportlich faire Umgang zeigte sich beispielsweise auch darin, dass der Physiotherapeut des KSV nach dem Kampf sich auch um Marc Buschle kümmerte. Und als Eduard Kratz im letzten Kampf des Abends sich eine Verletzung zuzog, da war der Aalener „Physio“ selbstverständlich auch sofort bereit, den Nendinger Siegringer zu behandeln.

Marc Buschle und Florian Schwarz hatten es übrigens nach dem Kampf besonders eilig, wieder nach Hause zu kommen. Sie wollten zumindest noch für zwei bis drei Stunden bei der Hochzeitsfeier ihres Vereinskollegen Daniel Reichle mit dabei sein. Marc Buschle hatte seinerseits ja ebenfalls erst vor wenigen Wochen mit seiner auch als Handballspielerin bekannten Frau Anne (geb. Epple) eine Sportlerhochzeit gefeiert.

Und ein weiterer ASV-Ringer hatte allen Grund zur Freude. Ghenadie Tulbea war während der Woche in seine moldawische Heimat zurückgereist und konnte am Mittwoch bei der Geburt eines gesunden Sohnes mit dabei sein. Auch an dieser Stelle soll „Ghena“ und seiner Frau Raisa herzlich gratuliert werden.

Ein weiterer Glückwunsch galt an diesem Wochenende dem Webmaster des ASV Karl Greiner. Er hatte in Zusammenarbeit mit einer Spaichinger Firma ein neues Gesicht der Homepage des ASV Nendingen entwickelt und am Samstag ins Netz gestellt. Allen Ringsportfreunden sei ein Klick auf „www.asv-nendingen.de“ empfohlen, wo mit Bildern und Texten ausführlich über den ASV berichtet wird.

Mattensplitter 2009/7

Artikel vom 31.12.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 1653, Kommentare: 0

Der Ringerkampftag am Samstag war für den ASV Nendingen in vielerlei Hinsicht ein denkwürdiges Ereignis. Rein sportlich waren natürlich die beiden Siege der 1. und 2. Mannschaft in ihren letzten Heimkämpfen schon ein schöner Erfolg. Wobei diesmal allerdings trotz des Kantersiegs der Bundesligaringer die Nendinger Zweite mehr im Blickpunkt stand. Mit ihrer Ehrung als Meister der württembergischen Verbandsliga wurde eine Erfolgsserie gewürdigt, die wohl ihresgleichen sucht. Vor 3 Jahren stieg der ASV Nendingen II in die Bezirksliga auf. Vor 2 Jahren qualifizierten sich die Donautäler dann in der Aufstiegsrunde für die Landesliga. Im letzten Jahr wurden sie ungeschlagen Meister der Landesliga. Und in dieser Saison schafften sie mit nur einer Niederlage den 4. Aufstieg in Folge in die Oberliga.

Die Erfolge der Ringermannschaften wirken sich nun aber auch immer stärker auf die Vereinsstruktur aus. Am Wochenende konnte der ASV über 20 neue Mitglieder verbuchen. Und so konnte sein Vorsitzender Reiner Schilling am Samstag das Überschreiten der Grenze von 400 Mitgliedern vermelden. Damit ist der ASV Nendingen nun der mitgliederstärkste Ringerverein im Bereich des württembergischen Ringerverbandes. Unter den neu Eingetretenen wurde nach der Bundesligabegegnung das 399., 400. und 401. Mitglied ausgelost und unter Mithilfe von Landrat Guido Wolf mit einem Geschenk bedacht.

Unmittelbar vor Weihnachten war aber noch ein anderer Aspekt von Bedeutung. OB Michael Beck rief zu Spenden im Rahmen der Aktion „Tuttlinger helfen Afrika“ auf, bei der wie auch in 31 weiteren Städten des Landes anlässlich der Fußball-WM 2010 Kindern in Afrika geholfen werden soll. Und so kam in der Mühlauhalle ein ansehnlicher Betrag für diese Aktion und die gleichzeitig durchgeführte Sammlung für Mutpol zusammen.

Und so kam es, dass Ringer-Ass Marc Buschle am Samstag mal in ganz anderer Rolle auftreten konnte. Da der TSV Asperg keinen Gegner gegen ihn stellte, kam er in der 2. Mannschaft kampflos zum Sieg. Dafür machte er sich in einem Aufruf in seiner Eigenschaft als Boschafter für Mutpol stark für die Hilfe für Kinder aus zerrütteten Familien, die durch Mutpol gerade auch an Weihnachten unterstützt werden sollen. Und dann war Marc Buschle während des Bundesligakampfes dann doch noch auch auf der Matte in Aktion, als er in einigen Verletzungspausen den notwendigen Reinigungsdienst auf der Matte übernahm.

Einen ersten zählbaren Erfolg für den Bundesligisten brachte am Samstag das von der Stadt neu eingeführte Parkleitsystem. Hier war der Hinweis auf Parkmöglichkeiten für den „Bundesligakampf am 19.12 in der Mühlauhalle“ angebracht. Davon inspiriert erschienen prompt an der Abendkasse 3 englischsprachige Campus-Studenten, die ihr Kommen zu dem ihnen bis dahin unbekannten Sportwettkampf nach den vielen interessanten Zweikämpfen auf der Matte dann auch nicht bereuten.

Einen besonderen Heiterkeitserfolg erzielte am Samstag Konstantinos Karpouzas. In der 3. Runde erlitt er eine klaffende Kopfverletzung, die mit einem Verband behandelt werden musste. Bei der enormen blonden Lockenpracht des Griechen war dieser turbanähnliche Verband für viele Zuschauer eine besondere Augenweide. Und als der ASV-Ringer unmittelbar darauf enorm aufdrehte und sogar einen Überlegenheitssieg errang, keimte in manch einem Zuschauer der Verdacht auf: „Der braucht wohl erst was auf den Kopf, bevor er seine wahre Leistung bringen kann.

Mattensplitter 2009/04

Artikel vom 19.10.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 2248, Kommentare: 0

Der ASV Nendingen hat auch am vergangenen Wochenende eindrucksvolle Erfolge feiern können. Zwar war die zweite Mannschaft als ungeschlagener Tabellenführer in der Verbandsliga diesmal kampffrei, aber die anderen Mannschaften fuhren durchweg Siege ein. Der Erfolg der Bundesligaringer gegen den KSV Seeheim war sicherlich in dieser Höhe nicht zu erwarten. Aber auch die Jugendmannschaft konnte mit zwei Siegen gegen den AB Aichhalden und den KSV Winzeln ihre Chance auf die Meisterschaft in der Bezirksjugendliga wahren. Und die in dieser Saison erstmals aufgestellte III. Mannschaft feierte mit dem klaren Erfolg gegen die KG Weingarten/Friedrichshafen schon ihren 3. Saisonsieg. Das Konzept von Trainer Volker Hirt, mit drei Aktiven-Mannschaften für einen starken Unterbau für den Bundesligakader zu sorgen, scheint also aufzugehen. Insgesamt 36 Ringer sind bisher in dieser Saison für den ASV Nendingen bei den Aktiven in den Rundenkämpfen eingesetzt worden. Das ist sicher eine Größenordnung, mit der nicht viele andere Vereine mithalten können. Umso erfreulicher dann auch, dass zusätzlich auch im Jugendbereich ein weiterer Aufschwung spürbar ist.

Auch die Gäste aus Seeheim waren am Samstag ersichtlich beeindruckt. Sie staunten über die tolle Präsentation der Kämpfe in „dieser Klasse-Halle“ und noch mehr über die Zuschauerzahl, „von der wir nur träumen können“. Und obwohl es auf der Matte für die sympathischen Gäste nicht viel zu erben gab, haben zumindest die mitgereisten Fans „trotz der Niederlage viel Spaß gehabt“.

Einer, der am Samstag vielleicht die größte Genugtuung verspürte, war das Ringer-Ass Marc Buschle. Er hatte in den letzten Monaten nach seinem Ausscheiden aus der Bundeswehr nicht nur mit der beruflichen Neuorientierung zu tun, sondern hatte immer wieder auch mit gesundheitlichen und verletzungsbedingten Problemen zu kämpfen. Kein Wunder, dass es dann auch sportlich nicht immer so lief, wie er sich das selber vorgestellt hatte. Manchen vorschnellen Kritikern hat er mit seinem Auftritt am Samstag den Wind aus den Segeln nehmen können. Dass er gegen den zur Weltspitze zählenden Letten Imants Lagodskis so gut mithalten würde und dass er ihn gar entscheidend besiegen konnte, war vorher nicht zu erwarten gewesen. Zumal ihn seine in Neuss erlittene Verletzung mit einem angerissenen Brustmuskel doch sichtbar erheblich beeinträchtigte. Aber offensichtlich profitiert er auch davon, dass er sich zur Zeit bei seinem Praktikum bei der Firma Karl Leibinger auch beruflich sehr wohl fühlt.

Wenn am kommenden Samstag die ASV-Ringer gemeinsam mit den Fans die Fahrt nach Hausen-Zell antreten, dann werden im Bus auch zwei Nendinger sitzen, die sich nicht nur auf das zu erwartende spannende Ringer-Derby zwischen den Wiesentälern und den Donautälern freuen werden. Altmeister Rolf Schullian und sein ebenfalls als Ringer erfolgreiche Sohn Gert waren in der letzten Saison bei dem um den Aufstieg entscheidenden Kampf der RG Hausen-Zell gegen den AB Aichhalden glückliche Gewinner einer Tombola. Und so kommen sie nun vor dem Kampf in den Genuss eines Sechs-Gänge-Menüs in einem renommierten Schwarzwald-Hotel.

Mattensplitter 2009/03

Artikel vom 05.10.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 2209, Kommentare: 0

Das vergangene Wochenende war für den ASV Nendingen ganz besonders bemerkenswert. Die Jugendmannschaft holte sich mit zwei Siegen die Tabellenführung in der Jugendbezirksliga. ASV Nendingen II erwies sich in der württembergischen Verbandsliga als Mannschaft der Stunde und liegt nach den beiden Siegen in Schwäbisch Hall und gegen Weilimdorf klar an der Tabellenspitze. Und die Bundesligamannschaft erreichte das von Trainer Volker Hirt angepeilte Wunschziel von der langen Fahrt nach Neuss und Mainz möglichst einen Sieg und damit zwei wichtige Punkte ins Donautal zu bringen.

Und fast hätte es sogar noch in Mainz einen weiteren Sieg gegeben. Das aber verhinderte zum einen der verletzungsbedingte Ausfall von Marc Buschle und zum anderen ein zumindest fragwürdiges Taktieren des ASV Mainz, das die Grenzen der Wettbewerbsverzerrung zumindest tangiert. Vor den beiden siegreichen Heimkämpfen gegen den KSV Aalen und den ASV Nendingen erklärte die Vereinsführung in aller Öffentlichkeit, dass hier zum ersten und gleichzeitig auch zum letzten Mal in dieser Saison die stärkstmögliche Mannschaft mit allen eingeflogenen ausländischen Stars aufgeboten würde. Dann aber würde sich Mainz „mangels finanzieller Möglichkeiten aus dem Play-Off-Rennen verabschieden“ und sich mit schwächerer Aufstellung auf den Klassenerhalt beschränken. Die nächsten Gegner der Mainzer werden sich freuen, die Nendinger aber bekamen noch einmal den Irrsinn der finanziellen Hochstapelei mancher Vereine zu spüren. Ob das im Sinn der sportlichen Fairness und der Wettbewerbsgleichheit ist, müsste sich vielleicht auch der DRB fragen lassen.

Ein Wermutstropfen in der Erfolgsgeschichte des ASV Nendingen am letzten Wochenende war jedoch die Schulterverletzung von Marc Buschle im Kampf in Neuss. Sie machte einen Einsatz in Mainz unmöglich und man kann nur hoffen, dass der Nendinger Spitzenringer bald wieder einsatzfähig sein wird. Zumal er in Neuss zeigte, dass er immer besser in Form kommt und dass er seiner Verletzung trotzend hervorragenden Kampfgeist im Dienst der Mannschaft demonstrierte. Außerdem übt Marc Buschle seit kurzem auch sehr engagiert die Trainerfunktion für die ASV.Jugend aus und konnte sich deswegen auch über die Erfolge seiner Schützlinge sehr freuen.

Als Trainer Volker Hirt vor 4 Jahren die Devise ausgab, die damals in der Bezirksklasse ringende zweite Mannschaft des ASV müsse den Weg in die Oberliga finden, wurde er von vielen nur belächelt. Jetzt aber nach dreimaligem Aufstieg in Folge steht die „Zweite“ nach 5 Siegen in Folge klar an der Spitze der Verbandsliga. Die Möglichkeit des nochmaligen Aufstiegs in die Oberliga wird damit immer realistischer. Wenn man bedenkt, dass die Nendinger erste Mannschaft vor vier Jahren noch in der Oberliga gerungen hat, dann wird der enorme Aufschwung der Nendinger Ringer in dieser kurzen Zeit erst richtig deutlich.

Mattensplitter 2009/1

Artikel vom 02.09.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 1873, Kommentare: 0

Die Rollen schienen beim Auftaktkampf zur 1. Bundesliga West in der Aalener Greuthalle klar verteilt. Da waren zum einen die Gastgeber, die sich selbst zu den DM-Favoriten in diesem Jahr zählen, als der klare Favorit. Und auf der anderen Seite stand der ASV Nendingen, der als Aufsteiger des letzten Jahres nur Außenseiter sein konnte. Doch die erfolgsverwöhnten Aalener taten sich dann bei ihrem knappen Sieg unerwartet schwer. Ein Grund dafür könnte in einem Aspekt liegen, der aufmerksamen Zuschauern schon beim Betreten der Halle auffiel. Im Vergleich zum Vorjahr war die Sponsorenwerbung deutlich geringer. Gerade mal 6 Firmen nutzten die Möglichkeit der Bandenwerbung. Und KSV-Präsident Edmund Weizmann sprach dann auch in seinem Grußwort von der schwierigen wirtschaftlichen Lage, die man auch als Chance nutzen könne, um „eine kontinuierliche, stabile Mannschaft ohne einzufliegende Stars zu formen.“ Wenn man den umfangreichen Kader des KSV Aalen mit 15 teuren ausländischen Stars ansieht, von denen am Samstag nur drei zum Einsatz kamen, dann wird es interessant sein, die Entwicklung der nächsten Wochen zu verfolgen.
Die zehn Kämpfe auf der Matte brachten durchweg, wenn auch auf ganz unterschiedliche Art und Weise, spannenden Ringsport. Zwei Begegnungen aber stießen auf besonderes Interesse. Da war der deutsche „Freistil-Klassiker“ der letzten Jahre mit dem Duell von Davyd Bichinashvili und Marc Buschle. Allerdings waren die Vorzeichen für die beiden „ewigen“ Kontrahenten sehr unterschiedlich. Der Aalener steht in der unmittelbaren Vorbereitung für die Mitte September beginnende WM und zeigte sich entsprechend topfit. Marc Buschle hingegen hat nach vielen verletzungsbedingten Problemen und seiner beruflichen Umschulung noch ein Defizit an Mattentraining. Unter diesen Umständen war sein couragierter Kampf ein durchaus positives Signal, dass er im Verlauf dieser Saison sicherlich viele positive Akzente für seine Mannschaft setzen kann.
Und dann war es der Kampf im Freistil-Leichtgewicht, der wohl die Nerven der Zuschauer am meisten strapazierte. Der konzentrierte Konterringer Benjamin Sezgin gewann für die Nendinger Fans etwas unerwartet die ersten beiden Runden gegen einen manchmal zu riskant oder leichtfertig ringenden Florian Schwarz. „Des isch halt Lotte“, war da der Kommentar von Volker Hirt. Zudem wurde der Nendinger hier vom nicht immer ganz sicheren Mattenleiter Ralf Schneider (Lauffen) aus Nendinger Sicht klar benachteiligt. Aber es war halt dann auch „Lotte“, wie er die nächsten drei Runden mit enormem Kampfgeist für sich entschied. Sein Gegner verausgabte sich dabei so sehr, dass er von seinen Betreuern von der Matte getragen werden musste.
Beim Gleichstand von jeweils fünf Siegen war es nach Beendigung natürlich müßig darüber zu streiten, wo die fehlenden Punkte zu einem Sensationssieg hätten geholt werden können. Auch Trainer Volker Hirt und Vorstand Reiner Schilling waren sich einig, dass man mit einem so knappen Ergebnis eigentlich vorher nicht rechnen konnte. „Wir haben den Kampf knapp gestaltet und können damit sehr zufrieden sein. Aber am nächsten Freitag in Freiburg da geht es um den Sieg.“
Auch außerhalb der Matte demonstrierten die Nendinger, dass sie sich mit Aalen durchaus auf Augenhöhe sehen. Vor Kampfbeginn hatte Präsident Weizmann Coskun Efe zur Vizeweltmeisterschaft bei den Junioren und dem langjährigen Hallensprecher Hans Göhringer zum 60. Geburtstag gratuliert. Nach einem entsprechenden Hinweis von Sportfotograf Helmut Bucher informierte der Hallensprecher dann nach der Pause die Zuschauer, dass auch der ASV Nendingen in Sachen Erfolg und Alter was zu bieten habe. Die „Stimme Aalens“ gratulierte im Namen des KSV dem 67-jährigen ASV-Pressewart Fritz Reichle zu seinem WM-Erfolg mit der deutschen Seniorenstaffel über 4x100 Meter.

Mattensplitter 9

Artikel vom 01.12.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 2516, Kommentare: 0

Etwas ungewohnt für die nach Aalen mitgereisten Fans des ASV Nendingen war am Samstag die relativ spärliche Kulisse in der Aalener Greuthalle. Zwar waren es sicher etwas mehr als die im Protokoll aufgeführte Zahl von 191 zahlenden Zuschauern, aber für eine Top-Mannschaft, deren Ziel das Finale um die deutsche Meisterschaft ist, mutet der Zuspruch doch etwas mager an. Der Hallensprecher versäumte es dann auch nicht, darauf hinzuweisen, dass die Nendinger immer über 1000 Zuschauern bei ihren Heimkämpfen begrüßen können.

Besonders freundlich wurde Marc Buschle von den Ringern und Zuschauern in Aalen begrüßt. Von 2000 – 2006 hatte er ja bekanntlich für den KSV Aalen gerungen und in dieser Zeit auch für die Ostälbler den deutschen Mannschaftsmeistertitel miterrungen. Welche Beliebtheit er dabei erworben hat, zeigt die Reaktion eines jungen Aalener Zuschauers bei Beginn des Kampfes von Marc Buschle gegen Emzarios Bentinidis: „Ich glaube in dem Kampf bin ich für den Marc.“

Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Aalenern und den Nendingern zeigten sich auch nach dem Kampf beim gemeinsamen Essen in der Gaststätte des Aalener Trainers und früheren Ringers Anton Nuding. Als Anton Nuding nach einer spendierten Runde in einem Trinkspruch den erstaunlichen Aufschwung und das gute Auftreten der Nendinger würdigte, wurde er von einem der Gäste launig ergänzt: „Aber ihr habt euch heute Abend auf der Matte auch ganz gut gehalten.

“Viele der Ringer, die jetzt über drei Monate hinweg durch hartes Training, schwere Wettkämpfe und vor allem kräftezehrendes Gewichtmachen an ihre Leistungsgrenzen herankommen, sehnen sich nach dem Ende der Mannschaftsrunde. Am kommenden Samstag aber wollen die Nendinger Ringer noch einmal ihr Bestes geben, wenn in der Tuttlinger Mühlauhalle der letzte Heimkampf des ASV gegen den Tabellenführer vom SV Wacker Burghausen steigt. Trotz vieler anstehender anderer Veranstaltungen wird auch hier wieder mit einer großen Zuschauerkulisse gerechnet, denn für viele sind diese Bundesligakämpfe zu einem gesellschaftlichen Muss geworden. Und auch TUTicket will beim letzten Ringerzug dieses Jahres wieder mit einer besonderen Aktion aufwarten.

Mattensplitter 8

Artikel vom 25.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 3775, Kommentare: 0

Emotionen pur und Nervenkitzel bis zur letzten Sekunde gab es am Samstag in der Dewanger Wellandhalle beim Bundesligakampf der Ringer zwischen der KG Dewangen und dem ASV Nendingen. Die Anhänger beider Lager wurden in ein wahres Wechselbad der Gefühle getaucht. Waren es zunächst vor allem die rund 70 Nendinger, die nach den ersten drei Kämpfen euphorisch die Nendinger Führung mit 11:1 feierten, dann dominierten im Verlauf der Begegnung mehr und mehr die über 600 Anhänger der Gastgeber, die ihre Ringer bei der Aufholjagd lautstark unterstützten. Oft war es aber schwer auszumachen, ob die Anfeuerung nun beispielsweise „Eddi“ (Barsegjan) oder „Semih“ (Bosyan) galt, und im letzten Kampf war fast ein Gleichklang von „Ronny“ (Sauter) und „Baschti“ (Bentz) zu hören. Zwar waren es am Ende die Dewanger, die ihre Mannschaft und den Sieg begeistert feierten, aber bei den Nendingern machte die anfängliche Enttäuschung über die knappe und unglückliche Niederlage schnell Platz für den Stolz auf die Leistung der eigenen Mannschaft und für die Freude über einen denkwürdigen Ringsportabend, bei dem der ASV Nendingen auf der Matte und neben der Matte eine gute Figur abgegeben hatte.

 

Einen Zwiespalt der Gefühle gab es auch für Ronny Sauter, den „Helden“ der Heimmannschaft mit seinem in letzter Sekunde errungenen Sieg. Nicht erst seit den Einsätzen seines Bruders Rando beim ASV ist er vielen Nendingern freundschaftlich verbunden. Immer wieder sprudelte es nach Kampfende aus ihm heraus: „Ich hätte euch den Sieg wirklich gegönnt, aber ich wollte nicht wieder 2:3 verlieren.“ Und in der Tat stand ja für Dewangen auch sehr viel mehr auf dem Spiel als für die Gäste. Nur mit einem Sieg konnten sie ihr Saisonziel des Einzugs in die Endrunde sichern.

Einen ähnlichen Zwiespalt musste Kampfrichter Michael Faller (Neuss) nach dem Kampf eingestehen. Im Gespräch mit Trainer Volker Hirt erläuterte er noch einmal seine Entscheidung beim entscheidenden Zwiegriff nach dem Gleichstand nach 5 Runden im letzten Kampf. „Vielleicht wäre ein Losentscheid hier besser gewesen, aber ich musste mich eben für einen der beiden praktisch ebenbürtigen Ringer entscheiden.“ Es spricht für die sportliche Haltung der Nendinger, dass sie diese Entscheidung und die entgangenen Siegchance ohne großen Protest hinnahmen.

 

Mattensplitter 7

Artikel vom 12.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 4090, Kommentare: 0

Der vergangene Samstag war für alle drei Ringermannschaften des ASV Nendingen ein sehr erfolgreicher Kampftag. Die Bundesligamannschaft hat mit dem klaren Sieg in Nürnberg einen ganz großen Schritt zum Erreichen des Saisonziels, dem Klassenerhalt, geschafft. Die Nendinger Zweite hat mit dem Sieg gegen den direkten Verfolger SG Weilimdorf wohl endgültig den dritten Aufstieg in Folge, nun in die Verbandsliga, sicher. Aber die Mannschaft will nicht nur den Aufstieg, sondern möchte unbedingt den Meisterschaftswimpel der Landesliga nach Nendingen holen.
Und die Jugendmannschaft liegt nach einem hart erkämpften Erfolg mit 22:16 gegen den KSV Taisersdorf weiter mit drei Punkten Vorsprung auf die KG Baienfurt an der Tabellenspitze der Bezirksliga B. Bei nur noch zwei ausstehenden Kämpfen bedeutet das praktisch den Einzug in die Endrunde um die Bezirksmeisterschaft. Beim letzten Kampf setzten übrigens die Brüder Steffen und Tim Baur sowie ihr Cousin Robin Baur ihre makellose Bilanz von acht Siegen in Folge fort. Man kann auch hier wieder die Gültigkeit des Sprichwortes vomApfel, der nicht weit vom Stamm fällt, feststellen, denn ihre Väter Markus und Roland gehörten mit ihrem leider früh verstorbenen Bruder Hubert einst selber zu den großen Talenten des ASV Nendingen. Und sie zählen wie beisipielsweise die ehemaligen erfolgreichen Ringer Adolf Rutschmann, Oswald Buschle, Gerd Reichle oder Arthur Behr zu den Betreuern des Nendinger Nachwuchses, die gemeinsam mit Chefnachwuchstrainer Semih Bosyan und neuerdings auch Ghenadie Tulbea sich um die hoffnungsvollen Talente kümmern.
Da ist es kein Wunder, dass es jetzt beim ASV Nendingen Überlegungen gibt, für die nächste Saison die Aufstellung einer dritten Aktivenmannschaft einzuplanen. So könnten einige jüngere Ringer vermehrte Chancen auf Wettkampfpraxis in der Aktivenklasse erhalten und so die Ringerbasis zu erweitern.
Hervorragend sieht es derzeit für die Aktiven des ASV auch bei einem Blick auf die aktuellen Bestenlisten aus. In der 1. Bundesliga Süd steht unter den 147 bisher eingesetzten Ringern Ghenadie Tulbea an erster Stelle. Obwohl er ja einen Kampf aussetzte, führt er die Liste mit 9:0 Siegen und 35:2 Punkten vor allen anderen Assen an. Auf Platz sechs schon wird auch Marc Buschle geführt mit einem Siegverhältnis von 8:2 und 30:8 Punkten.
Aber auch in der Landesliga ist Martin Hirt unter 133 Ringern auf Platz drei mit 9:0 Siegen und 33:0 Punkten ohne Rundenverlust hervorragend platziert. Und auch Valentin Lupu zählt mit 7:1 Siegen und 27:4 Punkten als Neunter noch zu den Top Ten.

Mattensplitter 6

Artikel vom 14.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 3211, Kommentare: 0

Die Resonanz auf die Atmosphäre und die Präsentation der Heimkämpfe des ASV Nendingen in der 1. Bundesliga ist offensichtlich bemerkenswert. Alle bisherigen Gastmannschaften zeigten sich außerordentlich beeindruckt von der großen Zuschauerkulisse und der Art und Weise, wie hier der Ringkampfsport inszeniert wird. Trainer wie Christian Kloucek vom SC Anger oder Hüseyin Karaman vom KSV Aalen waren sich einig, dass sie so etwas bisher nur ab und zu in Endkämpfen der Bundesliga gesehen hatten. Ein weiteres Beispiel für die Anerkennung von außen ist der jüngste Bericht in der Schwäbischen Zeitung von Aalen, in dem in Bezug auf den Kampf des ASV gegen Aalen von „einem grandiosen Ringsportabend“ gesprochen wird. „Sage und schreibe 1 200 Zuschauer“ hätten „packende Mattengefechte“ erlebt“. Und Aalener Ringer seien „begeistert von der großen, sportlich fairen Zuschauerkulisse“ gewesen. Da übt sich die heimische lokale Presse eher in vornehmer Zurückhaltung und räumt beispielsweise dem Fußballspiel der Bezirksliga zwischen dem SV Wurmlingen und dem SC 04 Tuttlingen (250 Zuschauer) einen zumindest umfangmäßig wesentlich höheren Stellenwert ein als diesem Höhepunkt der Heimkämpfe in der 1. Bundesliga.

Nicht sehr positiv wurde am Samstag die kurzfristige Absage des KSV Gottmadingen für den Kampf ihrer Jugendmannschaft gegen den ASV Nendingen in der Mühlauhalle aufgenommen. Erst knapp zwei Stunden vor dem vorgesehenen Kampfbeginn wurde der ASV darüber telefonisch informiert, dass man nur 5 Jugendringer habe und auch nicht zu einem Freundschaftskampf kommen könne. Eine ganze Reihe von Zuschauern, die vor den Kämpfen der 1. und 2. Mannschaft auch gern diese immer wieder reizvollen Jugendkämpfe um 16.30 Uhr ansehen wollten, waren darüber natürlich nicht sehr begeistert. Dieser Vorfall wird die freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem KSV Gottmadingen und dem ASV Nendingen nicht trüben, aber eine frühere Information wäre doch hilfreich gewesen.

Mattensplitter 5

Artikel vom 22.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 3645, Kommentare: 0

Drei Mannschaften liegen im Augenblick mit je zwei Niederlagen am Ende der Tabelle der 1. Bundesliga Süd. Nicht überraschend mit dabei sind der SV Johannis Nürnberg und der Aufsteiger ASV Nendingen, sehr überraschend allerdings auch der KSV Aalen 05. Und so kann es nicht verwundern, dass die Stimmungen auch sehr unterschiedlich sind. Bei den Nendingern ist nach wie vor eine geradezu euphorische und zuversichtliche Stimmungslage dominierend, weil man sich bisher über Erwarten gut präsentieren konnte. Bei den Nürnbergern, dem nächsten Gegner der Nendinger an diesem Samstag, ist nach der Nichtzulassung ihrer drei ausländischen Neuzugänge die anfängliche Niedergeschlagenheit einer Trotzreaktion des „jetzt erst recht“ gewichen. Obwohl sie sich am Wochenende gegen Hallbergmoos geschlagen geben mussten, sprach eine Nürnberger Zeitung von „einer Niederlage, die Mut macht“. Und Trainer Christian Graupeter bewunderte die Moral seiner Mannschaft und lobte sein junges Team: „Wir haben uns super verkauft“.

Ganz anders die Stimmung beim KSV Aalen 05, der vor der Saison seine Meisterschaftsambitionen unterstrichen hat und gleich neun neue Klasseleute verpflichtet hat. Nach der überraschenden Heimpleite gegen Wacker Burghausen war man vor dem Kampf in Anger noch sehr zuversichtlich. Nach der neuerlichen Niederlage gegen den ersten Gegner der Nendinger ist nun aber offensichtlich Katzenjammer und Sprachlosigkeit eingekehrt. Auch zwei Tage nach dem Kampf war auf ihrer Homepage noch kein Bericht über den Kampf in Anger zu finden.

Gesänge und Sprechchöre von Sportfans können manchmal ja sehr gewöhnungsbedürftig sein. Oft kann man aber auch eher originelle und witzige Parolen hören. Zu dieser Spezies gehört wohl auch das, was die Nendinger ASV-Supporters am Samstag in Freiburg skandierten. Als der Freiburger Viktor Reh im Kampf gegen das Nendinger Ass Marc Buschle eher die Flucht suchte und nur sehr defensiv und zurückhaltend kämpfte, reagierten die Nendinger in Anspielung auf seinen Namen mit dem Sprechchor: “Du willst ein Hirsch sein und bist doch nur ein Reh“:

Mattensplitter 4

Artikel vom 16.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 3502, Kommentare: 0

Das Landgericht Dortmund hat am Freitag einen Antrag auf Einstweilige Verfügung des SV Johannis Nürnberg abgelehnt. Der DRB hatte den Nürnbergern keine Lizenz für ihre neuverpflichteten Ausländer erteilt, da die entsprechenden Anträge nicht ordnungsgemäß eingereicht worden waren. Mit ihrem Antrag wollten die Franken nun doch deren Einsatz erzwingen, scheiterten damit aber auch vor dem Gericht. Damit ist klar, dass die Ungarn Andras Horvath  und Lajos Virag sowie der Rumäne Yvgenyi Valentir in dieser Saison nicht eingesetzt werden dürfen. Trotz zwischenzeitlichen Überlegungen ihre Mannschaft zurückzuziehen, wollen die Nürnberger aber nun die Bundesligasaison mit ihren bisherigen deutschen Ringern durchziehen. Wie schwer das werden wird, ist am letzten Samstag bei der klaren Niederlage gegen  die KG Dewangen deutlich geworden. Die Nürnberger dürfen dennoch aber keineswegs unterschätzt werden. Immerhin haben sie mit dem deutschen Meister Tim Schleicher, der in diesem Frühjahr bei der EM gegen Ghenadi Tulbea gar zum Schultersieg kam, und mit mehreren deutschen Jugendmeistern herausragende Talente in ihren Reihen. Auch ohne Ausländer haben sie im letzten Jahr den Klassenerhalt gegen den TUS Adelhausen geschafft. Der ASV Nendingen ist also gewarnt. Die Chancen auf den Klassenerhalt sind mit dieser Entwicklung natürlich zwar gestiegen. Aber die Nürnberger müssen erst einmal besiegt werden.

Mattensplitter 3

Artikel vom 14.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 3419, Kommentare: 0

Der erste Kampftag in der 1. Bundesliga Süd hat gleich mit zwei faustdicken Überraschungen begonnen. Zwei der klaren Favoriten haben schon zum Auftakt Heimniederlagen einstecken müssen. Der KSV Aalen 05 unterlag unerwartet gegen den SV Wacker Burghausen mit 21:22 Punkten und noch sensationeller ist die Heimniederlage des SV Hallbergmoos, die gegen die RKG Freiburg 2000 mit 16:18 Punkten den Kürzeren zog. Kurios, dass in beiden Begegnungen die Heimmannschaft zwar jeweils sechs Kämpfe gewann, die Gäste bei nur vier Siegen aber durch Rundengewinnen in den verlorenen Kämpfen dennoch die entscheidenden Punkte für den Mannschaftssieg einfahren konnten. Für Nendingen besonders interessant ist natürlich der unerwartet starke Auftritt der Freiburger in Hallbergmoos. Denn der ASV Nendingen ist am kommenden Samstag, 20.September in Freiburg zu Gast und muss sich nun natürlich auf einen noch stärkeren Gegner als eigentlich erwartet einstellen.  Aufmerksam verfolgt man in Nendingen natürlich auch die Auftritte des SV Johannis 07 Nürnberg, der so wie die Nendinger um den Klassenerhalt bangen muss. Wie fast schon erwartet mussten die Nürnberger im ersten Kampf ohne ihre ausländischen Neueinkäufe antreten, für die sie zu spät die Unterlagen für eine DRB-Lizenz eingereicht hatten. So waren sie gegen die KG Dewangen im ersten Heimkampf beim 1:34 völlig chancenlos. 

 

Mattensplitter 2

Artikel vom 10.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 3652, Kommentare: 0

Der ASV Nendingen ist stolz darauf, mit Natalie Greiner eine der jüngsten Kampfrichterinnen in Deutschland aufbieten zu können. Die 20-Jährige war bisher schon bei mehreren Jugendturnieren im Einsatz. Am Samstag hatte sie nun ihre erste große Bewährungsprobe in der Mannschaftsrunde der Aktiven. Beim Kampf in der Bezirksklasse zwischen dem AB Wurmlingen und dem KSV Tennenbronn III ließ sie sich keine Nervosität anmerken. Die Tochter des ASV-Webmasters zeigte eine souveräne Leistung und leitete die Begegnung ohne Probleme. Glückwunsch Natalie!

Marc Buschle, der Starringer des ASV Nendingen, ist derzeit bei der Militär-WM im kroatischen Split im Einsatz. Nach einem leichten operativen Eingriff konnte er zwar nicht selbst auf die Matte, hatte aber eine wichtige Aufgabe als Betreuer der deutschen Ringer. Er wird am Dienstag zurückkehren und brennt genauso wie seine ASV-Mannschaftskollegen auf seinen ersten Kampf in der 1. Bundesliga im Trikot des ASV Nendingen am 13. September.
 

Mattensplitter 1

Artikel vom 05.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 3715, Kommentare: 0

Wie das Sportgericht des DRB diese Woche mitteilte, ist ein Verwaltungsentscheid vom 10. Juli aufgehoben. Danach darf der KSV Aalen 05 doch all seine Neuerwerbungen ab 13.09. in der Bundesliga einsetzen. Ursprünglich hatte der DRB beanstandet, dass die Aalener mehrere ihrer Zugänge, darunter auch Andreas Deberny (früher ASV 97 Tuttlingen), nicht rechtzeitig an- oder abgemeldet hätten.

Heinz Marnette (SC Anger) hat am Mittwoch bei den Militärweltmeisterschaften die Bronzemedaille geholt. Der diesjährige deutsche Meister kehrte zur neuen Saison von Ketsch zu seinem Heimatverein zurück. Er wird am kommenden Samstag, 13. September, in der Mühlauhalle in der Klasse 66 kg G für seinen neuen Verein gegen den ASV Nendingen auf der Matte stehen.