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Vorbericht: SV Johannis Nürnberg - ASV Nendingen

Artikel vom 06.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 2529, Kommentare: 0

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Viele in Nendingen haben auch nach der Niederlage gegen Freiburg allen Grund stolz zu sein. Stolz auf eine Leistung des ASV Nendingen, die man vor der Saison so nicht erwarten durfte. Ob Ringer, Trainer, Funktionäre, Helfer oder Zuschauer, - sie alle haben Anteil an dem, was der ASV in dieser ersten Bundesligasaison auf die Beine gestellt hat.
Zwar hat man bisher weiterhin erst einen Sieg auf der sportlichen Habenseite. Dennoch hat sich die Mannschaft in fast allen Kämpfen bisher auf Augenhöhe mit den etablierten Mannschaften der Liga präsentiert. Das hat sich auch am letzten Samstag bei der knappen Niederlage gegen Freiburg wieder bestätigt. Und noch etwas wurde hier wieder deutlich. Kein anderer Verein in der Ringerbundesliga in Deutschland kann derzeit offensichtlich den Ringern eine derart imposante Kulisse bieten wie der ASV Nendingen.
So wie die Freiburger war bisher jeder Gastverein des Lobes voll über das Umfeld, das in der Mühlauhalle den Ringern das Herz höher schlagen lässt.
Und was die sportliche Seite angeht, so könnte am Samstag mit einem Erfolg in Nürnberg die Siegesbilanz etwas verbessert werden. Die Nendinger gehen beim noch sieglosen Tabellenletzten als Favorit auf die Matte. Allerdings sind die Franken nun in der Rückrunde deutlich stärker einzuschätzen als vorher, so dass die Fahrt nach Nürnberg kein Spaziergang werden wird.
Der Höhepunkt dieser Begegnung wird sicherlich der Kampf zwischen dem noch unbesiegten Ghenadie Tulbea (60 kg) und dem für Nürnberg ringenden deutschen Meister Tim Schleicher werden. Tim Schleicher kann nun in der Rückrunde in seiner Stilart antreten. Im Frühjahr hat er den Nendinger bei den Europameisterschaften besiegen können. Aber Ghenadie Tulbea wird versuchen auch in Nürnberg seine makellose Bilanz fortzusetzen. Aufpassen muss auch Adrian Ozsda. Im Vorkampf konnte er Sebastian Krieger besiegen. Der hat aber in den letzten Wochen mit zwei sensationellen Schultersiegen gegen die beiden besten Ringer der Liga in der Klasse bis 74 kg aufhorchen lassen. Erst schulterte er Eduard Kratz in Freiburg und nun machte er dasselbe mit dem lettischen Olympiateilnehmer Alexander Kazakevic in Hallbergmoos. Mal sehen, ob Adrian Ozsda diesen Aufwärtstrend stoppen kann. Auch Florian Schwarz muss sich vorsehen, denn der erstmals eingesetzte Marc Pöhlmann ist in Hallbergmoos dem Favoriten Steffen Lübke nur ganz knapp unterlegen. Vielleicht kann sich andererseits Semih Bosyan für seine knappe Vorkampfniederlage gegen Marco Greifelt revanchieren.
Die Nendinger werden sich sicher schwerer tun als beim klaren Heimsieg, sollten bei normalem Kampfverlauf aber doch beide Punkte mit nach Hause nehmen und damit wohl endgültig den Klassenerhalt zementieren.
Für Fans besteht wieder nach vorheriger Anmeldung eine Mitfahrmöglichkeit im Mannschaftsbus (Abfahrt 12.30 Uhr).

Katgeorien

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