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Halbzeitbilanz der Nendinger Ringer

Artikel vom 29.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 2208, Kommentare: 0

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In den meisten Ringerligen ist die Vorrunde jetzt abgeschlossen oder hat bereits die Rückrunde begonnen. Besonders für den ASV Nendingen ist das nach dem neuerlichen Aufstieg beider Aktivenmannschaften die Zeit, um Bilanz zu ziehen und Prognosen und Erwartungen zu überprüfen. Von den drei gemeldeten Mannschaften haben die Jugend und die zweite Mannschaft als momentane Tabellenführer die Erwartungen voll und ganz erfüllt. Der Nachwuchs rückt mit seinen 16 bisher eingesetzten Talenten in der Bezirksliga B immer mehr in den Vordergrund. Die Leistungsfortschritte durch die guten Trainingsbedingungen und die engagierte Arbeit der Betreuer sind unübersehbar. Hier wächst eine neue Ringergeneration heran, die für die Zukunft viel Positives verspricht. Das wurde auch am letzten Samstag deutlich, als die KG Baienfurt überraschend deutlich mit 29:13 und die TG Stockach mit 28:12 besiegt wurden. Der Einzug in die Endrunde der Bezirksmeisterschaft scheint in greifbarer Nähe.

Genauso positiv muss man die bisherigen Erfolge des ASV Nendingen II würdigen. Nach dem direkten Durchmarsch von der Bezirksklasse über die Bezirksliga in die Landesliga steht man nun schon wieder ungeschlagen an der Tabellenspitze. Der dritte Aufstieg in Folge in die Verbandsliga scheint auch hier vorprogrammiert. Nicht weniger als 21 Ringer sind bisher in der Nendinger Zweiten eingesetzt worden. Dabei reicht die Bandbreite vom Jungtalent Pascal Lang bis hin zum Altmeister Andreas Kosing. Die Erweiterung des Kaders und der Austausch von Ringern zwischen Bundesliga- und Landesligateam haben sich voll bewährt. Der von Trainer Volker Hirt schon vor drei Jahren gewünschte starke Unterbau für die Erstligamannschaft scheint Wirklichkeit zu werden.

Mit der Tabellenführung kann die erste Mannschaft in der 1. Bundesliga Süd natürlich nicht aufwarten. Aber dennoch hat gerade auch der letzte Kampf beim Tabellenzweiten SC Anger gezeigt, dass die vor Jahresfrist von vielen Beobachtern geäußerte Befürchtung, man werde in der 1. Bundesliga zum billigen Kanonenfutter für die Spitzenteams, sich überhaupt nicht bestätigt hat. Der Klassenerhalt scheint absehbar. Schon an diesem Samstag will man sich im drittletzten Heimkampf der Saison gegen die RKG Freiburg für die äußerst knappe Vorrundenniederlage revanchieren. Ein möglicher Sieg würde noch deutlicher dokumentieren, dass der Abstand zu den etablierten Bundesligamannschaften gar nicht so groß ist. Ein Abstand der ganz anderen Art hat sich allerdings in den bisherigen Heimkämpfen in der Mühlauhalle gezeigt. Alle Gäste waren sich einig, dass die Art der Präsentation der Kämpfe hier in der 1. Bundesliga Süd Spitze ist. Auch was die Zuschauerzahlen angeht, kann kein anderer Verein auch nur annähernd den Zuspruch des ASV Nendingen erreichen. Die ersten Heimkämpfe wurden durchschnittlich von etwa 1 200 Zuschauern besucht. Der Lokalschlager zwischen dem KSV Aalen und der KG Dewangen hatte im Vergleich dazu mit 670 Zuschauern die ansonsten stärkste Kulisse. Natürlich ist diese ganze Organisation nur mit einer enormen Anzahl von freiwilligen Helfern des ASV zu bewältigen. Bleibt zu hoffen, dass ihr Engagement auch in den letzten drei Heimkämpfen durch eine entsprechende Resonanz belohnt wird. Das „Abenteuer erste Liga“ scheint für den ASV Nendingen auf jeden Fall zu einem bisher gelungenen Experiment  zu werden.

Katgeorien

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