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Vorbericht: ASV Nendingen - SV Weingarten
Artikel vom 30.10.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 370, Kommentare: 0
ASV Nendingen vor Spitzenkampf gegen den SV Germania Weingarten
Mit dem SV Germania Weingarten stellt sich am Samstag, 31. Oktober, einer der erklärten Favoriten für die diesjährige deutsche Mannschaftsmeisterschaft in der Mühlauhalle vor. Die Nordbadener hatten schon in der letzten Saison das Halbfinale erreicht und wollen nun zumindest ins Finale vorstoßen. Sie haben bisher erst eine Niederlage gegen den amtierenden Meister KSV Köllerbach hinnehmen müssen und gelten nun im letzten Kampf der Vorrunde gegen den ASV Nendingen natürlich als klare Favoriten. Der ASV Nendingen hat seinerseits bisher mit vier Siegen sehr positiv überrascht. Und die Ringer um Trainer Volker Hirt wollen nun auch im Kampf gegen Weingarten ihr hohes Leistungspotential und ihr gesteigertes Selbstbewusstsein vor heimischem Publikum demonstrieren.
Dabei hat dieser Spitzenkampf für drei ASV-Aktive eine ganz besondere Bedeutung. Denn sowohl Trainer Volker Hirt als auch Sergios Solontkis und Ghenadie Tulbea waren in früheren Jahren für den SV Germania Weingarten sehr erfolgreich aktiv. Ghenadie Tulbea rang dort 8 Jahre lang und wurde bei seinem Weggang nach Nendingen als „bester Freistilringer, den Weingarten je hatte“ gewürdigt. Und auch Sergios Solontkis verlor dort in 2 Jahren Bundesliga nur insgesamt drei Kämpfe. Sie alle werden nun in der Mühlauhalle also besonders motiviert sein, wenn es darum geht, sich gegen den alten Verein zu beweisen. Dabei werden sie allerdings nicht viele ihrer früheren Mannschaftskollegen wiederfinden. Die Nordbadener haben allein für diese Saison neun neue hochkarätige Ringer dazu gewonnen und haben die Auswahl aus mindestens 20 absoluten Spitzenringern.
Da gilt es für die Nendinger sich gegen diese Weltklasseleute zu behaupten und doch auch für die eine oder andere Überraschung zu sorgen. Auch die Gäste schätzen die Nendinger nach Aussage des SV-Vorsitzenden Ralph Oberacker als „eine richtig starke Truppe“ ein, gegen die sie aber bei „aller Freundschaft doch mit aller Macht gewinnen wollen“. Da sind in der Tat hoch interessante Kämpfe auf der Matte zu erwarten, aber auch die Fans der Nordbadener werden zahlreich und bekannt lautstark ihre Ringer unterstützen. So wird es also wohl auch auf den Rängen zu einem Wettstreit der Anhänger beim Anfeuern ihrer jeweiligen Ringer kommen.
Schon der erste Kampf zwischen Ghenadie Tulbea und Christoph Ewald verspricht sehr interessant zu werden und der sympathische Moldawier wird sicher versuchen, den ASV-Anhängern einen Sieg zu präsentieren. Von großer Brisanz wird auch das Duell zwischen Marc Buschle und dem DM-Zweiten Johannes Kessel werden. Kessel hat am vergangenen Samstag den deutschen Meister Stefan Kehrer besiegt. Wird sich Marc Buschle gegen ihn behaupten können? Der bisher unbesiegte Eduard Kratz wird es auf jeden Fall mit seinem bisher stärksten Gegner zu tun haben. Falls nicht der deutsche Meister Adam Juretzko das Gewicht bringen sollte, dann kommt mit dem ungarischen Ringer Ionel Puscasu ein weiteres großes Kaliber. Nicht ganz chancenlos ist vielleicht auch Baris Diksu, der es entweder mit dem DM-Zweiten Lukas Höglmeier oder dem rumänischen EM-Dritten von 2006, Florin Gavrila, zu tun hat. Das gleiche gilt für Sergios Solontkis gegen Rene Zimmermann und Andreas Miekeley gegen Ivamn Nemeth oder Rolf Linke.
Wohl unlösbar sind aber die Aufgaben für die anderen Nendinger gegen absolute Weltklasseleute. Auf Florian Schwarz wartet entweder der Ungar Gergö Wöller oder der Albaner Sahit Prizreni. Benjamin Raiser trifft auf den Rumänen Ionel Panait oder den Ukrainer Oleg Boikow. Und Bastian Bentz wird wohl mit Andrej Stadnik den amtierenden Europameister und Silbermedaillengewiner von Peking vorgesetzt bekommen. Der wohl unbezwingbare Gegner von Kosta Karpouzas könnte der zweifache ungarische Europameister Arpad Ritter oder Konstantin Völk sein.
Auch wenn also eine Niederlage für Nendingen vorprogrammiert zu sein scheint, so können sich die Zuschauer auf jeden Fall auf zehn hochkarätige und spannende Kämpfe freuen. Da alle anderen Nendinger Mannschaften auswärts beschäftigt sind, wird es keinen Vorkampf geben. Es lohnt sich aber bei dem zu erwartenden Andrang recht früh zu kommen. Schon um 18.45 Uhr findet in der Halle das öffentliche Wiegen und Vorstellen der Kämpfer statt. Bis zum Einmarsch der Mannschaften um 19.20 Uhr sind auf der Leinwand dann frühere Bundesligakämpfe des ASV Nendingen zu sehen.
RG Hausen-Zell - ASV Nendingen 13:23
Artikel vom 25.10.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 363, Kommentare: 0
ASV Nendingen siegt nach begeisterndem Kampf auch in Hausen-Zell
Die Ringer des ASV Nendingen haben am Samstag bei der RG Hausen-Zell ihren vierten Sieg in dieser Bundesligasaison errungen. Mit 23:14 Punkten entführten sie beide Punkte aus dem Wiesental. Die Trainer beider Mannschaften waren sich absolut einig: „Das war ein toller Ringsportabend, mit dem eigentlich alle hoch zufrieden sein müssen.“ Auch der RG- Kassier konnte sich freuen, denn von den 450 Zuschauern kam sicher mindestens ein Viertel aus dem Donautal. Und die ASV-Fans dominierten in der Stadthalle von Zell sogar stimmungsmäßig eindeutig.
Das war auch ein wichtiger Pluspunkt, denn so eindeutig war der Kampfverlauf wirklich nicht. Eugen Hirt, Co-Trainer Freistil, der seinen beruflich verhinderten Sohn Volker am Mattenrand vertrat, sprach dann auch in der Pressekonferenz von der nervlichen Anspannung, die seine Ringer unter dem Druck als Favoriten verspürten. So war schließlich bei einem Pausenstand von 10:8 für Nendingen noch nichts entschieden. Letztendlich aber setzten sich die Gäste nach spannenden und hochklassigen Duellen doch klar durch.
Ghenadie Tulbea (55 kg) sorgte für die erhoffte Führung, obwohl sich der junge Manuel Wolfer mit einer defensiven Einstellung aber taktisch erfolgreich gegen eine Vier-Punkte-Niederlage wehrte.
Markus Eichin, der „Bär“ aus dem nur 4 Kilometer von Zell entfernten Gresgen, feierte einen gelungenen Saisoneinstand in der Bundesliga. Gegen den WM-Starter Oliver Hassler hätte er dabei im eher ungeliebten griechisch-römischen Stil fast sogar die 1. Runde gewonnen, musste sich dann aber doch in 3 ganz engen Runden nach Punkten geschlagen geben.
Baris Diksu (60 kg) ließ sich zwar in der 2. Runde einmal von einer Dreier-Wertung des Rumänen Mihai Ungureanu überraschen, ansonsten aber sicherte er mit einer wiederum starken Leistung mit spektakulären Aktionen sogar einen Überlegenheitssieg.
Für eine sehr positive Überraschung sorgte wieder Marc Buschle (96 kg). Nach seinem nicht zu erwartenden Sieg gegen Seeheim am letzten Samstag siegte er nun nach einer taktisch hervorragenden Leistung auch in Zell gegen das RG-Ass Sven Kiefer. Nach einem sehr ausgeglichenen Kampf zweier Spitzenringer setzte er sich in jeder der 3 Runden knapp aber clever gegen den DM-Dritten durch.
Eine eher unangenehme Überraschung erlebte Florian Schwarz (66 kg), der mit einer vielleicht zu offensiven Einstellung sich nach anfangs überlegen geführtem Kampf vom starken Schweizer Mike Mühlemann überrumpeln ließ und eine Schulterniederlage hinnehmen musste.
Nach der Pause brachte jedoch Sergios Solontkis (84 kg) die Nendinger endgültig zurück auf die Siegerstraße. Gegen den langen Florian Philipp setzte sich der routinierte Grieche souverän nach Punkten durch.
Ähnlich stark auch wieder die Vorstellung von Benjamin Raiser (66 kg), der sich vom ruppigen Kampfstil von Simon Waßmer nicht beirren ließ und die Nendinger Führung auf beruhigende 16:8 Punkte ausbaute.
Sehr viel mehr Mühe als ihm wohl lieb war, hatte der mehrfache rumänische Meister Adrian Recorean (84 kg) mit Konstantinos Karpouzas. Ständig im Angriff setzte „Kosta“, von den ASV-Fans begeistert angefeuert, den Favoriten arg unter Druck und musste sich letztlich nur ganz knapp mit insgesamt 2:3 Wertungspunkten geschlagen geben.
Der emotionale Höhepunkt des Abends war dann das Duell zwischen Bastian Bentz (74 kg) und Axel Sutter. Der Nendinger schien gegen den RG-Routinier nach vielen Wertungen im Bodenkampf nach zwei Runden schon auf dem Weg zu einem sensationellen Überlegenheitssieg zu sein. Doch dann setzte sich der „Kämpfer“ Sutter mit einer veränderten Einstellung und ständigen Beinangriffen doch noch mit 3:2 Runden gegen Bastian Bentz durch, der geschwächt durch das Gewichtmachen trotz hervorragendem Einsatz letztlich dem Druck seines Gegners Tribut zollen musste.
Absolut souverän zum Abschluss dann wieder die Vorstellung von Eduard Kratz (74 kg) gegen Matthias Philipp. „Ede“ behielt mit einem nie gefährdeten Überlegenheitssieg ungeschlagen seine „weiße Weste“ in dieser Saison und stellte damit nach einem denkwürdigen Abend den Endstand von 23:13 für die Gäste her.
Der Kampfverlauf (Hausen-Zell zuerst genannt): 55 kg (F): Manuel Wolfer – Ghenadie Tulbea 0:3 (PS 0:1/0:2/1:6). – 120 kg (G): Oliver Hassler – Markus Eichin 3:0 (PS 2:0/1:0/1:0). – 60 kg (G): Mihai Ungureanu – Baris Diksu 1:4 (TÜ 0:6/3:2/1:2/0:5). – 96 kg (F): Sven Kiefer - Marc Buschle 0:3 (PS 0:1/1:1/0:1). – 66 kg (F): Mike Mühlemann – Florian Schwarz 4:0 (SS bei 0:1/4:1/4:0). – 84 kg (G): Florian Philipp – Sergios Solontkis 0:3 (PS 0:4/0:1/0:4). – 66 kg (G): Simon Waßmer – Benjamin Raiser 0:3 (PS 0:1/0:1/0:2). – 84 kg (F): Adrian Recorean – Konstantinos Karpouzas 3:1 (PS 1:0/0:1/1:1/1:0). – 74 kg (F): Axel Sutter – Bastian Bentz 3:2 (PS 4:11/1:8/1:0/2:1/3:0). – 74 kg (G): Matthias Philipp – Eduard Kratz 0:3 (TÜ 0:6/0:3/0:6). Endstand: 14:23.
ASV Nendingen - KSV Seeheim 29:13
Artikel vom 18.10.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 305, Kommentare: 0
ASV Nendingen besiegt den KSV Seeheim unerwartet klar mit 29:13
Die Bundesligamannschaft des ASV Nendingen hat am Samstag in der mit 1 200 Zuschauern gefüllten Mühlauhalle über Erwarten stark aufgetrumpft. Gegen den bis dahin mit den Nendingern punktgleichen Aufsteiger gab es einen imponierenden Sieg mit 29:13 Punkten. Auch Trainer Volker Hirt hatte vorher mit einem sehr knappen Ergebnis gerechnet. Umso stolzer war er dann über den Triumph seiner durchweg überzeugenden Ringer.
Auch wenn man eigentlich aus der homogenen Mannschaft niemanden herausheben sollte, so stach an diesem Abend doch der sensationelle Schultersieg von Marc Buschle über den lettischen EM-Fünften Imants Lagodskis hervor. Trotz schmerzhafter Verletzung besiegte er in der 2. Runde seinen völlig verdutzten Gegner entscheidend und leistete damit einen wesentlichen Beitrag zur vorentscheidenden Pausenführung von 14:6. Die Nendinger liegen nach diesem Heimsieg mit 6:8 Punkten nur einen Rang hinter dem KSV Aalen auf Platz 6 der Bundesliga West und haben am nächsten Samstag die Chance, durch einen möglichen Sieg bei der RG Hausen-Zell sich endgültig im Mittelfeld zu etablieren.
Ghenadie Tulbea (55 kg) holte im ersten Kampf den erhofften und von den Fans lautstark eingeforderten Vier-Punkte-Sieg. Wie so oft begann er gegen den lettischen Meister Eduards Kucepalovs sehr ruhig, drehte dann aber in Runde 2 und 3 mit Angriffen wie aus dem Freistillehrbuch gewaltig auf und feierte gar einen Schultersieg. Andreas Miekeley (120 kg) beeindruckte bei seinem 3:0-Sieg gegen den körperlich sehr starken Tobias Bauer durch eine sehr kluge Kampfführung. Nachdem er sich per Durchdreher die 1. Runde gesichert hatte, überließ er dem Gast im Bodenkampf die Oberlage, die dieser aber zu keiner Punktewertung nutzen konnte. Einen sehr unbequemen Gegner hatte Baris Diksu (60 kg) in Timur Seidel. Nachdem der sich sogar zwei Runden gesichert hatte, drehte der gesundheitlich angeschlagene Nendinger den Kampf mit einer wahren Energieleistung doch noch in 5 Runden zu seinen Gunsten. Marc Buschle (96 kg) imponierte anschließend von Beginn an mit einer sehr couragierten und konzentrierten Ringweise. Obwohl er den ersten Durchgang unglücklich mit 0:1 abgab, ließ er sich nicht irritieren und überraschte den favorisierten Gast mit einem blitzschnellen Angriff, in dem er unter dem Jubelsturm der Zuschauer seinen Gegner auf die Schultern zwang. Einen schweren Stand hatte Florian Schwarz (66 kg) gegen den deutschen Vizemeister Michél Schneider. Nach verlorener 1. Runde suchte „Lotte“ sein Heil unverdrossen immer mehr in mutigen aber riskanten Griffaktionen, die der clevere Gast jedoch häufig gnadenlos konterte und Punkt um Punkt zum Überlegenheitssieg sammelte. Imponierend nach der Pause wieder die Vorstellung von Sergios Solontkis (84 kg). Gegen den ungarischen Meister Laszlo Antunovits gab er nur eine Runde ab, holte sich aber unter anderem mit 2 Dreier-Wertungen aus dem Stand den nicht unbedingt zu erwartenden deutlichen Punktsieg. Beeindruckend auch Einsatz und Kampfgeist von Benjamin Raiser, der sich immer besser in der neuen Klasse bis 66 kg etabliert. Gegen den gewiss nicht schlechten Cihan Görgü baute er mit seinem souveränen Punktsieg die Nendinger Führung auf 20:8 aus. Keine große Mühe hatte dann Konstantinos Karpouzas (84 kg), der gegen den sehr ruppig agierenden Stefan Hassenzahl nach klarer Überlegenheit sogar zum Schultersieg kam. Trotz seiner ganz knappen 2:3-Niederlage bot auch Bastian Bentz (74 kg) wieder eine glänzende Leistung. Martin Daum, 2007 WM-Starter für Deutschland, kam erst in Runde 4 und 5 mit gekonnten Ein-Bein-Angriffen zu den entscheidenden Punkten für seinen hauchdünnen Sieg. Einen absoluten Klassekampf sahen die Zuschauer in der letzten Begegnung zwischen zwei Spitzenringern im griechisch-römischen Stil. Wie sich Eduard Kratz (74 kg) dann doch noch in der 5. Runde gegen den bärenstarken ungarischen Meister Zoltan Lakatos durchsetzte, war wirklich Ringen vom Feinsten. Schade nur, dass der ansonsten insgesamt gut leitende Kampfrichter B.Vollmer (Mühlenbach) den vom Publikum geforderten Schultersieg von „Ede“ kurz vor Schluss nicht anerkannte.
Der Kampfverlauf (Nendingen zuerst genannt): 55 kg (F): Ghenadie Tulbea – Eduards Kucepalovs 4:0 (SS bei 3:0/6:0/3:0). – 120 kg (G): Andreas Miekeley – Tobias Bauer 3:0 (PS 2:0/1:0/1:0). – 60 kg (G): Baris Diksu – Timur Seidel 3:2 (PS 4:0/0:2/0:2/1:0/1:0). -96 kg (F): Marc Buschle – Imants Lagodskis 4:0 (SS bei 0:1/3:0). -66 kg (F): Florian Schwarz – Michél Schneider 0:4 (TÜ 2:4/0:6/0:5). – 84 kg (G): Sergios Solontkis – Laszlo Antunovits 3:1 (PS 6:1/1:0/0:1/2:0). – 66 kg (G): Benjamin Raiser – Cihan Görgü 3:1 (PS 3:0/0:2/1:0/2:1). – 84 kg (F): Konstantinos Karpouzas – Stefan Hassenzahl 4:0 (SS bei 7:0/6:0/3:0).- 74 kg (F): Bastian Bentz – Martin Daum 2:3 (PS 1:0/0:1/3:1/0:2/2:3). – 74 kg (G): Eduard Kratz – Zoltan Lakatos 3:2 (PS 1:3/4:0/3:0/0:1/3:0). Endstand: 29:13
KSV Köllerbach - ASV Nendingen 23:14
Artikel vom 11.10.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 236, Kommentare: 0
ASV Nendingen hält sich beim deutschen Meister KSV Köllerbach sehr achtbar
Der ASV Nendingen hat sich am Samstag beim deutschen Meister KSV Köllerbach bei einer Niederlage mit 14:23 sehr achtbar gehalten. Dabei war Trainer Volker Hirt kurzfristig zu einer Umstellung der Mannschaft auf 5 Positionen gezwungen worden. Eine kleine Grippewelle hatte zunächst Ghenadie Tulbea und dann auch Florian Schwarz und Marc Buschle erwischt. In der Klasse bis 55 kg trat deswegen Florin Matei im ungewohnten freien Stil an. Bastian Bentz und Konstantinos Karpouzas rückten jeweils eine Gewichtsklasse höher auf. Dafür sprang Dominik Hipp in der Klasse bis 74 kg ein. Als sich Ghenadie Tulbea am Samstag dann doch wieder etwas besser fühlte, füllte er kurz entschlossen die Lücke von Florian Schwarz und stellte sich zwei Klassen höher (66 kg) in den Dienst der Mannschaft. Dass sich die Nendinger gegen die Saarländer, die bis auf 3 Positionen in stärkster Aufstellung erschienen, dann doch sehr teuer verkauften, verdient allen Respekt. Zumal sich die Nendinger in mehreren Kämpfen vom Mattenleiter eklatant benachteiligt fühlten Bei einem Pausenstand von 10:9 konnte der Meister sich seiner Sache noch gar nicht sicher sein. Florin Matei und Andreas Miekeley hatten die Gäste gleich mal mit 7:0 in Führung gebracht.
Florin Matei (55 kg) hatte im Freistil nur in der 1. Runde noch Probleme mit Kevin Müller, kam aber schon in der nächsten Runde dann zum Schultersieg. Und Andreas Miekeley (120 kg) setzte sich gegen Kevin Arend in drei Runden ohne Punktverlust zu seinem hochverdienten ersten Saisonsieg durch. Dann aber fand der ebenfalls gesundheitlich angeschlagene Baris Diksu (60 kg) keine richtige Einstellung zu seinem Gegner. Venelin Venkov, EM-Zweiter 2006 und Olympia-Achter von Peking, demonstrierte vor allem in der 3. Runde mit einem überlegenen Sieg seine Zugehörigkeit zur Weltklasse. Wie schon in Mainz gewann Konstantinos Karpouzas (96 kg) die ersten beiden Runden und schien klar auf der Siegerstraße zu sein. Dann aber erlitt er eine Kopfverletzung, war kurz bewusstlos und musste Gabriel Seregelyi doch noch mit 2:3 den Sieg überlassen. Hervorragend hielt sich Ghenadie Tulbea (66 kg) gegen den körperlich klar überlegenen bulgarischen Junioren-Europameister von 2006, Ismail Redzhep, der in allen drei Runden nur ganz knapp und umstritten siegte. Ganz eng war auch der Kampf von Sergios Solontkis (84 kg) gegen Jan Fischer, den deutschen Meister und WM-Starter dieses Jahres. Der Nendinger hätte durchaus mindestens einen Rundengewinn verdient, musste sich aber nach einigen fragwürdigen Wertungen sehr unglücklich 0:3 geschlagen geben. Beispielhaft auch wieder der Einsatz von Benjamin Raiser (66 kg). Dem polnischen Meister Sylwester Charzewski leistete er erbitterten Widerstand und nahm ihm sogar eine Runde ab. Auch Bastian Bentz (diesmal 84 kg) hatte es mit Radoslaw Marcinkiewicz mit einem polnischen Spitzenringer zu tun, gegen den er immerhin eine Überlegenheitsniederlage vermeiden konnte. Dominik Hipp (74 kg) hielt sich in der 1. Runde gegen den mehrfachen deutschen Meister Andriy Shyyka hervorragend, musste dann aber in Runde 2 doch auf die Schultern. Und so war es wieder Eduard Kratz (74 kg) vorbehalten mit einem überlegenen Erfolg gegen Manuel Pitz und seinem sechsten Sieg in Folge das Ergebnis auf 14:23 zu verkürzen.
Für den ASV Nendingen geht es nun darum, am nächsten Samstag daheim gegen den KSV Seeheim und eine Woche später bei der RG Hausen-Zell mit stärkster Aufstellung und zwei möglichen Siegen seine ohnehin nicht schlechte Punktebilanz noch zu verbessern.
Der Kampfverlauf (Köllerbach zuerst genannt): 55 kg (F): Kevin Müller – Florin Matei 0:4 (SN bei 2:2/0:4). – 120 kg (G): Kevin Arend – Andreas Miekeley 0:3 (PN 0:1/0:3/0:1). – 60 kg (G): Venelin Venkow – Baris Diksu 4:0 (TÜ 2:0/3:0/6:0). – 96 kg (F): Gabriel Seregelyi – Konstantinos Karpouzas 3:2 (PS 0:2/0:2/3:0/4:1/5:0). – 66 kg (F): Ismail Redzhep – Ghenadie Tulbea 3:0 (PS 2:1/3:2/1:0). – 84 kg (G): Jan Fischer – Sergios Solontkis 3:0 (PS 2:0/1:0/2:0).- 66 kg (G): Sylvester Charzewski – Benjamin Raiser 3:1 (PS 1:0/0:1/1:0/2:0). – 84 kg (F): Radoslaw Marcinkiewicz – Bastian Bentz 3:0 (PS 4:0/3:0/3:0). – 74 kg (F): Andriy Skyyka – Dominik Hipp 4:0 (SS bei 4:3/9:1). – 74 kg (G): Manuel Pitz – Eduard Kratz 0:4 (TÜ 0:7/0:3/0:3). Endstand: 23:14
ASV Mainz - ASV Nendingen 22:17
Artikel vom 04.10.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 276, Kommentare: 0
ASV Nendingen verliert beim ASV Mainz mit 17.22
Es hat am Sonntagmorgen in Mainz nicht viel gefehlt und der ASV Nendingen hätte für die zweite Überraschung des Wochenendes gesorgt. Obwohl Marc Buschle nach seiner Schulterverletzung nicht antreten konnte und obwohl der ASV Mainz in absoluter Top-Besetzung antrat, hatten die Nendinger durchaus sogar Siegchancen. Der Mattenleiter anerkannte aber einen offensichtlichen Schultersieg von Bastian Bentz nicht an und Konstantinos Karpouzas musste sich nach zwei Rundengewinnen doch noch hauchdünn geschlagen geben. Ärgerlich allerdings für die Gäste, dass die Mainzer öffentlich erklärten, ab sofort aus finanziellen Gründen nur noch mit geschwächter Mannschaft ohne die gegen Nendingen noch eingesetzten ausländischen Stars antreten zu wollen. So aber reichte es gegen Nendingen genauso wie am Tag zuvor gegen den KSV Aalen noch einmal zum Sieg für die Mainzer. Den Nendingern bleibt aber die Genugtuung, diese Mannschaft an den Rand einer Niederlage gebracht zu haben. Auch die taktische Umstellung, dass Konstantinos Karpouzas nach der Verletzung von Marc Buschle in die Klasse bis 96 kg aufrückte und dafür Trainer Volker Hirt in der Klasse bis 84 kg der Mannschaft zuliebe den aussichtslosen Kampf gegen den Olympia-Fünften Stefan Gheorgita aufnahm, erwies sich als durchaus richtig. Pech allerdings, dass Benjamin Raiser gegen den mehrfachen deutschen Meister Juriy Kohl schon in der 1. Runde unglücklich eine Schulterniederlage einstecken musste.
Zunächst hatte Ghenadie Tulbea (55 kg) gewaltig aufgetrumpft. Gegen den starken Franzosen Lokman Kaplanbaba holte er sich nach tollem Kampf sogar einen Überlegenheitssieg. Andreas Miekeley (120 kg) hatte gegen den italienischen Olympiateilnehmer Daigoro Timoncini durchaus die Chance auf einen Rundengewinn, musste sich aber doch 0:3 geschlagen geben. Eine starke Leistung zeigte erneut Baris Diksu (60 kg), der Kevin Grasmann in allen drei Runden mit 6:0 bezwang. Konstantinos Karpouzas 96 kg) machte gegen Kevin Schwaebe eine Gewichtsklasse höher ringend einen sehr guten Kampf. Zwei Runden gewann er sogar und musste dann doch die nächsten drei Runden jeweils unglücklich jeweils 0:1 abgeben. Ohne Chance war Florian Schwarz (66 kg) gegen den EM-Fünften George Bucur, der zum überlegenen Sieg kam. Gegen den Franzosen Christoph Guenot, Bronzemedaillengewinner in Peking, machte Sergios Solontkis (84 kg) einen glänzenden Kampf. Zur Verblüffung seines Gegners und der Mainzer Zuschauer setzte er sich gegen den klaren Favoriten mit 3:1 Runden durch und brachte damit Nendingen mir 13:11 in Führung Nach der unglücklichen Niederlage von Benjamin Raiser stellte sich Trainer Volker Hirt (84 kg) im freien Stil dem Kampf gegen den Fünftplatzierten von Peking, dem rumänischen Meister Stefan Georgita, gegen den er sich gut hielt, aber natürlich eine klare Niederlage nicht vermeiden konnte. Bastian Bentz (74 kg) hatte gegen Ende der 1. Runde Salvatore Rinella auf den Schultern. Der Mattenleiter pfiff ab und der Pausengong ertönte. Da kein Nendinger Vertreter am Kampfrichtertisch saß, bleibt unklar, ob der Mattenleiter dann zu Recht den Schultersieg annullierte. Der hätte den Nendinger Gesamtsieg bedeutet, so aber musste sich Bastian Bentz, doch noch 1:3 geschlagen geben. Mit seinem souveränen Sieg gegen den Schweden Hamrideza Mokhtazadeh konnte der erneut überzeugende Eduard Kratz dann das Ergebnis nur noch auf 17:22 korrigieren.
Der Kampfverlauf (Mainz zuerst genannt): 55 kg (F): Lokman Kaplanbaba – Ghenadie Tulbea 0:4 (TÜ 0:4/0:61:7). – 120 kg (G): Daigoro Timoncini – Andreas Miekeley 3:0 (PS 1:0/1:0/2:0). – 60 kg (G): Kevin Grasmann – Baris Diksu 0:4 (TÜ 0:6/0:6/0:6). – 96 kg (F): Kevin Schwäbe – Konstantinos Karpouzas 3:2 (PS 0:6/3:4/1:0/1:0/1:0). – 66 kg (F). George Bucur – Florian Schwarz 4:0 (TÜ 4:0/9:2/7:0). – 84 kg (G): Christophe Guenot – Sergios Solontkis 1:3 (PN 0:1/1:0/0:1/0:1). – 66 kg (G): Juriy Kohl – Benjamin Raiser 4:0 (SS 1. Runde). – 84 kg (F): Stefan Gheorgita – Volker Hirt 4:0 (TÜ 6:0/8:0/7:0). – 74 kg (F): Salvatore Rinella – Bastian Bentz 3:1 (PS 2:5/2:1/1:0/1:0). – 74 kg (G): Hamidreza Mokhtazabeh – Eduard Kratz 0:3 (PN 0:2/0:1/0:3). Endstand 22:17.
KSK Neuss - ASV Nendingen 19:22
Artikel vom 04.10.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 290, Kommentare: 0
ASV Nendingen schafft die Sensation und gewinnt mit 22:19 beim KSK Neuss
Mit einer überragenden Mannschaftsleistung hat der ASV Nendingen am Samstag für eine faustdicke Überraschung in der Bundesliga gesorgt. Mit 22:19 gelang beim klar favorisierten KSK Neuss ein Sieg, den selbst der immer optimistische Trainer nicht erwartet hatte. Volker Hirt war deshalb restlos begeistert: “Ich kann meinen Ringern nur ein Riesenkompliment machen. Da hat wirklich jeder bis zum Letzten gekämpft und alles für die Mannschaft gegeben.“ Selbst zwei schwere Verletzungen warfen die Nendinger nicht aus der Bahn. Marc Buschle war nach zwei gewonnenen Runden auf der Siegerstraße, als er sich die Schulter auskugelte. Mit enormem Kampfgeist aber gab er seinen Kampf dennoch nur mit 2:3 verloren. Eine sensationelle Leistung bot auch Baris Diksu. Gegen den zweifachen deutschen Meister Sergiy Skrypka kugelte er sich in Runde 2 einen Finger aus und war kurzzeitig bewusstlos. Wie er dann aber weitermachte und in Runde 5 sogar den Punktsieg gegen den Favoriten erkämpfte, verdiente aller höchsten Respekt.
Wie eng diese Begegnung war, zeigt die Tatsache, dass 4 der 10 Kämpfe erst in der 5. Runde entschieden wurden. Bei je 5 Siegen wirkten sich dann die auch bei Niederlagen gewonnenen Runden als siegentscheidend für den ASV Nendingen aus. „Wir waren diesmal einfach konditionell und mental stärker“, konnte Volker Hirt zufrieden konstatieren.
Zum Auftakt hatte Ghenadie Tulbea (55 kg) den erhofften Sieg gegen den DM-Dritten Mimoun Touba geholt. Dann sicherte Andreas Miekeley (120 kg) mit einer ganz starken Leistung und zwei Rundengewinnen gegen den deutschen Vizemeister dieses Jahres, Björn Holk, trotz seiner knappen Niederlage ganz wichtige Punkte für die Gäste. Und als dann Baris Diksu (60 kg) mit seiner Energieleistung sogar mit 3:2 Runden siegreich blieb, war klar, dass die Nendinger an diesem Tag zu allem fähig sein könnten. Marc Buschle (96 kg) schien mit einer tadellosen Leistung gegen den vielfachen italienischen Meister Jackson Vaillant Cantero diese Erfolgsserie fortsetzen zu können, ehe seine Verletzung ihn aus der Spur brachte. Durch seine daraus resultierende Niederlage mit nur 2:3 Punkten holte er aber doch wichtige Mannschaftspunkte. Eine tolle Vorstellung zeigte auch wieder Florian Schwarz (66 kg). Mit seinem Überlegenheitssieg gegen Anatoliy Efremow brachte er Nendingen zur Pause mit 14:8 Punkten in Führung.
Sergios Solontkis (84 kg) überzeugte durchaus gegen den vierfachen deutschen Meister Max Schwindt trotz seiner etwas unglücklichen Niederlage bei 2:3 Runden. Ganz stark dann ebenfalls Benjamin Raiser (66 kg). Gut eingestellt und hoch konzentriert wie immer bezwang er den mehrfachen türkischen Meister Mahmut Cavusoglu. Würde die Führung mit 19.12 Punkten nun bis zum Schluss reichen? Konstantinos Karpouzas (84 kg) hielt sich gegen den DM-Dritten Patrick Loes bei Rundgleichstand von 1:1 hervorragend, musste dann aber unglücklich auf die Schultern. Fast hätte dann Bastian Bentz (74 kg) gegen den starken Russen Hamberd Durdischew sogar eine Runde gewonnen, konnte aber trotz seiner Punktniederlage erneut überzeugen. Beim Stand von 19:19 blieb es dann Eduard Kratz (74 kg) vorbehalten, gegen den diesjährigen deutschen Vizemeister Ilyas Özdemir die Sensation perfekt zu machen. Nach seinem souverän herausgerungenen Sieg mit 3:0 konnte er sich zu Recht von seinen Mannschaftskameraden feiern lassen.
Der Kampfverlauf (Neuss zuerst genannt): 55 kg (F): Mimoun Touba – Ghenadie Tulbea 0:3 (PN 0:3/3/4/0/1). 120 kg (G): Björn Holk – Andreas Miekeley 3:2 (PS 4:1/0:1/0/1/3:0/1:0). -60 kg (G): Sergiy Skrypka – Baris Diksu 2:3 (PN 0:1/6:0/0:2/3:0/0:1). 96 kg (F): Jackson Vaillant Cantero – Marc Buschle 3:2 (PS 0:1/0:1/6:0/2:0/4:2). 66 kg (F): Anatoliy Efremow – Florian Schwarz 0:4 (TÜ 0:1/0:5/0:7). – 84 kg (G): Max Schwindt – Sergios Solontkis 3:2 (PS 0:2/1:0/0:2/1:0/2:0). -66 kg (G): Mahmut Cavusoglu – Benjamin Raiser 1:3 (PN 0:1/1:0/0:1/0:2). – 84 kg (F): Patrick Loes – Konstantinos Karpouzas 4:0 (SS bei 5:5/0:5/3:0). – 84 kg (F): Hamberd Durdischew – Bastian Bentz 3:0 (PS 3:0/3:2/5:1). – 84 kg (G): Ilyas Özdemir – Eduard Kratz 0:3 (PN 0:1/0:2/0:2).
Vorschau auf ASV Nendingen - RWG Mömbris-Königshofen
Artikel vom 10.09.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 327, Kommentare: 0
Großkampftag in der Mühlauhalle am Samstag, 12. September mit drei Mannschaften - der erste Heimkampf in der Bundesliga gegen die RWG Mömbris-Königshofen verspricht Hochspannung
Viele Ringsportfreunde haben sich diesen Termin schon längst vorgemerkt. An diesem Samstag, 12. September, startet der erste Heimkampf der Bundesligaringer des ASV Nendingen im Rahmen eines Großkampftages in der Tuttlinger Mühlauhalle. Mit gleich drei Mannschaften werden sich die Nendinger dem sicherlich wieder zahlreichen heimischen Publikum vorstellen. Im Mittelpunkt des Interesses steht natürlich die erste Mannschaft, die so erfolgreich in die neue Saison in der 1. Bundesliga West gestartet ist. Nach dem guten Abschneiden in Aalen, wo man dem vielfachen deutschen Mannschaftsmeister nur mit 17:20 unterlag, folgte am letzten Wochenende ein Paukenschlag mit dem Kantersieg von 28:12 Punkten bei der RKG Freiburg.
Gegner in der Mühlauhalle ist nun aber ein besonderes Kaliber. Die RWG Mömbris-Königshofen hat im letzten Kampf gegen Aalen mit 22:12 gewonnen. Damit unterstrichen die Hessen eindrucksvoll ihre Ambitionen, mit einem Platz unter den ersten vier dieser Liga sich für die Endrunde zu qualifizieren. Das wird für den ASV Nendingen also eine ganz schwere Aufgabe, denn die Gäste müssen eindeutig als Favorit gehandelt werden. Für die Mannschaft um Trainer Volker Hirt könnte also die Devise gelten: „Wir haben eigentlich keine Chance, aber die nützen wir.“
Die RWG Mömbris-Königshofen hat eine gute Mischung aus deutschen Spitzenringern und ausländischen Stars. Der vielfache deutsche Meister Peter Weisenberger gilt derzeit in der Klasse bis 84 kg in Deutschland als Nummer zwei im Freistil hinter Davyd Bichinashvili. Der junge Oldrik Wagner (96 kg F) soll sogar in zwei Wochen für Deutschland bei der Weltmeisterschaft an den Start gehen und gegen ihn wird es Marc Buschle natürlich sehr schwer haben. Und Saba Bolaghi (66 kg F) ist vor kurzem Dritter der Junioren-Weltmeisterschaft geworden und sein Kampf gegen Florian Schwarz könnte einer der Höhepunkte des Abends werden. Einen weiteren Trumpf hat die RWG mit dem Schweden Johann Euren (120 kg), der am letzten Samstag den Aalener Ralf Böhringer besiegte und auch im Frühjahr den Großen Preis von Deutschland gewann. Auch Ceyhun Zaidow (60 kg G) hat seine ersten beiden Kämpfe gewonnen und muss auch in der Begegnung mit Baris Diksu favorisiert werden.
Vorteile für Nendingen sieht Volker Hirt im Kampf von Ghenadie Tulbea (55 kg F) gegen Tahir Zaidow, für Eduard Kratz gegen Christopher Fersch (74 kg G) und vielleicht auch für Sergios Solontkis gegen Michael Carl (84 kg G). Gespannt sein kann man aber auch auf die Kämpfe von Benjamin Raiser (66 kg G) gegen Bengt Trageser und von Bastian Bentz (74 kg F) gegen Milan Blagoev. Normalerweise spricht alles für einen Sieg der Gäste, aber der Kampf in Freiburg hat gezeigt, dass im Ringen vieles möglich ist. Dieser Hauptkampf beginnt um 19.30 Uhr.
Schon ab 16.30 Uhr trifft die erstmals formierte 3. Mannschaft des ASV Nendingen auf die Gäste vom StTV Singen II. und ab 17:30 Uhr kommt es im Kampf der Verbandsliga zum Bezirksderby zwischen dem ASV Nendingen II und dem AB Aichhalden II. Hier erhoffen sich die Nendinger einen Sieg. Mit einer starken Mannschaft, unter anderem mit Steffen Baur, Florin Matei, Dominik Hipp, Marco Schmid, Adrian Ozsda und Markus Eichin, will der ASV die Tabellenführung behaupten. Auch die Nendinger Zweite würde sich über einen regen Zuschauerzuspruch freuen. Der Ringerzug zum Bundesligakampf startet wieder ab 18.30 Uhr am Bahnhof in Fridingen
RKG Freiburg - ASV Nendingen 12:28
Artikel vom 05.09.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 311, Kommentare: 0
ASV Nendingen gewinnt „Heimkampf“ in Freiburg sensationell mit 28:12
Eine bessere Werbung für den ersten Heimkampf des ASV Nendingen am kommenden Samstag in der Mühlauhalle hätte es nicht geben können. Wer am Freitag in der Staudingerhalle in Freiburg dabei war, wird diesen Ringsportabend so schnell nicht vergessen. Unter den 450 Zuschauern war über ein Drittel aus Nendingen angereist und sie machten diesen Kampf eigentlich zu einem Heimkampf. Angefeuert von ihren begeisterten Anhängern verloren die Nendinger Ringer auf der Matte nur einen einzigen Kampf denkbar knapp mit 2:3. Und dabei hatte dieser Abend ganz schlecht begonnen. Andreas Miekely konnte sich erst nach 18 Uhr von seiner Arbeitsstelle loseisen und kam dann genau zwei Minuten zu spät zum Wiegen. Der Kampf begann für die Gäste also mit einer Hypothek von 0:4 Punkten.
Was dann aber auf der Matte und auf den Rängen bis zum Sieg mit sensationell anmutenden 28:12 Punkten abging, war eine Trotzreaktion der besonderen Art. Auf der Matte kämpften nicht neun einzelne ASV-Ringer, sondern da war eine Mannschaft, die mit letztem Einsatz um jeden einzelnen Punkt kämpfte. Und auf den Rängen dominierten die Nendinger Zuschauer und sorgten für richtige Heimkampfstimmung. Vor allem die erste Hälfte des Kampfes hatte es dann richtig in sich und sorgte für ein ständiges Wechselbad der Gefühle. Die RKG Freiburg hatte sich nach dem letzten Kampf auf vier Positionen wesentlich verstärkt und brachte mit Marian Sandu, Arsen Saisov, Jesse Federov und Renato Kun erstmals vier renommierte ausländische Zugänge zum Einsatz. Doch ihre Rechnung sollte nicht aufgehen.
Zunächst sorgte Ghenadie Tulbea (55 kg F) gegen den deutschen Jugendmeister Simon Ketterer mit einem souveränen Überlegenheitssieg für die erhofften vier Punkte. Nachdem Patrick Schwendemann (120 kg G) für Freiburg durch seinen kampflosen Sieg ausgeglichen hatte, sorgte Baris Diksu (60 kg G) für den ersten Nendinger Paukenschlag. Dem mehrfachen Welt- und Europameister Marian Sandu nützte seine ganze Erfahrung nichts, als der ASV-Ringer sich mit einer glänzenden Energieleistung in allen drei Runden knapp nach Punkten durchsetzte. Sein Sieg mit 3:0 setzte ein Zeichen für den unbändigen Siegeswillen der Nendinger, die an diesem Abend nicht zu bremsen waren. Da ließ sich auch ein entschlossener Marc Buschle (96 kg F) nach unglücklich verlorener 1. Runde vom enorm verbesserten Viktor Reh nicht aufhalten und baute mit seinem letztlich doch klaren Sieg die Nendinger Führung auf 10:5 aus.
Was dann aber Florian „Lotte“ Schwarz (66 kg F) im Kampf gegen den starken Russen Arsen Saidov leistete, strapazierte das Nervenkostüm des ASV-Anhangs bis aufs Äußerste. Schon in der 1. Minute schien in scheinbar aussichtsloser Brückenlage eine Schulterniederlage unvermeidbar. Dass er sich daraus aber doch wieder befreien konnte und dann den teilweise sehr unfair agierenden Favoriten trotz einiger fragwürdiger Entscheidungen des Mattenleisters Schmitt (Hessen) doch noch mit 3:2 Runden besiegen konnte, war eine Energieleistung der absoluten Sonderklasse. Kein Wunder, dass der enthusiastische ASV-Anhang diese Vorstellung und die Pausenführung von 13:7 begeistert feierte.
Den einzigen Freiburger Sieg gab es dann durch den Ungarn Renato Kun, Vize-Weltmeister der Junioren 2006, der sich gegen einen aufopfernd kämpfenden Sergios Solontkis (84 kg G), mit etwa Glück hauchdünn in der 5. Runde mit 3:2 durchsetzen konnte. Hervorragend dann auch die Leistung von Benjamin Raiser (66 kg G), der gegen den französischen Spitzenringer Jesse Federov im Standkampf immer aktiver war und in der Bodenlage genügend Punkte sammelte, die fast sogar für einen Überlegenheitssieg gereicht hätten. Den holte sich dann Konstantinos Karpouzas (84 kg F), als er mit seinen blitzschnellen Attacken den französischen Juniorenmeister Stephane Marczinski immer wieder unter Druck setzte und sich von den Fans für seinen Sieg mit 11:0 Punkten feiern lassen konnte. Damit stand schon der Sieg für Nendingen fest. Bastian Bentz (74 kg F), konzentriert und zuverlässig wie immer, baute die Führung aber durch einen Punktsieg gegen den diesjährigen deutschen Jugendmeister Lukas Schöffler noch weiter aus. Eduard Kratz (74 kg G) schien im letzten Kampf ausgerechnet bei seinem bisherigen Verein eine Niederlage gegen den starken Bogdan Eismont hinnehmen zu müssen. Als der sich aber in den ersten beiden Runden ausgetobt hatte, setzte sich „Eddy“ aber doch noch konditionell stark und taktisch glänzend disponiert gegen seinen Nachfolger im Freiburger Trikot mit 3:2 Runden durch.
Für den ersten wirklichen Heimkampf in der Mühlauhalle am Samstag, 12. September, ist dieser Sieg natürlich eine glänzende Ausgangsposition. Und die vermutlich zahlreichen Zuschauer können sich auf ein weiteres Ringsporterlebnis erster Güteklasse freuen.
Vorschau auf RKG Freiburg - ASV Nendingen (Freitag, 4.9.)
Artikel vom 02.09.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 297, Kommentare: 0
Die Kämpfe gegen Freiburg zählten schon in der letzten Saison zu den dramatischsten Begegnungen des damaligen Aufsteigers ASV Nendingen. Beide Male schien ein Sieg greifbar nahe und beide Male musste man doch noch hauchdünne Niederlagen hinnehmen. Nun möchten die Nendinger liebend gerne den Spieß herumdrehen. Ob das möglich ist, wird sich im vorgezogenen Kampf in der Staudingerhalle in Freiburg-Haslach am Freitagabend zeigen. Die Nendinger rechnen sich natürlich nach ihrem starken Auftreten in Aalen gute Chancen aus. Außerdem muss Freiburg den Abgang von Eduard Kratz ins Donautal verkraften. Wer aber nun siegesgewiss die Fahrt in den Breisgau antritt, der könnte sich schnell täuschen. Die Freiburger haben sich nämlich für diese Saison mit nicht weniger als 11 teilweise hochkarätigen Zugängen, darunter sechs Ausländer, verstärkt. Zusammen mit bewährten Stammringern und einigen großen Talenten aus dem eigenen Nachwuchs könnten sie damit eine exzellente Mannschaft auf die Matte bringen, die dem ASV große Schwierigkeiten bereiten dürfte. Viel wird also von der Aufstellung der Freiburger abhängen, so dass Prognosen sehr schwierig sind. Man wird sich aber vermutlich auf die Begegnungen zwischen Florian Schwarz und Tobias Ketterer (66kg F), Eduard Kratz und Bogdan Eismont (74 kg G), Marc Buschle gegen Daniel Bona oder Viktor Reh (96 kg F) und Andreas Miekeley und dem Ex-Aichhaldener Patrick Schwendemann (120 kg G) besonders freuen dürfen. Gespannt sein kann man auch, ob die Freiburger die neu verpflichteten Spitzenringer Marian Sandu (60 kg G) und den ganz starken Franzosen Luca Lampis (74 kg F) einsetzen werden. Es steht also ein Ringerabend an, der ein Höchstmaß an Spannung und Dramatik verspricht. Die Nendinger Ringer hoffen natürlich wieder darauf, bei der Fahrt nach Freiburg von zahlreichen Anhängern begleitet zu werden. Ihre Unterstützung könnte bei diesem Kampf der entscheidende Faktor sein.
Anmeldungen für den Ringerbus, der am Freitag um 16.30 Uhr am Ringerlokal abfährt, sind immer noch möglich (Tel. 07461-72799). Kampfbeginn in der Staudingerhalle ist um 20.30 Uhr.
KSV Aalen 05 - ASV Nendingen 20 : 17
Artikel vom 30.08.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 290, Kommentare: 0
Der ASV Nendingen bringt Aalen an den Rand einer Niederlage
Es hat am Samstag in der Aalener Greuthalle wirklich nicht viel gefehlt und die 80 mitgereisten Nendinger ASV-Anhänger wären Zeugen einer kleinen Sensation geworden. Beim seinem knappen Sieg mit 20:17 Punkten musste der vielfache deutsche Mannschaftsmeister KSV Aalen 05 ganz schön schwitzen, um am Ende doch noch die Nase vorne zu haben. Bis zum 8. Kampf lagen die Gäste immer in Führung, ehe dann doch noch der Favorit sich durchsetzen konnte. Für ASV-Trainer Volker Hirt ist die Botschaft an die nächsten Gegner klar: „Die dürfen uns nicht unterschätzen und müssen gegen uns alles aufbieten.“
Und er hatte in der Tat Grund, mit seiner Mannschaft, die den Aalenern alles abverlangte, zufrieden zu sein. Bei jeweils fünf Siegen stand der Kampf lange auf des Messers Schneide. Mit etwas mehr Glück oder Cleverness wäre da eine größere Überraschung durchaus drin gewesen. Zumal die Aalener offensichtlich auch wegen der wirtschaftlichen Lage gar nicht in der Lage sind, auf alle ihre großen internationalen Stars in ihrem Kader zurückgreifen zu können.
Vor nur etwa 300 Zuschauern, darunter mindestens ein Viertel aus Nendingen, begann der Kampf für den ASV mit dem erhofften Auftaktsieg für Ghenadie Tulbea (55 kg F). Der mehrfache georgische Meister Amiran Elbakidze hatte den tollen Freistiltechniken des für Nendingen ringenden Moldawiers nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen und musste eine Überlegenheitsniederlage hinnehmen. Im Schwergewicht hielt sich Andreas Miekeley trotz eines Gewichtsnachteils von über 15 kg sehr gut gegen den deutschen Spitzenringer Ralf Böhringer. Der Aalener kann nur einmal mit einem Durchdreher durch und sicherte sich so den knappen Punktsieg. Eine souveräne Vorstellung bot dann Baris Diksu (60 kg G) gegen Oliver Hug. Er unterstrich seine schon in der Vorbereitung gezeigte gute Form und hätte bei seinem Sieg mit 10:0 Punkten fast sogar einen Überlegenheitssieg herausgerungen.
In einer Neuauflage des alten Duells zwischen Marc Buschle (96 kg F) und dem derzeit sicher besten deutschen Freistilrínger Davyd Bichinashvili hielt sich das Nendinger Ass sehr gut. Zwar konnte er eine Punktniederlage nicht vermeiden, zeigte aber doch eine starke Leistung, die für diese Saison doch einiges verspricht. Zu einer reinen Nervenprobe für die Nendinger Anhänger geriet dann der Kampf zwischen Florian Schwarz (66 kg F) und dem vielfachen deutschen Jugendmeister Benjamin Sezgin. Der Aalener rang äußerst konzentriert und holte sich gegen den etwas zu leichtfertig ringenden Nendinger als Konterringer sogar die ersten beiden Runden. Dann aber drehte „Lotte“ auf und holte sich nach der 5. Runde doch noch den Sieg mit 3:2 Runden.
Die Nendinger Halbzeitführung baute dann Sergios Solontkis (84 kg G) mit einem clever herausgerungenen 3:1-Sieg gegen Patric Nuding sogar auf 13:9 aus. Dann aber drehte Aalen mit drei Siegen in Folge doch noch den Kampf zu seinen Gunsten. Benjamin Raiser bot in seinem ersten Bundesligakampf in der höheren Gewichtsklasse bis 66 kg zwar eine hervorragende Vorstellung gegen den amtierenden deutschen Meister Christian Fetzer, der erst in der Woche zuvor ein großes Turnier in Rumänien gewonnen hatte. Der Neu-Aalener verkürzte aber doch mit einem Punktsieg die Nendinger Führung, ehe dann ein überragender Emzarios Bentinidis (84 kg ) in einem griechischen Duell mit dem Nendinger Zugang Konstantinos Karpouzas die Gastgeber erstmals in Führung brachte. Diese Führung schien ins Wanken zu geraten, als Bastian Bentz (74 kg F) die 1. Runde überraschend gegen den Griechen Oleg Motsalin gewann. Der Aalener Neuzugang setzte sich aber dann doch gegen einen alles riskierenden Nendinger durch und sorgte damit für große Erleichterung im nervös gewordenen Aalener Lager. Eduard Kratz (74 kg G) blieb es dann vorbehalten mit einem nie gefährdeten Sieg gegen Hans-Jörg Scherr zum Endstand von 20:17 aufzuholen.
Nach diesem ermutigenden Auftritt der Nendinger gilt nun ihre ganze Konzentration dem Kampf in Freiburg am kommenden Freitagabend. Anmeldungen für den Fanbus (Abfahrt 16.30 Uhr) sind ab sofort bei Harry Moll (07461) 72799 möglich.
Vorschau auf KSV Aalen 05 - ASV Nendingen
Artikel vom 26.08.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 313, Kommentare: 0
Schon zum Auftakt der neuen Bundesligasaison steht für den ASV Nendingen an diesem Samstag, 29. August, mit dem Auswärtskampf beim vielfachen deutschen Mannschaftsmeister KSV Aalen ein ganz schwerer Gang an. Die Aalener haben sich für diese Saison sehr viel vorgenommen und zählen sich selber zu den DM-Favoriten in diesem Jahr. Obwohl sie nach der letzten Runde auf einige ihrer ausländischen Stars verzichteten, haben sie sich dennoch auch wieder durch zahlreiche Zugänge verstärkt. Dazu zählen die aktuellen deutschen Meister Stefan Kehrer (96 kg F) und Christian Fetzer (74 kg G) aber auch internationale Spitzenringer wie der Armenier Arsen Julfalakyan (Europameister 2009), der Grieche Oleg Motsalis (74 kg F), der Bulgare Anatoli Guidea (Vize-Weltmeister 2007) oder der Rumäne Robert Papp (Junioren-Europameister 2008, 84 kg G). Insgesamt befinden sich im Aalener Kader 15 Ringer, die schon Medaillenränge bei Europa- oder Weltmeisterschaften errungen haben. Wie viele von ihnen tatsächlich jeweils eingesetzt werden, ist sicher auch eine Frage der finanziellen Mittel und des jeweiligen Gegners. Aber die klar favoriserten Gastgeber werden am Samstag den ASV Nendingen auf keinen Fall unterschätzen, denn auch in Aalen weiß man, dass die Nendinger in dieser Saison wohl noch leistungsfähiger als im letzten Jahr sein werden. Die Gäste werden mit einer starken Aufstellung auf die Ostalb fahren und wollen versuchen, sich wieder so gut wie möglich zu verkaufen.
Kampfbeginn in der Aalener Greuthalle ist um 19.30 Uhr. Der Nendinger Ringerbus fährt um 14 Uhr am Ringerlokal ab. Die ASV-Ringer hoffen auf die Unterstützung durch viele Fans, die sich bei Harry Moll (Tel. 07461-72799) für die Mitfahrt im Bus anmelden können.
Die Zuschauer werden erstmals in der Bundesliga die schon bei Einzelturnieren erprobte Änderung im griechisch-römischen Stil erleben. Bisher folgte ja nach 1 Minute Standkampf der Bodenkampf mit jeweils 30 Sekunden in der Ober- und Unterlage. Zur Aufwertung des Standkampfes wurde er nun auf 90 Sekunden verlängert, auf den dann in jeder Runde ein Bodenkampf von 30 Sekunden folgt, bei dem der nach Punkten führende Ringer in der Oberlage ist. Endet der Standkampf jedoch unentschieden mit 0:0, bekommt zunächst der „rote“ Ringer die Oberlage zugesprochen. Bei einem 0:0 in einer zweiten Runde erhält dann der „blaue“ Ringer diesen Vorteil zugesprochen, den er allerdings dann auch mit einer Wertung im Bodenkampf für sich entscheiden müsste. Diese neue etwas komplizierte Regelung wird bei einem Heimkampf der Nendinger Ringer den Zuschauern noch genauer erläutert werden.
Ausblick auf die Saison 2009
Artikel vom 24.08.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 361, Kommentare: 0
Für die Bundesligasaison 2009 hat sich im Vergleich zum Vorjahr sehr viel verändert. Der ASV Nendingen wird nach der Umstrukturierung der 1. Bundesliga mit dem KSV Aalen 05 und der RKG Freiburg 2000 nur noch auf zwei Gegner aus der letzten Saison treffen. Statt wie bisher auf die drei Ligen Nord, Mitte, Süd werden die Bundesligavereine nun auf je eine Liga West und Ost aufgeteilt. Diese eigentlich erst für 2010 vorgesehene Zusammenlegung wurde um ein Jahr vorgezogen. Anlass dafür war der Rückzug mehrerer Vereine aus der 1.Bundesliga, wie zum Beispiel der KG Dewangen-Fachsenfeld, des KSV Witten oder des KSV Ketsch. Immer mehr Vereine scheinen sich in dem wahnwitzigen Wettlauf um die Verpflichtung nationaler und vor allem internationaler Stars finanziell zu übernehmen oder sie bekamen Probleme mit den versicherungs- und steuerrechtlichen Bestimmungen.
Der ASV Nendingen will hier für einen soliden Weg der Vernunft stehen. Zwar können auch die Nendinger auf Neuzugänge nicht verzichten, aber im Vergleich zu den meisten anderen Vereinen bleibt hier die Bodenhaftung noch gewahrt. Schließlich stehen mit Reiner Schilling und Edwin Hamma zwei Männer an der Vereinsspitze in der Verantwortung, die als Bankkaufleute alter Schule wissen, dass Ausgaben durch entsprechende Einnahmen gedeckt sein müssen.
Der ASV Nendingen ist nun in die 1. Bundesliga West eingeteilt worden. Neben Aalen und Freiburg sind hier die fünf erstplatzierten Mannschaften der letztjährigen 1. Bundesliga Mitte vertreten. Und das sind angeführt vom aktuellen deutschen Mannschaftsmeister KSV Köllerbach so hochkarätige Teams wie der SV Germania Weingarten, der ASV Mainz 88, die RWG Mömbris/Königshofen und der KSK Neuss. Vervollständigt wird die Zehner-Liga durch die beiden Aufsteiger RG Hausen-Zell und KSV Seeheim.
Das Niveau dieser Liga ist also noch deutlich höher einzuschätzen als im vergangenen Jahr. Mit den Mannschaften des KSV Köllerbach, des KSV Aalen und des SV Germania Weingarten sind alle drei Favoriten für die deutsche Meisterschaft in dieser Liga West und sie sind damit auch für die ersten vier Plätze und das Erreichen der Endrunde klar favorisiert. Aber auch die RWG Mömbris-Königshofen, der ASV Mainz und der KSK Neuss wollen hier ein Wort mitreden. Für den ASV Nendingen kann es nur darum gehen, zu versuchen den Klassenerhalt zu schaffen und möglichst früh einen gesicherten Platz im Mittelfeld zu erreichen. Trainer Volker Hirt hat, -optimistisch wie immer-, Platz 6 als Saisonziel angegeben. Aber auch Platz 8, der die Mannschaft vor einem Relegationskampf bewahren würde, wäre sicher als Erfolg zu werten. Und dafür müssen die nötigen Punkte gegen Mannschaften wie die RG Hausen-Zell, den KSV Seeheim, die RKG Freiburg und vielleicht auch der eine oder andere Überraschungssieg geholt werden.
Auch wenn zum Auftakt am 29. August die Aufgabe in Aalen sehr schwer ist, so könnten schon die beiden nächsten Kämpfe in Freiburg und der erste Heimkampf gegen die RWG Mömbris-Königshofen am 12. September Schlüsselkämpfe werden. Leider will es der Terminplan so, dass der zweite Heimkampf wegen der WM-bedingten zweiwöchigen Pause erst am 17. Oktober stattfinden wird. Dann aber geht es Schlag auf Schlag, wenn in den 5 Wochen zwischen dem 31. Oktober und 5. Dezember gleich 5 Heimkämpfe in der Mühlauhalle anstehen. Der ASV Nendingen hofft natürlich dann darauf, dass seine Ringer wie im Vorjahr immer von einer großen Zuschauerkulisse unterstützt werden.
Neben Eishockey in Schwenningen und Handball in Balingen war Ringen beim ASV Nendingen in der Region im letzten Jahr das Maß aller Dinge. Und die Ringer des ASV mit Trainer Volker Hirt, die verantwortlichen Funktionäre im Verein, die große Zahl der ehrenamtlichen Helfer und die ASV-Supporters, sie alle wollen ihren Teil dazu beitragen, dass das auch in diesem Herbst so sein wird.
Termine 1. Bundesliga
Artikel vom 02.04.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 967, Kommentare: 0
Schon wenige Tage nach der Neueinteilung der 1. Bundesliga steht der vorläufige Terminplan fest, der höchstens noch nach Absprache der Vereine untereinander geringfügig verändert werden könnte. Die Saison 2009 beginnt demnach für den ASV Nendingen mit zwei Auswärtskämpfen in Aalen (29.8.) und in Freiburg (5.9.). Vor allem die Begegnung in Freiburg könnte dabei für die Nendinger schon zu einem richtungsweisenden Kampf werden.
Der erste Heimkampf findet dann am 12.9. in der Mühlauhalle gegen die RWG Mömbris-Königshofen statt. Der erste Doppelkampftag am ersten Oktoberwochenende nach einer durch die WM bedingten zweiwöchigen Pause stellt sich für die Nendinger als Härtetest dar. Am Samstag, 3. Oktober hat man beim KSK Neuss anzutreten, ausgerechnet dem Gegner mit der weitesten Anfahrt von 520 km. Und nach der sicherlich anstrengenden Rückfahrt kommt dann der ASV Mainz am Sonntag, 4. Oktober, um 15 Uhr in die Mühlauhalle. Der zweite Doppelkampftag im November wird dann wohl ohne Auswärtskampf sehr viel geruhsamer. Allerdings bedeutet das für den ASV Nendingen, dass man nach dem Heimkampf gegen den SV Weingarten am 31.10. mit den Begegnungen gegen den KSV Aalen (Samstag, 7.11.) und die RKG Freiburg (Sonntag, 8.11.) gleich drei Heimkämpfe hintereinander innerhalb einer Woche hat. Der letzte Heimkampf findet unmittelbar vor Weihnachten am 19.12. gegen die RG Hausen-Zell statt. Die Gruppenkämpfe enden am Sonntag, 27.12., wenn der ASV Nendingen zum SV Germania Weingarten reisen muss.
Die Termine des ASV Nendingen im einzelnen (Kampfbeginn jeweils 19.30 Uhr, falls nicht anders angegeben):
29.8. KSV Aalen 05 – ASV Nendingen;
5.9. RKG Freiburg 2000 – ASV Nendingen;
12.9. ASV Nendingen – RWG Mömbris-Königshofen;
3.10. KSK Neuss – ASV Nendingen (15 Uhr);
4.10. ASV Nendingen – ASV Mainz 88 (15 Uhr);
10.10. KSV Köllerbach – ASV Nendingen;
17.10. ASV Nendingen – KSV Seeheim;
24.10. RG Hausen-Zell – ASV Nendingen;
31.10. ASV Nendingen – SV Germania Weingarten;
7.11. ASV Nendingen – KSV Aalen 05 (17 Uhr);
8.11. ASV Nendingen – RKG Freiburg (15 Uhr);
14.11. RG Mömbris-Königshofen – ASV Nendingen;
21.11. ASV Nendingen – KSK Neuss;
28.11. ASV Mainz 88 – ASV Nendingen;
5.12. ASV Nendingen – KSV Köllerbach;
12.12. KSV Seeheim – ASV Nendingen;
19.12. ASV Nendingen – RG Hausen-Zell;
27.12. SV Germania Weingarten – ASV Nendingen (15 Uhr).
Bundesliga nun zweigleisig - Neue Gegner für den ASV
Artikel vom 29.03.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 910, Kommentare: 0
Bundesliga nun zweigleisig- Neue Gegner für den ASV – Neun Heimkämpfe 2009
Wie der DRB nach einer Sitzung mit den Vertretern der Bundesligavereine am 28.03.09 bekannt gab, wird nun tatsächlich schon in diesem Jahr die 1. Bundesliga nur noch zweigleisig geführt. Nach dem Rückzug einiger Mannschaften werden die 20 Vereine je zur Hälfte auf eine 1.Bundesliga West und eine 1.Bundesliga Ost aufgeteilt.
Das bedeutet für den ASV Nendingen, dass er es in diesem Jahr mit überwiegend neuen und starken Gegnern zu tun haben wird. Von der alten Liga Süd sind außer Nendingen nur noch der KSV Aalen und die RKG Freiburg in dieser Gruppe. Die bayrischen Mannschaften gehören nun zur neuen Bundesliga Ost. In der Westliga sind mit den fünf erstplatzierten Mannschaften aus der alten Liga Mitte durchwegs äußerst kampfstarke Teams zu finden, darunter drei der vier Halbfinalisten der diesjährigen Endrunde. Mit dem SV Germania Weingarten, dem KSV Köllerbach, dem ASV Mainz 88, der RWG Mömbris/Königshofen und dem KSK Neuss trifft der ASV Nendingen damit auf sehr attraktive, aber auch schwer bezwingbare Gegner. Zu diesen Mannschaften kommen noch die beiden Aufsteiger des KSV Seeheim und der RG Hausen-Zell.
Der ASV Nendingen wird im Herbst also nun neun Heimkämpfe in der Mühlauhalle haben. Allerdings sind die Fahrten zu den Auswärtskämpfen ins Rheinland, nach Hessen, ins Saarland und nach Nordbaden zum Teil noch weiter als bisher nach Bayern. Die Liga wird wie geplant am 29. August beginnen. Um alle Kämpfe rechtzeitig abwickeln zu können, werden zwei Doppel-Kampftage am 3./4. Oktober und am 7./8. November terminiert. Für den ASV Nendingen ist diese Neueinteilung zwar auch mit einigen Problemen verbunden, sie ist aber auf jeden Fall der Lösung mit eventuell nur sechs Mannschaften und nur fünf Heimkämpfen in der alten Liga Süd vorzuziehen.
Die neue Bundesliga West setzt sich wie folgt zusammen: KSV Köllerbach, ASV Mainz 88, RWG Mömbris/Königshofen, KSK Neuss SV Germania Weingarten, KSV Aalen 05, RKG Freiburg, ASV Nendingen, KSV Seeheim, RG Hausen.Zell.
ASV Nendingen - SV Burghausen 14:20
Artikel vom 08.12.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1208, Kommentare: 0
Der ASV Nendingen hält sich beim 14:20 gegen den Meister der 1. Bundesliga Süd hervorragend
Im letzten Heimkampf der Saison hat sich der ASV Nendingen am Samstag gegen den Spitzenreiter der 1. Bundesliga Süd bei der Niederlage mit 14:20 mehr als achtbar geschlagen. Auch Siggi Seibold, der Trainer des SV Wacker Burghausen, kam nicht umhin dem Gastgeber wegen seines Publikums aber auch wegen seiner Leistungsstärke ein großes Kompliment zu machen. „Es ist wirklich erstaunlich und erfreulich, was hier auf die Beine gestellt wurde.“ Mehr als 1 200 Zuschauer fanden auch diesmal wieder trotz der vielen anderen Veranstaltungen in der Vorweihnachtszeit den Weg in die Mühlauhalle und erlebten spannende und hochklassige Kämpfe.
Das fing schon im vorgezogenen Kampf zwischen Pavel Burla (84 kg) und dem amtierenden Europameister und Olympia-Fünften Peter Bacsi an. Der ungarische Starringer kam auch im Standkampf immer wieder mit Griffaktionen durch und holte die ersten vier Punkte für sein Team. Die Nendinger konterten mit zwei Siegen in den beiden leichten Gewichtsklassen, wobei aber die beiden hochtalentierten Brüder Andreas und Martin Maier den Nendinger Assen Florin Matei und Gheandie Tulbea erbitterte Gegenwehr leisteten. Florin Matei setzte sich trotzdem mit einem herrlich herausgerungenen Überlegenheitssieg durch. Ghenadie Tulbea musste sich jedoch gegen den hervorragend eingestellten Martin Maier mit einem Punktsieg begnügen. Damit beendete der Moldawier, der auch nächstes Jahr wieder für den ASV ringen wird, diese Saison unbesiegt und als erfolgreichster Ringer der ganzen Liga. Markus Eichin (120 kg) begann zwar sehr aktiv und aggressiv, musste aber vor allem in der dritten Runde die Überlegenheit des sehr clever ringenden David Otiashvili anerkennen. Da die Gäste für Andreas Miekeley (96 kg) keinen Gegner stellen konnten, stand es zur Pause 11:8 für Nendingen.
Diese Führung konnte Semih Bosyan (66 kg) sogar noch ausbauen, als der engagierte Nendinger Jugendtrainer unter dem Jubel seiner Schützlinge und des Publikums in drei Runden Christoph Scherr besiegen konnte. Die Hoffnungen auf einen Sieg von Marc Buschle zerstörte der bulgarische Meister Miroslav Geshev. Der zweitbeste Ringer der Klasse bis 84 kg in dieser Liga unterband alle Angriffsversuche von Marc Buschle. Selbst als der Nendinger im Zwiegriff als der aktivere Ringer das Bein seines Gegners fassen durfte, schlug der noch Kapital daraus und siegte in allen 3 Runden mit je einem Punkt Vorsprung. Florian Schwarz (66 kg) demonstrierte erneut, warum er einer der Publikumslieblinge ist. Gegen den Weltklasseringer Nikolay Kurtev probierte er 6 Minuten lang alles, war ständig im Angriff und gab nie auf. Trotz seiner Punktniederlage wurde er von den Zuschauern mit Ovationen gefeiert. Beim Stand von 14:14 kam dann auch Adrian Ozsda (74 kg) gegen Sharur Vardanyan um eine knappe Punktniederlage nicht herum. Sein Gegner war im Standkampf etwas aktiver und setzte sich einmal am Boden mit einem Durchdreher durch. Bastian Bentz (74 kg) hatte im Interesse der Mannschaft wieder sehr viel Gewicht machen müssen. Dennoch lieferte er Ivan Deliverski wieder einen guten Kampf und verlor nur mit 0:3 Punkten.
Letzter Großkampftag
Artikel vom 04.12.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1189, Kommentare: 0
Letzter Großkampftag dieses Jahres in der Mühlauhalle:
Der ASV Nendingen will den Tabellenführer der Bundesliga aus Burghausen etwas ärgern
ASV Nendingen II will sein Meisterstück gegen den KSV Neckarweihingen vollenden
Der letzte Großkampftag für den ASV Nendingen in diesem Jahr steht am Samstag, 6. Dezember, in der Mühlauhalle an. Dabei kommt es zu einem richtigen Knüller, denn mit dem SV Wacker Burghausen kommt um 19.20 Uhr der Tabellenführer der 1. Bundesliga Süd, der mit einem weiteren Sieg seine Spitzenposition behaupten will. Mit nur einer Saisonniederlage gegen Aalen könnte man dann selbstbewusst in die in der nächsten Woche beginnende Endrunde um die deutsche Meisterschaft ziehen. Die Nendinger haben in der Vorrunde in Burghausen ihre einzige wirklich deftige Niederlage bezogen und wollen sich nun daheim nicht so einfach über den Tisch ziehen lassen. Dafür könnten schon in den beiden leichten Klassen Florin Matei und Ghenadie Tulbea sorgen, die ihre tolle Form zu Sieg nutzen sollten. In den beiden schweren Klassen haben in Burghausen Andreas Miekeley und Markus Eichin nur recht knapp gegen Theodoros Tounousidis und David Otiashvili verloren. Vielleicht kann einer der beiden diesmal für eine Überraschung sorgen. Und Marc Buschle hat mit Miroslaw Geshev wieder einen starken Gegner, der aber sicher nicht unschlagbar ist. In allen anderen Klassen wird es für Nendingen sehr schwer zu Siegen zu kommen. Aber, wie heißt es so schön: Nichts ist unmöglich. Nach einer anstrengenden, aber insgesamt sehr erfreulichen, Saison will sich der ASV Nendingen einem hoffentlich wieder zahlreichen Publikum von seiner besten Seite präsentieren, um den treuen Anhängern seinen Dank für die tolle Unterstützung in all diesen Kämpfen abzustatten. Es soll ein richtig schönes Ringerfest werden, das dann wohl auch schon Appetit macht auf die Saison 2009.
Ein besonderer Kampf steht schon ab 17.30 Uhr für die zweite Mannschaft des ASV Nendingen an. Als Aufsteiger hat man bereits zwei Kampftage vor Schluss die Meisterschaft in der Landesliga errungen. Das bedeutet auch den dritten Aufstieg in Folge nun in die Verbandsliga. Bevor die Nendinger mit dem Meisterwimpel geehrt werden, wollen sie aber den Zuschauern noch einmal im Kampf gegen den KSV Neckarweihingen ihr hohes Leistungspotenzial demonstrieren. Die Mischung aus Stammringern wie Marco Schmid, Martin Hirt oder Ömer Keser sowie jungen Talenten und nicht zuletzt Ringern, die auch in der 1. Bundesliga eingesetzt werden, hat sich vollauf bewährt. Nur so war dieser erstaunliche Siegeszug möglich, der nächstes Jahr auch ein gutes Abschneiden in der höheren Klasse garantieren sollte. Wer sich also schon etwas früher auf den Weg in die Mühlauhalle macht, der wird mit zehn weiteren spannenden Kämpfen gegen einen nicht zu unterschätzenden Gegner aus dem Unterland belohnt.
KSV Aalen - ASV Nendingen 29:9
Artikel vom 01.12.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1054, Kommentare: 0
Ehrenvolle Niederlage mit 9:29 gegen starke Aalener Mannschaft
Gegen einen fast in Bestbesetzung antretenden KSV Aalen hat der ASV Nendingen am Samstag eine ehrenvolle Niederlage mit 9:29 hinnehmen müssen. Der frühere deutsche Mannschaftsmeister, der dieses Jahr zumindest wieder das Finale erreichen will, hatte offensichtlich doch gehörigen Respekt vor den Nendingern. Deswegen boten sie in der Aalener Greuthalle fast alle ihre internationalen Asse auf. Einer von ihnen, der Ukrainer Vasyl Fedorishin, wurde vor dem Kampf noch gebührend für seine Ehrung zum „Weltringer des Jahres 2008“ durch den internationalen Verband gewürdigt. Die Nendinger wehrten sich gegen diese Top-Auswahl wacker, konnten die klare Niederlage in einem in sehr freundschaftlicher Atmosphäre ausgetragenen Kampf vor allerdings nur etwa 300 Zuschauern jedoch nicht vermeiden. Für Nendinger Siege sorgten Ghenadie Tulbea, der damit weiterhin ungeschlagen die Bestenliste der 1. Bundesliga Süd anführt, und Adrian Ozsda. Da Andreas Miekely aus privaten Gründen und Bernhard Scheuring nach einer Knieoperation nicht zur Verfügung standen, mussten die Gäste die Klasse bis 96 kg kampflos abgeben.
Den erwartet engen Kampf gab es zu Beginn zwischen Florin Matei (55 kg) und Constantin Bulibasa. Der sehr ruppig ringende Aalener setzte sich mit seinem unbequemen Kampfstil letztlich in der 5. Runde ganz knapp durch und brachte Florin Matei damit seine erste Niederlage in der Bundesliga bei. Sehr gut hielt sich Markus Eichin gegen den ins Schwergewicht aufgerückten Davyd Bichinashvili. Der Aalener behielt aber mit seiner Schnelligkeit und Cleverness in allen 3 Runden knapp die Oberhand. Den erwarteten Überlegenheitssieg für Nendingen sicherte sich Ghenadie Tulbea (60 kg). Der deutsche Jugendmeister Benjamin Sezgin wehrte sich zwar mutig, war gegen die überlegene Freistiltechnik des Nendingers aber ohne Chance. Semih Bosyan (66 kg) musste trotz guten Kampfes gegen den Ungar Balint Korpasi in der Bodenlage jeweils eine Wertung abgeben, so dass Aalen mit einer Führung von 13:6 in die Pause gehen konnte.
Danach wurde Marc Buschle (84 kg) nach seinen 6 Jahren im KSV-Trikot zwar sehr freundlich vom Aalener Publikum empfangen, Gastgeschenke gab es aber für ihn keine. Sein Gegner, der Europameister Emzarios Bentinidis, ließ den Nendinger nicht zur Entfaltung kommen und setzte sich in 3 Runden jeweils knapp durch. Einen ausgezeichneten Kampf lieferte auch wieder Florian Schwarz (66 kg). Obwohl er den Überlegenheitssieg von Vasyl Fedorishin, dem besten Freistilringer der Welt dieses Jahres, nicht verhindern konnte, überzeugte er durch mutigen Kampfstil und ständige Angriffsversuche. Pavel Burla (84 kg) konnte gegen Paul Potapov nicht den erhofften Rundengewinn erreichen und musste sich 0:3 geschlagen geben. Einen mitreißenden Kampf erlebten die Zuschauer in der Klasse bis 74 kg zwischen Adrian Ozsda und Hans-Jörg Scherr. Der Nendinger schien nach 2 Runden einen klaren Sieg anzusteuern, als der Aalener immer mehr aufkam und zum 2:2 ausgleichen konnte. In der 5. Runde allerdings holte sich der Nendinger doch noch mit letzter Kraft die letzte Wertung zum knappen Sieg. Daniel Reichle (74 kg) hielt sich gegen Kiril Terziev, den bulgarischen Bronzemedaillengewinner von Peking, in der 1. Runde beim 0:1 hervorragend, musste dann aber kurz vor Schluss der 2. Runde doch auf die Schultern.
Vorbericht: KSV Aalen 05 - ASV Nendingen
Artikel vom 26.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1455, Kommentare: 0
Noch zwei Kämpfe hat der ASV Nendingen in der diesjährigen Bundesligasaison zu bestreiten. Und die haben es auch in sich, denn für den Aufsteiger, der ja den Klassenerhalt schon sicher erreicht hat, geht es gegen die beiden Tabellenersten der 1. Bundesliga Süd. An diesem Samstag sind die Nendinger beim KSV Aalen 05 zu Gast und am 6. Dezember erwartet man im letzten Heimkampf den SV Wacker Burghausen. In Aalen will sich der ASV Nendingen wieder ähnlich gut präsentieren wie im Vorkampf, als die Gäste allerdings nicht mit ihrer allerstärksten Formation aufliefen. Auch diesmal ist zu erwarten, dass die Aalener nicht zuletzt aus finanziellen Gründen nicht alle ihre Stars einfliegen lassen. Aber ihr Kader ist so groß und ausgeglichen, dass sie auf jeden Fall eine hervorragende Mannschaft stellen werden. Für Nendingen wird es wieder darauf ankommen, sich so gut wie möglich zu behaupten. Schon zu Beginn des Kampfabends sind zwei besondere Leckerbissen zu erwarten. Denn in den Klassen bis 55 und 60 kg stehen sich hier die wohl stärksten Ringer der Liga gegenüber. Florin Matei hat es mit Constantin Bulibasa zu tun und Ghenadie Tulbea trifft wohl wieder auf Vitalie Railean, der als einziger ihm bisher beim knappen Sieg mit 3:2 in der Mühlauhalle stärkste Gegenwehr geleistet hat. Der für den ASV ringende Moldawier möchte natürlich unbedingt seine makellose Siegesbilanz als bisher erfolgreichster aller Ringer dieser Liga fortsetzen. Ob ihm das gelingt, wird eine der spannenden Fragen dieses Abends werden. Ein weiterer Höhepunkt könnte in der Klasse bis 84 kg das „ewige“ Duell zwischen Marc Buschle und Davyd Bichinashvili werden. Da Marc Buschle im Augenblick aufgrund der Umstände seiner beruflichen Weiterbildung nicht in seiner besten Form antreten kann, muss hier der Aalener als Favorit gelten. Im Schwergewicht würde sich Markus Eichin freuen gegen die „Legende“ David Musulbes kämpfen zu können. Der jetzt für Aalen ringende vielfache Olympiasieger und Weltmeister wäre für ihn ein Wunschgegner der besonderen Art. In allen anderen Kämpfen ist eine Vorhersage wegen der vielfältigen Aufstellungsvarianten der Aalener fast unmöglich. Sicher werden auch wieder zahlreiche Anhänger des ASV sich diesen Kampf nicht entgehen lassen. Abfahrt des Ringerbusses ist um 14 Uhr. Für den letzten Heimkampf gegen Burghausen sind übrigens auch wieder Tageskarten bei der Ticket-Box im Vorverkauf erhältlich. Auch die zweite ASV-Mannschaft hat am Samstag einen Auswärtskampf. Der Tabellenvierte von der KG Kirchheim/Köngen wird versuchen, dem ASV Nendingen II als ungeschlagenem Spitzenreiter die erste Niederlage beizubringen.
KG Dewangen - ASV Nendingen 20:19
Artikel vom 25.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1367, Kommentare: 0
Nach einem wahren Ringerkrimi verliert der ASV Nendingen bei der KG Dewangen denkbar knapp mit 19:20
Es ist wie verhext. Zum wiederholten Male in dieser Saison hat der ASV Nendingen am Samstag bei der KG Dewangen einen Favoriten an den Rand einer Niederlage gebracht. Mit nur einem einzigen Punkt Vorsprung aber rettete sich der Gastgeber noch einmal und sicherte sich damit den Einzug in die Endrunde um die deutsche Meisterschaft. Kein Drehbuchautor hätte diesen Ringerkrimi spannender gestalten können. Nach wechselhaftem Verlauf stand es 17:17 vor dem letzten Kampf zwischen Bastian Bentz und Ronny Sauter. Beide Ringer gewannen dann je zwei Runden. Die 5. Runde musste also die Entscheidung auch über den Gesamtsieg bringen. Aber keiner der beiden konnte hier einen sichtbaren Vorteil erzielen. So musste also der Mattenleiter einem der beiden Ringer den entscheidenden Vorteil des Beinfassens im Zwiegriff zuerkennen. Und der gut leitende Kampfrichter Michael Faller (Neuss) entschied sich dann eben für den Heimringer Ronny Sauter, der mit diesem Vorteil für seine Mannschaft mit 20:19 den von rund 700 Zuschauern frenetisch bejubelten Sieg rettete.
Sieger an diesem Abend war aber auch der Ringsport. Spannende Kämpfe, viele Wertungen, tolle Techniken und eine fantastische Stimmung in der gut gefüllten Wellandarena, - das Einzige, was den bei schwierigen Wetterbedingungen angereisten Nendinger Fans versagt blieb, war eben der so sehnlich gewünschte Überraschungssieg. Dabei hatte es wieder einmal glänzend begonnen. Florin Matei (55 kg) und Ghenadie Tulbea (60 kg) erwiesen sich als die erwartet sichere Nendinger Bank. Weder Aliaksandr Palau noch Paul Penner konnten dem Feuerwerk an Griffen, das die beiden Gäste abbrannten, Gleichwertiges entgegensetzen. Genauso wie diese beiden vorzeitigen Überlegenheitssiege wurde vom Nendinger Anhang aber der nicht einkalkulierte Sieg von Markus Eichin im Schwergewicht bejubelt. Der Schwarzwälder im Nendinger Trikot kommt immer besser in Schwung. Zwar verlor er gegen Dragomir Stoichev die 1.Runde noch im Zwiegriff, dann revanchierte er sich aber mit drei gewonnenen Runden dank überlegener Kondition für seine Niederlage in der Vorrunde. Das bis dahin auffallend ruhige Heimpublikum zeigte sich dann jedoch immer mehr von seiner lauten Seite, als zunächst in einem ganz engen Kampf Marek Szustek gegen Andreas Miekeley dank einer einzigen technischen Wertung im Bodenkampf mit 3:0 die Oberhand behielt. Und ganz laut wurde es als Edward Barsegjan (66kg) wie schon im Vorkampf mit überlegener Technik im Bodenkampf gegen Semih Bosyan zum Pausenstand von 8:11 verkürzen konnte.
In einem der Schlüsselkämpfe gab Marc Buschle (84 kg) gegen den routinierten Felix Polianidis zwar Alles. Aber in der 5. Runde setzte sich der für Dewangen ringende Grieche doch knapp durch und hielt damit die Hoffnungen der Gastgeber am Leben. Florian Schwarz (66 kg) war gegen Lukasz Goral in einem tollen Kampf zwar immer der aktivere Ringer. Der polnische Weltklassemann aber konterte dreimal und brachte sein Team erstmals in Führung. Nach dem erwarteten Überlegenheitssieg von Pavel Burla (84 kg) gegen Jan Eckstein und der einkalkulierten Punktniederlage von Adrian Ozsda (74 kg) gegen Krzysztof Kowalski kam es dann zum erwähnten Herzschlagfinale beim Stand von 17:17. In der Vorrunde hatte Bastian Bentz mit 3:2 gewonnen, diesmal waren eben Ronny Sauter und damit die Dewanger die im wahrsten Sinne des Wortes Glücklicheren.
Vorbericht: KG Dewangen- ASV Nendingen
Artikel vom 20.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1343, Kommentare: 0
Auf die Ringer des ASV Nendingen wartet am Samstag bei der KG Dewangen schon wieder ein ganz heißer Tanz. Die Ostälbler stehen im Augenblick auf Platz 5 der 1. Bundesliga Süd, der gerade noch zum Einzug in die Endrunde berechtigt. Um diese Chance zu wahren, müssen sie gegen Nendingen unbedingt gewinnen. Die Nendinger werden sich in Dewangen aber sicher nicht als Punktelieferant präsentieren, sondern sehen durchaus ihre Chancen so wie schon bei der knappen Niederlage in der Vorrunde mit 18:21. Der ASV rechnet mit sicheren Siegen durch Florin Matei (55 kg), Ghenadie Tulbea (60 kg) und Pavel Burla (84 kg). Klare Favoriten auf Dewanger Seite sind hingegen die Weltklasseringer Edward Barsegjan gegen Semih Bosyan und Lukasz Goral gegen Florian Schwarz. Und auch für Adrian Ozsda wird es schwer sein, gegen Krzysztof Kowalski zu einem Rundengewinn zu kommen. Die vier Schlüsselkämpfe wird es zunächst in den beiden oberen Gewichtsklassen geben, wo zuerst Markus Eichin seine verbesserte Form gegen Dragomir Stoichov unter Beweis stellen will und vielleicht für eine Überraschung sorgen kann. Und dann hat es Andreas Miekeley mit dem bärenstarken Marek Szustek zu tun, der auf Revanche für seine sensationelle Niederlage im Vorkampf brennen wird. Marc Buschle wird in einem weiteren vorentscheidenden Kampf voraussichtlich auf den erfahrenen Griechen Felix Polianidis treffen. Falls er hier die Oberhand behalten sollte, wird wohl die endgültige Entscheidung im letzten Kampf zwischen voraussichtlich Bastian Bentz und Ronny Sauter fallen. In der Mühlauhalle hatte Bastian Bentz mit 3:2 knapp die Nase vorn, doch in Dewangen ist auch hier alles offen. Diese Begegnung verspricht also ein hohes Maß an Spannung und Dramatik. Die Nendinger Ringer hoffen natürlich darauf, bei diesem württembergischen Derby von einer großen Zahl ihrer Anhänger unterstützt zu werden. Vielleicht gelingt ja diesmal die Überraschung, die schon mehrmals zum Greifen nahe war.
Die zweite ASV-Mannschaft tritt am Sonntagmorgen zum Bezirksderby in Hardt an und möchte mit einem weiteren Sieg ihre Spitzenposition untermauern.
Vorbericht: ASV Nendingen - SV Hallbergmoos
Artikel vom 13.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1333, Kommentare: 0
Die Ergebnisse des letzten Kampftages haben die Aufgabe des ASV Nendingen im vorletzten Heimkampf gegen den SV Hallbergmoos nicht einfacher gemacht. Die Bayern unterlagen in Dewangen knapp und müssen jetzt gegen Nendingen am Samstag unbedingt gewinnen, um die Chance auf einen Platz in der Endrunde um die deutsche Meisterschaft zu erhalten. Die Gäste dürfen sich also keine Blöße geben und müssen mit all ihren Assen in der Mühlauhalle antreten, wenn sie keine Überraschung erleben wollen. Und da wimmelt es im Kader der Hallbergmooser nur so von Weltklasseringern aus Ungarn, Litauen, Polen, Finnland und Griechenland. In manchen Klassen haben sie sogar die Auswahl aus zwei oder drei ausländischen Spitzenringern. Auf Nendinger Seite hofft man auf Siege in den zwei leichten Gewichtsklassen durch Florin Matei und Ghenadie Tulbea, die sich beide derzeit in blendender Form präsentieren. Außerdem möchte Marc Buschle natürlich seinen Sieg gegen Konstantin Völk wiederholen, doch wird sich sein zur deutschen Spitzenklasse zählender Gegner wohl diesmal besser auf Marc Buschle eingestellt haben als im Vorkampf. In allen anderen Klassen wird es sehr schwer sein zu Rundengewinnen zu kommen. Denn Plamen Petrov (66kg G), Aleksandr Kazakevic (74 G), Akos Wöller (74 F), Julian Kwitt (84 kg G) und Mindaugas Ezerskis (96 kg G) werden wohl kaum zu bezwingen sein. Aber vielleicht kann ja Florian Schwarz den deutschen Spitzenringer Steffen Lübke ein bisschen in Verlegenheit bringen. Und auch Markus Eichin ist gegen Tzonis Lamprianos oder Bartolomiej Bartniecki nicht ganz chancenlos. Die Nendinger Mannschaft hat sich auf jeden Fall beim klaren Sieg in Nürnberg wieder von ihrer besten Seite gezeigt und wird sich auch dem treuen heimischen Publikum bestens motiviert und selbstbewusst präsentieren. Da die zweite Mannschaft beim ASV Möckmühl und die Jugendmannschaft beim KSV Allensbach Auswärtskämpfe bestreiten, wird es keinen Vorkampf geben. Die Vorstellung der Mannschaft beginnt um 19.20 Uhr. Der Ringerzug aus dem Donautal ist natürlich auch diesmal wieder im Einsatz.
SV Johannis Nürnberg - ASV Nendingen 8:29
Artikel vom 10.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1465, Kommentare: 0
ASV Nendingen hat nach klarem Sieg in Nürnberg den Klassenerhalt so gut wie sicher
Mit einem weiteren klaren Sieg mit 29:8 gegen den direkten Konkurrenten SV Johannis Nürnberg hat der ASV Nendingen den wohl entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt in der 1. Bundesliga gemacht. Die noch sieglosen Nürnberger müssten in den letzten 4 Kämpfen noch 3 Siege einfahren, um die Nendinger noch in Gefahr zu bringen. Die Franken hatten vor diesem Kampf einige Überraschungen angekündigt und wollten mit einer veränderten Aufstellung die Gäste in Verlegenheit bringen.
Die wohl größte Überraschung erlebten sie aber selber im spektakulären Höhepunkt dieses Abends, dem Kampf bis 60 kg. Der Nürnberger Tim Schleicher ist dieses Jahr deutscher Meister geworden und wurde als Vize-Europameister der Junioren zum „Sportler des Jahres der Region Nürnberg“ gewählt. Im Frühjahr hatte er Ghenadie Tulbea bei der EM sogar entscheidend besiegt. Der seit dieser Saison für Nendingen ringende Moldawier aber trumpfte in Nürnberg mit einer sensationellen Leistung auf. Nicht nur Trainer Volker Hirt war total begeistert: “Ein absolut geiler Weltklassekampf“. Mit insgesamt 12:1 Punkten ließ Tulbea dem starken Nürnberger keine Chance und trug damit entscheidend zur klaren Nendinger Führung mit 14:0 Punkten nach den ersten 4 Kämpfen bei.
Der ebenfalls wieder in Hochform ringende Florin Matei mit einem Überlegenheitssieg und Markus Eichin und Andreas Miekeley in den beiden schweren Klassen mit klaren Punktsiegen ließen damit von Anfang an keinen Zweifel über den Ausgang dieser Begegnung aufkommen. Die Franken kamen insgesamt nur zu zwei Siegen, während nach der Pause auch Marc Buschle, Pavel Burda und Adrian Ozsda die erhofften Erfolge für Nendingen beisteuerten. Besonders erfreulich war hier aber auch der vorher nicht zu erwartende Schultersieg von Florian „Lotte“ Schwarz.
Der Auftakt in Nürnberg verlief für Nendingen nach Plan. Florin Matei (55 kg) demonstrierte gegen den deutschen A-Jugendmeister Fabian Schmitt mit einem überlegenen Sieg seine überragende Form und auch Markus Eichin (120 kg) wiederholte gegen Fabian Appel mit 3:0 seinen Punktsieg aus der Vorrunde. Dann allerdings zeigte Ghenadie Tulbea (60 kg) Freistilringen vom Feinsten und durchkreuzte mit seinem so nicht zu erwartenden Überlegenheitssieg gegen den deutschen Meister Tim Schleicher alle Nürnberger Hoffnungen auf einen für sie günstigeren Kampfverlauf. Andreas Miekeley (96 kg) erhöhte mit einem kontrolliert herausgerungen Punktsieg gegen Matthias Baumeister sogar die Nendinger Führung, ehe Marco Greifelt (66 kg) in einem ganz engen Kampf gegen Semih Bosyan für die Franken erstmals punkten konnte.Nach der Pause bauten aber die Nendinger ihre Führung mit 4 Siegen in Serie auf 29:4 aus. War Marc Buschles Überlegenheitssieg gegen Ralf Choroba (84 kg) noch erwartet worden, so konnte man auf den Vier-Punkte-Sieg von Florian Schwarz (66 kg) vorher nicht unbedingt setzen. Sein Gegner Mario Besold hatte eigens in diese Klasse abtrainiert, war aber schon vor seiner Schulterniederlage in der 3. Runde gegen einen wieder überragenden „Lotte“ absolut chancenlos. Pavel Burla (84 kg) traf auf den in letzter Zeit so starken Sebastian Krieger, dem er aber mit 3:1 Punkten eine weitere Überraschung verwehrte. Nach dem klaren Überlegenheitssieg von Adrian Ozsda (74 kg) gegen Martin Klopf war es dem Nürnberger Trainer Christian Graupeter (74 kg) wenigstens vergönnt, mit einem Schultersieg gegen Dominik Hipp den Rückstand seiner Mannschaft doch noch etwas zu verkürzen.
Trainer Volker Hirt kann nach dieser überzeugenden Vorstellung seiner Mannschaft nun den weiteren Kämpfen beruhigt entgegensehen.
Am nächsten Samstag wollen die Nendinger aber im vorletzten Heimkampf der Saison dem favorisierten SV Hallbergmoos wieder nach Kräften Paroli bieten.
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Bild: Karl Greiner (ASV Nendingen)
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Vorbericht: SV Johannis Nürnberg - ASV Nendingen
Artikel vom 06.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1376, Kommentare: 0
Viele in Nendingen haben auch nach der Niederlage gegen Freiburg allen Grund stolz zu sein. Stolz auf eine Leistung des ASV Nendingen, die man vor der Saison so nicht erwarten durfte. Ob Ringer, Trainer, Funktionäre, Helfer oder Zuschauer, - sie alle haben Anteil an dem, was der ASV in dieser ersten Bundesligasaison auf die Beine gestellt hat.
Zwar hat man bisher weiterhin erst einen Sieg auf der sportlichen Habenseite. Dennoch hat sich die Mannschaft in fast allen Kämpfen bisher auf Augenhöhe mit den etablierten Mannschaften der Liga präsentiert. Das hat sich auch am letzten Samstag bei der knappen Niederlage gegen Freiburg wieder bestätigt. Und noch etwas wurde hier wieder deutlich. Kein anderer Verein in der Ringerbundesliga in Deutschland kann derzeit offensichtlich den Ringern eine derart imposante Kulisse bieten wie der ASV Nendingen.
So wie die Freiburger war bisher jeder Gastverein des Lobes voll über das Umfeld, das in der Mühlauhalle den Ringern das Herz höher schlagen lässt.
Und was die sportliche Seite angeht, so könnte am Samstag mit einem Erfolg in Nürnberg die Siegesbilanz etwas verbessert werden. Die Nendinger gehen beim noch sieglosen Tabellenletzten als Favorit auf die Matte. Allerdings sind die Franken nun in der Rückrunde deutlich stärker einzuschätzen als vorher, so dass die Fahrt nach Nürnberg kein Spaziergang werden wird.
Der Höhepunkt dieser Begegnung wird sicherlich der Kampf zwischen dem noch unbesiegten Ghenadie Tulbea (60 kg) und dem für Nürnberg ringenden deutschen Meister Tim Schleicher werden. Tim Schleicher kann nun in der Rückrunde in seiner Stilart antreten. Im Frühjahr hat er den Nendinger bei den Europameisterschaften besiegen können. Aber Ghenadie Tulbea wird versuchen auch in Nürnberg seine makellose Bilanz fortzusetzen. Aufpassen muss auch Adrian Ozsda. Im Vorkampf konnte er Sebastian Krieger besiegen. Der hat aber in den letzten Wochen mit zwei sensationellen Schultersiegen gegen die beiden besten Ringer der Liga in der Klasse bis 74 kg aufhorchen lassen. Erst schulterte er Eduard Kratz in Freiburg und nun machte er dasselbe mit dem lettischen Olympiateilnehmer Alexander Kazakevic in Hallbergmoos. Mal sehen, ob Adrian Ozsda diesen Aufwärtstrend stoppen kann. Auch Florian Schwarz muss sich vorsehen, denn der erstmals eingesetzte Marc Pöhlmann ist in Hallbergmoos dem Favoriten Steffen Lübke nur ganz knapp unterlegen. Vielleicht kann sich andererseits Semih Bosyan für seine knappe Vorkampfniederlage gegen Marco Greifelt revanchieren.
Die Nendinger werden sich sicher schwerer tun als beim klaren Heimsieg, sollten bei normalem Kampfverlauf aber doch beide Punkte mit nach Hause nehmen und damit wohl endgültig den Klassenerhalt zementieren.
Für Fans besteht wieder nach vorheriger Anmeldung eine Mitfahrmöglichkeit im Mannschaftsbus (Abfahrt 12.30 Uhr).
ASV Nendingen - RKG Freiburg 2000 16:18
Artikel vom 02.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1332, Kommentare: 0
ASV Nendingen verliert nach großem Kampf wieder ganz knapp gegen Freiburg
Trotz großen Kampfes hat der ASV Nendingen am Samstag erneut gegen die RKG Freiburg 2000 eine knappe Niederlage hinnehmen müssen. Die Enttäuschung darüber hielt sich aber unter dem Gesamteindruck eines tollen Ringsportabends in Grenzen. Mattenleiter P. Pimpel beispielsweise bestand sogar darauf, dass für die Präsentation dieses Spektakels in das Kampfprotokoll das Prädikat „fantastisch“ eingetragen wurde.
Wiederum mindestens 1 300 Zuschauer in der vollbesetzten Mühlauhalle boten einen würdigen Rahmen für diese Bundesligabegegnung, die bei jeweils 5 Siegen der Nendinger und der Gäste an Klasse und Spannung nichts zu wünschen übrig ließ.
Die Halle bebte besonders bei den Kämpfen von Markus Eichin und Florian Schwarz, als beide nach Rundenrückstand angepeitscht vom Publikum noch mit einer Energieleistung die Wende und den Punktsieg mit jeweils 3:1 Punkten erzwangen. Und zu Recht konnten sich auch Florin Matei, Ghenadie Tulbea und Marc Buschle als klare Sieger von den Fans mit der „Welle“ feiern lassen.
Die Dramatik dieses Kampfabends ist deutlich ablesbar an den Zwischenständen: Euphorie nach drei Auftaktsiegen zum 10:1, leichte Ungewissheit beim Pausenstand von 10:7, verhaltener Optimismus beim 16:8 vor den letzten drei Kämpfen und dann doch wieder ähnlich wie im Vorkampf die knappe Niederlage mit 16:18 im Endspurt der Gäste.
Mit Florin Matei und Ghenadie Tulbea hat der ASV Nendingen nach dem Stilartwechsel in der Rückrunde in den beiden leichten Klassen zwei absolute Asse aufzubieten.
„Der Florin verliert in der Rückrunde keinen Kampf“, prophezeite Florin Mateis Gegner Manuel Krämer (55 kg), immerhin DM-Dritter dieses Jahres, anerkennend nach seiner deutlichen Niederlage. Und in ähnlicher Klasseform präsentierte sich auch Freistilringer Ghenadie Tulbea nunmehr eine Klasse höher bis 60 kg. Blitzschnell und gewandt wie eine Katze kam der Nendinger kurz vor Schluss der 1. Runde gegen den ungarischen Juniorenmeister Istvan Kovacs sogar zum Schultersieg. Und für den dritten Nendinger Erfolg zu Beginn sorgte Schwergewichtler Markus Eichin. Der „Bär von Gresgen“ hatte sich nach seiner Vorkampfniederlage besser auf den Ungar Daniel Bona eingestellt und holte sich den ersehnten Sieg in vier Runden. Andreas Miekely (96 kg) konnte dagegen seinen Rundengewinn von Freiburg nicht wiederholen und musste sich trotz aller Bemühungen dem ungarischen Meister Balazs Kiss 0:3 geschlagen geben. Und auch der vierte ungarische Ringer im Freiburger Dress, Ede Komaromi, konnte mit einem harterkämpften Punktsieg gegen den Nendinger Co-Trainer Semih Bosyan den Rückstand seines Teams in Grenzen halten. Nach der Pause war aber zunächst wieder die Heimmannschaft an Zug. Marc Buschle (84 kg) rang, zuverlässig wie immer, einen klaren Sieg gegen den wieder nur defensiv eingestellten Viktor Reh heraus. Und in einem begeisternden Kampf demonstrierte mit Florian Schwarz einer der Publikumslieblinge seine derzeitige tolle Form und Einstellung, als er den Bulgaren Rumen Kolev klar nach Punkten bezwang. In einem der Schlüsselkämpfe dieses Abends brannte Ringertrainer Volker Hirt (84 kg) auf einen Sieg gegen Jury Witt. Als er aber trotz großen Einsatzes den Weg zum Sieg nicht fand, war klar, dass es auch diesmal zu einem Sieg gegen Freiburg nicht reichen würde. Denn Adrian Ozsda (74 kg) hielt sich gegen den überragenden Eduard Kratz zwar besser als im Vorkampf, konnte aber eine Niederlage genauso wenig vermeiden wie im Schlusskampf Daniel Reichle. Er war kurzfristig eingesprungen, gab gegen Vitali Wagin zwar nie auf, musste sich dem Freiburger aber trotzdem geschlagen geben.
Vorschau: ASV Nendingen - RKG Freiburg
Artikel vom 29.10.2008, Autor: , Views: 1876, Kommentare: 0
Ein mit großer Spannung erwarteter Ringsportabend steht am Samstag in der Mühlauhalle an. Mit der RKG Freiburg stellt sich im drittletzten Heimkampf der direkte Tabellennachbar des ASV Nendingen in der 1. Bundesliga Süd vor. Die Vorrundenbegegnung haben die Nendinger bekanntlich mit 18:19 ganz knapp verloren und sie brennen nun natürlich auf Revanche vor eigenem Publikum. Ob das gelingen kann, wird sich vermutlich auch wieder erst in den letzten Kämpfen entscheiden. Da die Freiburger in den beiden Klassen bis 74 kg mit Eduard Kratz und Vitali Wagin aber stark besetzt sind, wird es darauf ankommen sich vorher ein möglichst großes Punktepolster zu sichern. Und da wird es auf jeden einzelnen Punkt ankommen. Vorentscheidend könnten schon die beiden leichtesten Gewichtsklassen werden. Florin Matei wird dabei auf den diesjährigen DM-Dritten Manuel Krämer treffen und Ghenadie Tulbea bekommt es mit dem ungarischen Juniorenmeister Istvan Kovacs zu tun. Zwei schwere Aufgaben also, aber vielleicht ist doch der eine oder andere Sieg möglich. Semih Bosyan verlor in Freiburg gegen den Ungar Ede Komaromi mit 1:3 und will versuchen auch diesmal mindestens eine Runde zu gewinnen. Ein Sieg von Florian Schwarz gegen Rumen Kolev oder Tobias Ketterer würde die Nendinger Chancen natürlich intakt halten. Von Marc Buschle erwartet man einen Sieg gegen Viktor Reh im Freistil. Ob aber im klassischen Stil bis 84 kg der Freiburger Jury Witt besiegt werden kann, wird eine der Schlüsselfragen am Samstag sein. Auch die beiden oberen Gewichtsklassen scheinen völlig offen. Falls Andreas Miekeley wieder auf Balazs Kiss trifft, wäre jeder Rundengewinn ein Erfolg. Im Schwergewicht erhoffen sich die Nendinger einen Sieg von Markus Eichin, der damit die Weichen auf einen Nendinger Mannschaftserfolg stellen könnte. Wie man schon an dieser Aufreihung der möglichen Paarungen sehen kann, ist ein völlig offener Ausgang dieses Kampfes zu erwarten. Vielleicht wird das Publikum der Schlüssel zum Erfolg sein. Falls die Nendinger Mannschaft wieder so unterstützt wird wie in den vorherigen Begegnungen, könnte das der entscheidende Knackpunkt für den zweiten Nendinger Sieg in der 1. Bundesliga sein. Die Vorstellung der Mannschaften ist um 19.20 Uhr. Der Ringerzug wird die Zuschauer aus dem Donautal ab Fridingen wieder zu den üblichen Abfahrtszeiten zur Halle bringen.
Schon ab 17.30 Uhr trifft in der Mühlauhalle die Nendinger zweite Mannschaft auf die Gäste der KG Baienfurt II. Die Heimmannschaft möchte mit einer wiederum starken Aufstellung ihr großes Leistungspotential demonstrieren. Alles andere als ein klarer Sieg des gastgebenden Tabellenführers der Landesliga wäre deswegen eine Überraschung.
SC Anger - ASV Nendingen
Artikel vom 27.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1162, Kommentare: 0
Der ASV Nendingen bringt den Tabellenzweiten arg ins Schwitzen – Nur knappe Niederlage mit 16:21 beim SC Anger
Hervorragend haben sich die Ringer des ASV Nendingen beim Tabellenzweiten der 1. Bundesliga Süd gehalten. Am Samstag brachten sie den SC Anger bei der recht knappen Niederlage mit 16:21 arg ins Schwitzen. „So spannend muss es nicht immer sein“, überschrieben die arg in Bedrängnis geratenen Oberbayern ihren Bericht über diese dramatische Begegnung, bei der der SC Anger seinen Sieg erst im allerletzten Kampf sicherstellen konnten. Die Nendinger ihrerseits haderten weniger damit, einen möglichen Sieg knapp verpasst zu haben. Trainer Volker Hirt verwies stattdessen auf den positiven Aspekt: „Wir haben hier alles gegeben und eine Superleistung geboten. Und diesen Schwung wollen wir in den nächsten wichtigen Heimkampf gegen Freiburg mitnehmen.“ Vor allem die beiden leichten Gewichtsklassen erwiesen sich in Anger als Trumpf-Asse des ASV. Mit Vier-Punkte-Siegen brillierten sowohl Florin Matein als auch Ghenadie Tulbea, die in der Rückrunde in ihrer bevorzugten Stilart antreten können. Aber auch Marc Buschle zeigte seinen wohl besten Kampf der Saison, als er den Olympiastarter Radoslaw Horbik auswärts besiegte. Für Andreas Miekely konnte Anger keinen Gegner stellen, so dass Nendingen hier kampflos zu den Punkten kam. Für einen furiosen Einstand in der 1. Bundesliga sorgte zum Auftakt Florin Matei, der in der Rückrunde die Klasse bis 55 kg im klassischen Stil besetzt. Seinem estnischen Gegner Anar Zeinalow ließ er mit einer Glanzleistung beim Überlegenheitssieg keine Chance. Umgekehrt die Vorzeichen im Schwergewicht, wo Anger mit dem noch ungeschlagenen Gergely Kiss einen Spitzenringer hat, der Markus Eichin trotz heftiger Gegenwehr in der 2. Runde auf die Schultern zwang. Ghenadie Tulbea zeigte dann seine Freistilklasse auch in der höheren Klasse bis 60 kg, als er den gewiss nicht schlechten Christopher Geiger schon in Runde eins auf die Schultern legte. Sehr gut hielt sich auch wieder Semih Bosyan (66 kg) gegen den deutschen Meister Heinz Marnette, gegen den er in drei Runden nur relativ knapp verlor. Höhepunkt des Abends war dann der Kampf zwischen Radoslaw Horbik (84 kg) und Marc Buschle, der sich unbedingt für die Vorrundenniederlage revanchieren wollte. In einer hochdramatischen Begegnung wogte der Kampf hin und her. Nach einem 1:2-Rundenrückstand, konnte Marc Buschle mit einer tollen Leistung in den beiden letzten Runden doch noch mit letztem Energieeinsatz die Wende zu seinem Triumph erzwingen. Nun stand es 9:15 für die Gäste und die Aufholjagd der Heimmannschaft musste beginnen. Die hätte Florian Schwarz (66 kg) um ein Haar jäh beendet, als er Alexander Kropf in der 2. Runde fast auf die Schultern zwang. Der Kampfrichter pfiff aber nicht ab und so konnte Anger mit einem Punktsieg trotz starker Leistung von „Lotte“ weiter auf einen Mannschaftssieg hoffen. Den Gleichstand von 15:15 schaffte dann der bärenstarke Bernhard Mayr (84 kg), gegen den Ringertrainer Volker Hirt zwar vor allem in Runde drei gut dagegen hielt, aber eine Punktniederlage nicht vermeiden konnte. Ebenfalls sehr gut präsentierte sich wieder Adrian Ozsda (74 kg) gegen Levente Füeredy, der aber doch in allen 3 Runden die Nase knapp vorn hatte. Bastian Bentz (74 kg) holte zum Schluss in einem guten Kampf zwar gegen Stefan Koch eine Runde, doch der Heimringer erwies sich dennoch als der etwas cleverere Freistilringer.
Die Sensation war damit ausgeblieben, aber für Nendingen gilt ja ohnehin der nächste Samstag mit dem Heimkampf gegen Freiburg als der Kampf, den man unbedingt gewinnen will.
ASV Nendingen beim SC Anger
Artikel vom 22.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1239, Kommentare: 0
Einen weiteren schweren Auswärtskampf hat der ASV Nendingen am Samstag in der 1. Bundesliga vor sich. Beim Tabellenzweiten SC Anger werden die Trauben wieder sehr hoch hängen. Die Oberbayern haben in der Vorrunde nur gegen Burghausen verloren und werden nun in der Rückrunde ihre gute Ausgangsposition für die Endrunde mit Macht verteidigen wollen. Die Nendinger können trotz der hohen Niederlage in Burghausen stolz auf eine erstaunlich gute Vorrundenbilanz sein. Mit dem klaren Sieg gegen Nürnberg hat man sein Soll vorerst erfüllt und wird sich in der Rückrunde vor allem auf die Kämpfe in Nürnberg und daheim gegen Freiburg konzentrieren. Das heißt aber ganz und gar nicht, dass man die anderen Kämpfe auf die leichte Schulter nimmt. Schon in Anger werden die Nendinger versuchen, sich wieder so teuer wie möglich zu verkaufen. Interessant wird in diesem ersten Kampf der Rückrunde mit dem Stilartwechsel die Aufstellung der Mannschaften in den beiden leichten Gewichtsklassen. Sowohl Nendingen als auch Anger haben hier mehrere Optionen, die zu brisanten Duellen führen können. Schwer wird es für Nendingen in den Klassen bis 66 und 74 kg, wo man schon im Hinkampf trotz tollem Einsatz Niederlagen hinnehmen musste. Marc Buschle wird gegen den Peking-Starter Radoslaw Horbik auf Revanche für die knappe Vorrundenniederlage brennen. Andreas Miekeley bekommt es in der Klasse bis 96 kg entweder wieder mit Heiki Nabi, dem Weltmeister von 2006, oder dem polnischen Juniorenmeister Marcin Olejniczak zu tun. Und auch für Markus Eichin wird es im Freistilschwergewicht ganz schwer. Er trifft entweder wieder auf den bisher ungeschlagenen Ungarn Gergely Kiss oder dessen genauso starken Landsmann Otto Aubeli. Zum Auftakt holten die Nendinger gegen die Oberbayern 11 Mannschaftspunkte. Wenn sie auswärts annähernd so viele Punkte erreichen würden, könnte man sehr zufrieden sein.
SV Burhausen - ASV Nendingen 34:2
Artikel vom 20.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1226, Kommentare: 0
Der ASV Nendingen unterliegt beim Herbstmeister in Burghausen klar mit 2:34
In der ersten Begegnung lieferte Andreas Miekeley (120 kg) gegen den griechischen Olympiateilnehmer Theodoros Tounisidis einen sehr ausgeglichenen Kampf, gewann sogar eine Runde und musste sich nur mit 1:3 geschlagen geben. Auch Benjamin Raiser (60 kg) war gegen den starken Christoph Scherr nahe an einem Rundengewinn, verlor aber doch mit 0:3. Ähnlich die Situation dann in der Klasse bis 96 kg. Markus Eichin hielt sich gegen den mehrfachen EM- und WM-Medaillengewinner David Otiashvili sehr gut, zog aber doch in allen drei Runden knapp den Kürzeren. Der bisher noch unbesiegte Eugen Ponomartschuk (84 kg) hatte gegen Volker Hirt bei seinem Punktsieg ebenfalls etwas mehr Mühe, als er wohl vorher erwartet hatte. Der Burghausener Matthias Maasch (60 kg) hat sich bisher klar als zweitbester klassischer Leichtgewichtler der Liga präsentiert. Semih Bosyan konnte zunächst noch gut mithalten, konnte eine Überlegenheitsniederlage aber dann doch nicht verhindern. Höhepunkt des Abends war die ganz hart umkämpfte Auseinandersetzung zwischen dem bisher noch unbesiegten Miroslav Geshev und Marc Buschle. Letztlich war der Bulgare der etwas Glücklichere, der mit 3:1 Runden sich durchsetzen konnte. Gegen Ivan Deliverski konnte Dominik Hipp (74 kg) eine Schulterniederlage nicht vermeiden. Adrian Ozsda sah gegen Sharur Vardanyan in den ersten beiden Runden noch sehr gut aus, verlor dann aber in Runde drei doch noch deutlich. Für den ASV Nendingen gilt nun nach dem nächsten Auswärtskampf in Anger die ganze Konzentration dem Heimkampf am 1. November gegen die RKG Freiburg, gegen die man sich nur zu gerne für die knappe Vorrundenniederlage revanchieren möchte.
SV Wacker Burghausen - ASV Nendingen / Vorschau
Artikel vom 15.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1271, Kommentare: 0
ASV Nendingen vor ganz schwerer Aufgabe beim SV Wacker Burghausen
Die zweite Mannschaft will am Samstag beim KSV Neckarweihingen die alleinige Tabellenführung behaupten. Sie darf dabei aber die Gastgeber auf keinen Fall unterschätzen, denn sie verfügen vor allem in den leichten Gewichtsklassen mit den noch ungeschlagenen Niculai Mihai, Patrik Tulai und Michal Mis über ganz starke Ringer. Dennoch gelten die Nendinger als Favoriten und wollen sich vor dem Spitzenkampf gegen den VfL Gemmrigheim nächste Woche keine Blöße geben.
ASV Nendingen - KSV Aalen 17:22
Artikel vom 14.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1429, Kommentare: 0
Der ASV Nendingen verliert gegen Aalen nur mit 17:22
1300 begeisterte Zuchauer erleben eine tolles Ringerspektakel
Schon am Beginn des Kampfabends stand ein absoluter ringerischer Höhepunkt. Ghenadie Tulbea und Vitalie Railean lieferten sich einen äußerst intensiv geführten Kampf, der in jeder Sekunde auf des Messers Schneide zu stehen schien. Technisch hochklassig und blitzschnell agierend zeigten sie Ringsport für Genießer. Erst in der fünften Runde konnte sich der Nendinger zum umjubelten Sieg durchsetzen und die erwarteten drei Punkte einfahren. Schneller als es Andreas Miekely lieb war, ging die Schwergewichtsbegegnung zu Ende. Obwohl er zunächst sogar in Führung ging, musste er sich vom 15 kg schwereren DM-Dritten Ralf Böhringer schultern lassen. Den Gleichstand von 6:6 schaffte dann Benjamin Raiser (60 kg), der gegen das Aalener Talent Oliver Hug sogar fast einen Überlegenheitssieg geschafft hätte. Markus Eichin (96 kg) hielt sich gegen den Olympia-Fünften Davyd Bichinashvili zwar hervorragend, doch der Aalener holte sich mit blitzschnellen Beinangriffen immer wieder die nötigen Punkte zum Sieg. Vasyl Fedorishin, Silbermedaillengewinner von Peking, stellte den ohnehin durch seine Rippenverletztung behinderten Florian Schwarz (66 kg) vor eine unlösbare Aufgabe. Der ukrainische Weltklassemann kam nach klarer Führung in der 2. Runde zum Schultersieg. Nach der Pause versuchte Volker Hirt (84 kg) bei seinem Comeback auf der Matte mit einem Sieg gegen Paul Potapov vielleicht doch noch eine Wende zugunsten der Nendinger zu erzwingen. Doch trotz seines unbändigen Kampfgeistes konnte er eine Punktniederlage gegen den Aalener nicht verhindern. Seinen lautstark bejubelten ersten Sieg dieser Saison konnte Semih Bosyan (66 kg) feiern. Gegen Patrick Sorg, den diesjährigen deutschen Juniorenmeister, kam er nach drei Runden zum verdienten Punktsieg. Nach dem kampflosen Sieg von Marc Buschle war dann vor den letzten zwei Kämpfen Nendingen plötzlich auf 14:16 Punkte herangekommen. Doch die Aalener konnten dann mit dem erwarteten Sieg von Kiril Terziev (74 kg) die Entscheidung herbeiführen. Dominik Hipp wehrte sich gegen den Bronzemedaillengewinner von Peking zwar nach Kräften, musste dann aber nach vier Minuten gegen den bulgarischen Weltklasseringer doch auf die Schultern. Mit einem hart erkämpften Punktsieg gegen Hans-Jörg Scherr konnte Adrian Ozsda mit seinem zweiten Saisonsieg das Endergebnis für Nendingen mit 17:22 Punkten noch freundlicher gestalten, als es vorher erwartet werden konnte.
Auch wenn damit nun die fünfte Niederlage für den ASV zu Buche steht. Die Nendinger haben ohne Frage bisher mit ihrem Kampfgeist auf der Matte und der Präsentation ihrer Heimkämpfe in der Bundesliga für Furore und hohen Respekt gesorgt.
ASV Nendingen - KSV Aalen 05 / Vorschau
Artikel vom 08.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1271, Kommentare: 0
An diesem Samstag wird es zu der vielleicht spektakulärsten Ringsportveranstaltung dieser Saison in der Mühlauhalle kommen. Mit dem mehrfachen deutschen Mannschaftsmeister KSV Aalen ist der wohl attraktivste Gegner des ASV Nendingen zu Gast.
Nach verletzungsbedingten Startschwierigkeiten haben die Ostälbler in den letzten beiden Kämpfen wieder zu ihrer wahren Stärke zurückgefunden. Am letzten Samstag besiegten sie den SV Hallbergmoos mit 25:14, während die Nendinger ihrerseits tags zuvor in Hallbergmoos noch 24:12 unterlegen waren. Solche Quervergleiche sind natürlich nur beschränkt aussagefähig, aber trotzdem gibt es an der klaren Favoritenrolle der Aalener keinen Zweifel. Da sich die Gäste keine Blöße geben dürfen, ist zu erwarten, dass sie mit einer ähnlich starken Mannschaft wie am letzten Kampftag auch gegen Nendingen antreten werden. Fünf in Peking hervorragend platzierte Olympiateilnehmer garantieren für Ringen auf Weltklasseniveau:
Der Ukrainer Vasyl Fedorishin (66 kg F) als Silbermedaillengewinner, der Bulgare Kirill Terziev (74 kg F) als Bronzemedaillengewinner, die beiden Olympiafünften Davyd Bichinashvili (84/96 kg F) und Nikolay Gergov (74 kg G) sowie der Olympianeunte Emzarios Bentinidis (74/84 kg F). Aber auch die anderen Mannschaftskollegen stehen diesen Stars nicht viel nach. Die besten Chancen auf einen möglichen Erfolg auf Nendinger Seite haben wohl am ehesten Ghenadie Tulbea und Benjamin Raiser. Der mit Spannung erwartete Höhepunkt wird aber wohl der Kampf von Marc Buschle sein, der entweder auf seinen Dauerrivalen Bichinashvili oder den Griechen Bentinidis trifft. In jedem Fall wird das gegen diese Weltklasseleute eine ganz harte Bewährungsprobe für das Ass des ASV Nendingen. Und vielleicht kann er nach seiner tollen Vorstellung gegen Dewangen den Favoriten das Leben schwer machen. Eine schwierige Aufgabe hat auch wieder Andreas Miekeley nach seinem Überraschungssieg im letzten Kampf. Mit Ralf Böhringer aber wartet auf ihn ein im wahrsten Sinn des Wortes schwerer Brocken. Die Nendinger werden versuchen, auf eine zweistellige Anzahl von Mannschaftspunkten zu kommen und ihren Anhängern wieder eine bestmögliche Leistung zu zeigen. Der Kampf beginnt wie üblich pünktlich um 19.30 Uhr.
Wer bei dem zu erwartenden Andrang ein Anstehen an den Kassen vermeiden will, kann auch schon in der Ticket-Box im Vorverkauf eine Tageskarte erwerben.
Davor kommt es ab 16.30 Uhr zu einer Auseinandersetzung der Jugendmannschaft des ASV Nendingen mit dem KSV Gottmadingen, bei der der heimische Nachwuchs favorisiert werden kann.
ASV Nendingen - KG Dewangen/Fachsenfeld 18:21
Artikel vom 06.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1389, Kommentare: 0
Eine Niederlage, die Mut macht. – Nach großem Kampf verliert Nendingen gegen Dewangen nur ganz knapp.
Nach einem denkwürdigen und dramatischen Ringsportabend ist der ASV Nendingen zwar am Samstag der KG Dewangen/Fachsenfeld knapp mit 18:21 unterlegen. Von Niedergeschlagenheit war bei den Nendingern danach aber trotzdem nicht die Rede. Im Gegenteil, das war eine Niederlage, die noch mehr Mut macht.
Man hatte einen Gegner, der letztes Jahr immerhin die Endrunde der deutschen Meisterschaft erreicht hatte, ins Wanken gebracht. 18:18 stand es vor dem letzten Kampf, ehe die Gäste mit einem Sieg doch noch die Wende zu ihren Gunsten erzwangen.
1200 begeisterte Zuschauer brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen, denn ihnen wurde eigentlich alles geboten. Selbst Antonio Silvestri, der Kampfrichter-Referent des DRB, der die Begegnung höchstpersönlich und souverän leitete, war von der „tollen Wettkampfatmosphäre“ begeistert.
Mann des Tages aus Nendinger Sicht war diesmal Andreas Miekeley. Den klar favorisierten polnischen Spitzenringer Marek Szustek bezwang er in einem engagierten Kampf unerwartet nach Punkten. Weniger überraschend die Siege von Ghenadie Tulbea und Marc Buschle, die aber beide das Publikum durch eine überlegene und glänzende Kampfführung überzeugten.
Nicht unbedingt zu erwarten waren dagegen die beiden Siege von Pavel Burla und Bastian Bentz, die mit ihren Erfolgen die Gäste an den Rand einer Niederlage brachten. Schon die ersten beiden Kämpfe lösten bei den Zuschauern Begeisterung aus.
Wie Ghenadie Tulbea (55 kg) den gewiss nicht schlechten Paul Penner bis zu seinem Schultersieg auspunktete, war wirklich Spitzenklasse. Viel zäher dann erwartungsgemäß der Kampf im Schwergewicht zwischen Andreas Miekeley und Marek Szustek. Überraschend bot der Nendinger seinem kraftstrotzenden Gegner Paroli, ehe er mit einer Wertung in der 4. Runde endgültig gar den Punktsieg einfahren konnte. Der bisher unbesiegte polnische Meister Mariusz Los (60 kg) erwies sich auch für einen Benjamin Raiser in Hochform als zu stark. Immerhin konnte der Nendinger aber eine Runde für sich entscheiden. Etwas unglücklich war Markus Eichin (96 kg) nach seinem Kampf. Hochmotiviert war er in die Begegnung mit Dragomir Stoichev gegangen. Trotz allen Bemühens holte sich der Bulgare taktisch sehr klug ringend aber in allen drei Runden den jeweils einen entscheidenden Punkt zum knappen Sieg. Unter Wert musste sich Florian Schwarz (74 kg) gegen den bisher ebenfalls noch unbesiegten polnischen Vizemeister Lukasz Goral geschlagen geben. Zu seiner schmerzhaften Rippenprellung kam während des Kampfes noch eine Ohrenverletzung, so dass er trotz allen Einsatzes eine Überlegenheitsniederlage nicht vermeiden konnte. Pavel Burla (84 kg) kommt immer besser in Schwung. Er stand gegen Lars-Rene Schmidt sogar kurz vor einem Überlegenheitssieg, ehe er durch eine Unachtsamkeit doch noch eine Runde abgab. Entscheidend für den Sieg der Gäste war die Tatsache, dass sie im Leichtgewicht nach Ablauf seiner Rotsperre am Samstag erstmals wieder Edward Barsegjan aufbieten konnten. Gegen diesen Klassemann konnte Semih Bosyan, dazu noch mit dem Handicap einer Handverletzung, eine Niederlage nicht vermeiden. In den letzten drei Kämpfen aber bebte dann die Halle. Zunächst brannte Marc Buschle in bester Ringerlaune schon von der ersten Runde an ein Feuerwerk von Griffen ab, die Halil Meral mit nicht weniger als 17 Punkten in Rückstand brachten. Die beiden letzten Kämpfe mussten so die Entscheidung bringen. Bastian Bentz (74 kg) zeigte sicherlich einen seiner bisher besten Kämpfe, als er Ronny Sauter in fünf Runden bezwingen konnte. Im entscheidenden letzten Kampf war Adrian Ozsda zwar im Standkampf immer aktiver, musste aber in der Unterlage gegen seinen polnischen Gegner Krzysztof Kowalski jeweils einen Punkt abgeben. Damit hatte Dewangen doch noch den Sieg gerettet, die Nendinger Mannschaft konnte sich aber trotzdem für eine überzeugende Leistung von ihren Anhängern feiern lassen.
Der nächste Ringerhöhepunkt steht schon am kommenden Samstag in der Mühlauhalle an, wenn der mehrfache deutsche Mannschaftsmeister KSV Aalen zu Gast ist.
SV Hallbergmoos - ASV Nendingen 24:12
Artikel vom 04.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1271, Kommentare: 0
Der ASV Nendingen hat sich gestern Abend beim Tabellenzweiten SV Hallbergmoos mit 12:24 geschlagen geben müssen. Dennoch war Trainer Volker Hirt mit seinen Ringern sehr zufrieden: „Hallbergmoos hat mit einer viel stärker besetzten Mannschaft gerungen als bisher. Und da hat sich meine Mannschaft sehr gut verkauft. In einigen engen Kämpfen wäre mit etwas Glück durchaus noch ein Sieg oder weitere Rundengewinne drin gewesen.“
Für den Höhepunkt des Kampfes aus Sicht der Nendinger sorgte Marc Buschle, der einen seiner härtesten nationalen Konkurrenten nach 56 Sekunden auf die Schultern legte. Ghenadie Tulbea siegte gegen einen ohnehin zu schweren Gegner klar und Benjamin Raiser und Pavel Burla verloren nur äußerst knapp mit jeweils 2:3 Runden. Aber auch in allen anderen Begegnungen war für die Nendinger durchaus der Erfolg in der einen oder anderen Runde möglich.
Nach dem Überlegenheitssieg von Ghenadie Tulbea gegen den jungen Mathias Fritsch hielt sich Andreas Miekeley gegen den Litauer Mindaugas Ezerskis hervorragend. Obwohl er im Stand der aktivere Ringer war, musste er aber in Runde 2 und 3 zuerst in die Unterlage und verlor so jeweils mit 1:1. Gespannt war man auf die Auseinandersetzung zwischen dem bisher ungeschlagenen Benjamin Raiser (60 kg) und dem finnischen EM-Fünften Jani Haapamäki. Raiser war trotz guter Leistung diesmal am Boden vielleicht nicht aggressiv genug und musste sich nach zwei Rundengewinnen gegen den Favoriten in Runde 5 doch noch mit 2:3 Punkten geschlagen geben. Äußerst umstritten auch der Kampf von Markus Eichin gegen William Harth. Doch auch hier hatte der Heimringer dreimal hauchdünn die Nase vorn. Mit dem Handicap einer schmerzhaften Rippenverletzung ging Florian Schwarz (66 kg) in den Kampf gegen den DM-Dritten Steffen Lübke. „Lotte“ hielt trotzdem sehr gut mit und führte auch in Runde 2 und 3. Am Rundenende setzte sich Lübke dann aber jeweils doch noch durch. In der Klasse bis 84 kg (G) bot Hallbergmoos erstmals den Finnen Kim-Jussi Nurmela auf. Pavel Burla hielt sich glänzend gegen diesen routinierten Klassemann. Er gewann sogar die erste und dritte Runde und musste in der Schlussrunde sich nur bei Gleichstand von 1:1 denkbar knapp geschlagen geben. Für den verletzten Semih Bosyan rückte diesmal Valentin Lupu in die erste Mannschaft. Gegen den bulgarischen EM-Zweiten machte er trotz Gewichtsnachteil seine Sache hervorragend und gab nur in der Bodenlage gegen den mit Ausheber punktenden Gegner die Punkte ab. Konstantin Völk, von vielen als kommender Mann in der Klasse bis 84 kg gehandelt, musste seine Träume von einer Revanche für die DM-Niederlage gegen Marc Buschle schnell beenden. Das Nendinger Ass kam schon spektakulär in der 1. Minute mit seinem Spezialgriff zum umjubelten Schultersieg. Auch Bastian Bentz (74 kg) machte gegen den früheren Vize-Europameister Akos Wöller einen tollen Kampf. Er hätte einen Rundengewinn sehr wohl verdient gehabt, musste sich aber mit jeweils einem Punkt geschlagen geben. Adrian Ozsda (74 kg G) war im Stand immer der aktivere Ringer gegen Aleksandr Kazakevic, doch der zeigte seine überlegene Klasse dann im Bodenkampf.
Wenn die Nendinger jedoch heute Abend gegen die KG Dewangen ähnlich stark auftreten wie in Hallbergmoos, dann liegt vielleicht durchaus eine Überraschung in der Luft.
ASV Nendingen in Hallbergmoos (3.10.) und daheim gegen Dewangen (4.10.)
Artikel vom 01.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1320, Kommentare: 0
Die Pflicht ist erfüllt, jetzt kommt die Kür. Mit ihrem klaren Sieg gegen Nürnberg haben die Nendinger Ringer ihre „Pflichtaufgabe“ mit Erfolg gelöst. Nun kommt in den nächsten Kämpfen die Kür, bei der die Schützlinge von Trainer Volker Hirt eigentlich nichts zu verlieren haben. Für den Kampf am Freitag, 3.Oktober, beim SV Siegfried Hallbergmoos fällt eine Vorhersage sehr schwer. Die Oberbayern haben einen Kader mit 15 ausländischen Spitzenringern, die sie aber nur sporadisch einsetzen können. Falls sie mit ihrem stärksten Aufgebot antreten, hat Nendingen natürlich kaum eine Chance auf einen Sieg. Geben sie sich aber eine Blöße, dann wird der ASV seine Möglichkeiten nutzen. Höhepunkte werden sicherlich die Kämpfe zwischen Benjamin Raiser und dem finnischen EM-Fünften Jani Haapamäki, Florian Schwarz und dem DM-Dritten Steffen Lübke, Andreas Miekeley und dem Bronzemedaillengewinner von Peking Mindaugas Mizgaitis sowie die Begegnung zwischen Marc Buschle und Konstantin Völk sein, den er bei der DM in Ehningen besiegen konnte. Für die ASV-Anhänger gibt es natürlich wieder eine Mitfahrgelegenheit mit dem Bus, der um 10 Uhr am Ringerlokal abfährt.
Schon tags darauf kommt es am Samstag, 4.Oktober, in der Mühlauhalle zum Kampf gegen die KG Dewangen/Fachsenfeld. Die Ostälbler wollen sich unbedingt zumindest mit Platz 5 für die Endrunde qualifizieren. Deswegen werden sie alles daran setzen, beim Aufsteiger beide Punkte zu holen. Am letzten Samstag konnten sie drei ihrer polnischen Ringer wegen der nationalen Meisterschaften nicht einsetzen und wurden daher in Hallbergmoos unter Wert geschlagen. Gegen Nendingen wollen sie aber wieder in Bestbesetzung antreten und werden dann nur schwer zu bezwingen sein. Vor allem Benjamin Raiser, Florian Schwarz und Adrian Ozsda stehen gegen die bisher unbesiegten Polen Mariusz Los, Lukasz Goral und Krzystof Kowalski vor einer schweren Bewährungsprobe. Schwere Brocken haben auch Markus Eichin und Andreas Miekeley mit Dragomir Stoichev und Marek Szustek vor sich. Während Ghenadie Tulbea und Marc Buschle gegen Paul Penner und Halil Meral als Sieger erwartet werden können, sind die Dewanger Ronny Sauter (74 kg) und Lars-Rene Schmidt (84 kg) trotz leichter Favoritenrolle wohl nicht unschlagbar. Wenn die Gäste aber in der Klasse bis 84 kg im klassischen Stil ihren Olympiasieger von Peking, den Italiener Andrea Minguzzi, aufbieten, dann wäre der natürlich die Attraktion des Abends. Man kann am Samstag also wieder mit tollen Kämpfen rechnen und der Nendinger Anhang wird sicher erneut für stimmungsvolle Unterstützung sorgen. Kampfbeginn in der Mühlauhalle ist um 19.30 Uhr. Wie bei jedem Heimkampf wird der Ringerzug (Abfahrt 18.30 Uhr in Fridingen) Zuschauer wieder kostenlos zur Halle bringen.
Im Vorkampf ab 17.30 Uhr schon stehen sich am Samstag in der Mühlauhalle der ASV Nendingen II und der AV Hardt gegenüber. In diesem Bezirksderby gelten die Nendinger als Favoriten und wollen mit einem Heimsieg die Tabellenführung verteidigen. Nach ihren tollen Erfolgen bisher hofft unsere Zweite daheim auf zahlreiche Unterstützung ihrer Fans.
ASV Nendingen - SV J. Nürnberg 33:4
Artikel vom 28.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1459, Kommentare: 0
Mit Kantersieg gegen Nürnberg dem Klassenerhalt schon näher
Die mustergültige Präsentation der Kämpfe in der Mühlauhalle und die tolle Unterstützung durch die Fans haben auch diesmal wesentlich dazu beigetragen, dass sich der ASV Nendingen derzeit tatsächlich als erstklassig darstellt.
Wenn man aus der insgesamt überzeugenden Nendinger Mannschaft jemanden hervorheben will, dann müsste man auf jeden Fall Benjamin Raiser und Florian Schwarz nennen. Der begeisternde Kampf von „Lotte“ Schwarz war auch diesmal wieder ein Höhepunkt des Abends. Und was Benjamin Raiser mit seinen drei Siegen in drei Kämpfen ohne jeden Rundenverlust gegen starke Gegner bisher gezeigt hat, ist einfach fabelhaft. Am Samstag musste sogar Tim Schleicher, der diesjährige deutsche Meister und Vize-Europameister der Junioren die physische und psychische Stärke von Benjamin Raiser anerkennen.
In der Klasse bis 55 kg stellten die Nürnberger gegen den ohnehin klar favorisierten Ghenadie Tulbea keinen Gegner. Auch im Schwergewicht kamen die Nendinger durch Andreas Miekeley zu vier Punkten, als er gegen den jungen Alexander Baumeister einen klaren Überlegenheitssieg herausrang. Hatte man damit noch gerechnet, so kam der anschließende Sieg von Benjamin Raiser (60 kg) doch überraschend. Auch wenn die klassische Stilart nicht gerade die Spezialität seines Gegners Tim Schleicher ist, so hatte der in der vorigen Woche doch auch in diesem Stil überzeugt und den finnischen EM-Fünften besiegt. Ein hervorragend eingestellter Benjamin Raiser ließ dem sieggewohnten Nürnberger aber in allen drei Runden keine Siegchance. Wenig Mühe hatte Markus Eichin (96 kg F) mit Fabian Appel. Schneller und beweglicher als in seinen ersten Kämpfen punktete er den Franken klar aus. In einem Kampf, den man vorher für völlig offen gehalten hatte, kam Florian Schwarz (66 kg F) gegen Marco Dürmeier, immerhin Vierter der Junioren-DM, zu einem unerwartet klaren Sieg, mit dem er seine derzeit glänzende Form unterstrich. Den sensationellen Pausenstand von 18:0 baute danach Pavel Burla (84 kg G) mit seinem ersten Saisonsieg weiter aus. Bastian Wohlfahrt lag gegen den stark auftrumpfenden Rumänen schon vor seiner Aufgabe klar im Rückstand. Vom kräfteraubenden Gewichtmachen geschwächt musste Semih Bosyan (66 kg G) den Gästen den einzigen Sieg überlassen. Trotz Gewinns der ersten Runde konnte er Marco Greifelt den knappen Punktsieg nicht streitig machen. Völlig überfordert schien Florian Böhm im Kampf gegen Marc Buschle (84 kg F). Das Nendinger Ass kam in der 2. Runde nach klarer Führung zu einem schnellen Schultersieg. Stark dann auch die Vorstellung von Dominik Hipp (74 kg F). Gegen den mehrfachen früheren deutschen Jugendmeister Mario Besold setzte er sich in allen drei Runden unerwartet deutlich durch. Das Endresultat stellte Adrian Ozsda (74 kg G) mit seinem Sieg gegen Sebastian Krieger her. Die 1. Runde gab er etwas unglücklich ab, dominierte seinen Gegner aber dann sehr deutlich. Mattenleiter Claudio Bibbo bot eine tadellose Leistung.
Am nächsten Wochenende kommen nun auf die Nendinger mit dem Auswärtskampf in Hallbergmoos am Freitag und dem Heimkampf gegen die KG Dewangen/Fachsenfeld zwei schwere Bewährungsproben zu.
ASV Nendingen - SV Nürnberg / Vorschau
Artikel vom 24.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1463, Kommentare: 0
Großkampftag in der Mühlauhalle – Schlüsselkampf ASV Nendingen gegen SV Nürnberg
Gleich mit drei Mannschaften werden die Ringer des ASV Nendingen am Samstag in der Mühlauhalle einen Großkampftag bestreiten. Im Mittelpunkt steht natürlich das für die Nendinger so wichtige Duell gegen den SV Johannis Nürnberg.
Dieser Kampf hat ohne Frage eine vorentscheidende Bedeutung im Ringen um den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga. Und die Nendinger wollen hier natürlich erstmals in dieser Saison als Sieger von der Matte gehen. Doch darf der Gegner aus dem Frankenland keinesfalls unterschätzt werden. Wohl fehlen ihnen die als Verstärkung gedachten ausländischen Neuzugänge. Doch haben sie auch in der letzten Saison nur mit deutschen Ringern den Klassenerhalt geschafft. Überhaupt bilden die Nürnberger ein durchaus sympathisches Gegenmodell zu vielen anderen, überwiegend mit Ausländern gespickten, Bundesligamannschaften. Am letzten Samstag standen allein sechs Ringer im Alter zwischen 16 und 19 Jahren aus dem eigenen Nachwuchs auf der Matte.
Sie werden angeführt von Tim Schleicher, der in diesem Jahr schon besonders erfolgreich war. Im Freistil der Klasse bis 55 kg wurde er in Ehningen deutscher Meister und holte dann bei der Junioren-EM die Silbermedaille. Er hat dieses Jahr schon Ghenadie Tulbea besiegt, wird aber wohl gegen Nendingen in der Klasse bis 60 kg erwartet. Auf diesen Kampf gegen den bisher zwei Mal siegreichen Benjamin Raiser darf man natürlich besonders gespannt sein. Im Fliegengewicht wird wohl der deutsche Jugendmeister Fabian Schmitt antreten und versuchen gegen Ghenadie Tulbea zu bestehen. Auch in der Klasse bis 66 kg kämpfen mit Marco Dürmeier im Freistil (DM-Vierter der Junioren) und Sven Dürmeier (DM-Vizemeister der Junioren) im klassischen Stil zwei Talente, die Florian Schwarz und Semih Bosyan alles abverlangen werden.
Eine relative Schwäche der Nürnberger liegt sicherlich in den vier schweren Gewichtsklassen. Dennoch freute sich ihr Trainer Christian Graupeter nach dem letzten Kampf über „eine tolle Moral“ seiner Ringer und eine Nürnberger Zeitung sprach von einer „Niederlage, die Mut macht“. Aber die Nendinger müssen für diese Begegnung als Favoriten gelten. Gestärkt durch ihr gutes Auftreten in den ersten beiden Kämpfen wollen sie nun am Samstag den ersten Saisonsieg einfahren und einen Grundstein für den Klassenerhalt legen. Vor diesem um 19.30 Uhr beginnenden Bundesligaduell stehen schon die Ringer des ASV Nendingen II ab 17.30 Uhr auf der Matte. Als Tabellenführer treffen sie mit dem Mitaufsteiger ASV Möckmühl auf jene Mannschaft, die ihnen in der Aufstiegsrunde die einzige Niederlage beigebracht hat. Angeführt von Sven Rauhut verfügen die Gäste über eine Mannschaft, die den Gastgebern einen Sieg schwer machen will. Doch die Nendinger „Zweite“ ist dieses Jahr so stark besetzt, dass man den Ringsportfreunden einen Besuch auch dieses Kampfs nur wärmstens empfehlen kann.
Ab 16.30 Uhr schon geht der Nendinger Nachwuchs auf die Matte. Am letzten Samstag wurden die ersten beiden Kämpfe gegen die KG Baienfurt und die TG Stockach gewonnen. Jetzt wollen die vielversprechenden Talente gegen den KSV Wollmatingen die Tabellenführung verteidigen.
Auch diesmal wird der Ringerzug Zuschauer aus dem Donautal und vom Heuberg kostenlos direkt zum Bundesligakampf an die Mühlauhalle bringen. Abfahrt des Zuges ist um 18.30 Uhr in Fridingen. Zusteigmöglichkeiten sind in Mühlheim 18:36, Stetten 18.37 und Nendingen 18.39 Uhr.
RKG Freiburg 2000 - ASV Nendingen 19:18
Artikel vom 22.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1296, Kommentare: 0
Um ein Haar hat der ASV Nendingen am Samstag eine Sensation in Freiburg verpasst. Bei ihrer hauchdünnen Niederlage mit 18:19 Punkten gegen die RKG 2000 präsentierten sich die Nendinger Ringer aber noch stärker als im Kampf gegen Anger. Die Freiburger galten nach ihrem Sieg in Hallbergmoos als klare Favoriten, konnten aber den Kampf gegen die lange führenden Nendinger erst im allerletzten Kampf doch noch zu ihren Gunsten wenden. Vor der dürftigen Kulisse von 280 Zuschauern waren es die Gäste, die lange Zeit dominierten. Angepeitscht von den über 100 Nendinger Fans bewiesen die Schützlinge von Trainer Volker Hirt einmal mehr eindrucksvoll, dass sie in der 1. Liga sehr wohl mithalten können. Ghenadie Tulbea, Benjamin Raiser, Florian Schwarz und Marc Buschle gewannen ihre Kämpfe ohne Rundenverlust. Aber auch Markus Eichin, Semih Bosyan, Pavel Burla und Andreas Miekeley holten mit Rundengewinnen wertvolle Mannschaftspunkte. Dass es am Ende doch nicht ganz zur großen Überraschung reichte, lag sicher nicht an den Nendinger Fans, die wieder mit toller Unterstützung ihre Ringer anfeuerten und zeitweise fast eine Heimkampf-Atmosphäre herstellten. Wie schon in der Vorwoche sorgte Ghenadie Tulbea mit einem ganz abgeklärt herausgerungenen Überlegenheitssieg gegen den Bulgaren Stoyko Rusev für einen idealen Start. Andreas Miekely hielt sich gegen den EM-Zweiten Balasz Kiss ganz hervorragend. Er nahm dem Ungar sogar eine Runde ab und verlor nur knapp mit 1:3. Für eine weitere Überraschung sorgte Benjamin Raiser (60 kg). Glänzend eingestellt kam er gegen den polnischen Meister Pawel Kramarz zu einem vorher nicht zu erwartenden 3:0 Sieg. Dramatisch dann auch der Kampf von Markus Eichin (96 kg). Mit letzter Kraft glich er gegen Daniel Bona zum 2:2 Rundengleichstand aus. Fast hätte er auch in der 5. Runde in letzter Sekunde den Sieg noch geschafft, doch so musste er den Kampf gegen den ungarischen Ringer mit 2:3 abgeben. Einen seiner bisher wohl besten Kämpfe machte Florian Schwarz (66 kg) gegen den Bulgaren Rumen Kolev. Taktisch hervorragend eingestellt, konzentriert und überlegt ringend holte er sich alle drei Runden und sorgte für die sensationelle Pausenführung von 13:6 Punkten.
Danach zeigte Pavel Burla (84 kg) gegen Jury Witt zwar eine Leistungssteigerung und holte sich die erste Runde. Dennoch musste er den Kampf mit 1:3 abgeben. Das gleiche Bild dann auch in der Klasse bis 66kg G. Semih Bosyan gewann Runde eins, musste dann aber doch die Überlegenheit des ungarischen Ringers Ede Komaromi anerkennen. Fast hätte Marc Buschle (84 kg F) dann mit einem 4-Punkte-Sieg gegen Viktor Reh sogar für eine gewisse Vorentscheidung sorgen können. Doch der Freiburger war rein defensiv eingestellt nur auf Schadensbegrenzung bedacht und so fehlten Marc Buschle drei Punkte zum Überlegenheitssieg. Nach verlorener ersten Runde hatte sich Dominik Hipp (74 kg F) sehr gut auf Vitali Wagin eingestellt, kämpfte hervorragend und gab nur drei Punkte zum Stand von 18:15 für Nendingen ab. Die Nendinger Hoffnungen auf einen Sieg oder ein Unentschieden machte dann der Freiburger Eduard Kratz (74 kg G) schnell zunichte. Was immer auch Adrian Ozsda versuchte, sein Gegner hatte die bessere Antwort parat und sicherte mit einem Überlegenheitssieg doch noch den Sieg für seine Mannschaft.
Für die Nendinger ist diese ehrenvolle Niederlage überhaupt kein Grund die Köpfe hängen zu lassen. Am nächsten Samstag kommt für sie beim Heimkampf gegen den SV J.Nürnberg der vorentscheidende Kampf um den Klassenerhalt, dem sie nach dieser Leistung selbstbewusst entgegenblicken können.
RKG Freiburg 2000 - ASV Nendingen / Vorschau
Artikel vom 18.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1430, Kommentare: 0
Eine äußerst unangenehme Aufgabe wartet auf die Ringer des ASV Nendingen am Samstag in Freiburg. Hatte man im Vorfeld sich noch einige Chancen ausgerechnet, im Breisgau eventuell einen Überraschungscoup zu landen, so haben sich diese Aussichten nach dem glänzenden Auftritt der Freiburger in Hallbergmoos am letzten Wochenende deutlich verschlechtert. Mit ihrem Sieg bei einem der Favoriten hat die RKG ihre diesjährige Leistungsstärke eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Das heißt nicht, dass die Nendinger völlig chancenlos sind. Sie werden natürlich genau wie gegen Anger ihr Bestes zu geben. Dabei haben erneut Andreas Miekeley und Markus Eichin in den schweren Gewichtsklassen ganze harte Brocken vor sich. Markus Eichin trifft auf Daniel Bona, den EM-Zweiten von 2006, und Andreas Miekeley hat es mit Balasz Kiss zu tun. Der vorher für Schorndorf startende Ungar war EM-Dritter im letzten Jahr und hat in Hallbergmoos gegen den Olympiadritten von Peking nur ganz knapp verloren. Aber auch in allen anderen Gewichtsklassen haben die Freiburger durchwegs starke Ringer aufzubieten. Zwar gilt Marc Buschle als Favorit gegen Viktor Reh, aber auch der hat beispielsweise bei seinem Sieg beim Großen Preis von Baden-Württemberg in Baienfurt dieses Jahr schon überzeugt. Auch Ghenadi Tulbea hat mit dem Bulgaren Styko Rusev (vorher Ketsch) kein leichtes Spiel. In allen anderen Klassen müssen die Freiburger favorisiert werden. Aber vielleicht können Benjamin Raiser gegen Pawel Kramarz, Florian Schwarz gegen Rumen Kolev, Semih Bosyan gegen Ede Komaromi, Dominik Hipp gegen Vitali Wagin oder Adrian Ozsda gegen Eduard Kratz für die eine oder andere Überraschung sorgen. Aber auch Pawel Burla hat gegen Jury Witt, der letzte Woche gegen den Olympiateilnehmer Venckaitis nur 0:1 verlor, einen ganz schweren Stand. Die Nendinger Ringer hoffen auf die Unterstützung durch zahlreiche Fans. Vielleicht können sie ja den Kampf in Freiburg stimmungsmäßig zu einem „Heimkampf“ machen. Der Bus fährt ab am Samstag um 14.30 Uhr am Ringerlokal. Anmeldungen sind noch möglich bei Reiner Schilling (Tel 07463 -1394).
ASV Nendingen - SC Anger 11:24
Artikel vom 14.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1381, Kommentare: 0
Der ASV Nendingen hat seinen Auftaktkampf in der 1. Bundesliga zwar erwartungsgemäß gegen die Spitzenmannschaft des SC Anger mit 11:24 verloren. Die wichtigere Erkenntnis am Samstag in der mit 1 300 Zuschauern ausverkauften Mühlauhalle aber war, dass man durchaus auch gegen ein solches mit Weltklasseathleten gespickten Team bestehen kann. Nach einem furiosen Start mit zwei Siegen in den leichten Gewichtsklassen und einem Gleichstand von 9:9 Punkten zur Pause dachte wohl sogar manch einer an die Möglichkeit einer kleinen Sensation. Die Bayern rückten aber nach der Pause mit 5 Siegen die Maßstäbe doch wieder zurecht und sicherten sich routiniert den verdienten Sieg. Aber auch sie kamen nicht umhin, nach dem Kampf dem Aufsteiger ihre Anerkennung auszusprechen. „Einen so tollen Rahmen eines Bundesligakampfes habe ich in den letzten Jahren nicht erlebt“, zeigte sich Gästetrainer Christian Kloucek schwer beeindruckt. Doch es war nicht nur das fantastische Ambiente in der proppenvollen Halle, das den Nendingern so viel Lob einbrachte, sondern es war auch die Leistung der Ringer auf der Matte, die überzeugte. Vor allem in der ersten Hälfte des Abends wurde die Stimmung geradezu euphorisch, als in den ersten 5 Kämpfen kein Unterschied zwischen dem letztjährigen Spitzenreiter der Bundesliga und dem Aufsteiger festzustellen war.
Einen geradezu optimalen Einstieg in die Nendinger Mannschaft feierte der moldawische Neuzugang Ghenadi Tulbea im Fliegengewicht. Zwar musste er die 2. und 4. Runde gegen seinen sieggewohnten bulgarischen Gegner Krasimir Krastanov abgeben. Im 5. Durchgang aber ließ er mit zwei spektakulären Beinangriffen sein Können aufblitzen und zwang den Angerer im Jubelsturm der Zuschauer sogar auf die Schultern. Auch Andreas Miekeley (120 kg G) zeigte gegen den Estländer Heiki Nabi, Weltmeister 2006, eine absolute Klasseleistung und gab sich in allen drei Runden nur jeweils knapp geschlagen. Für eine weitere Steigerung der Stimmung sorgte dann Benjamin Raiser (60 kg G). In der letzten Saison hatte er gegen Christopher Geiger (damals noch Mietraching) zwei Niederlagen einstecken müssen. Diesmal brannte er auf Revanche und ging entsprechend motiviert auf die Matte. Dass er aber alle drei Runden für sich entscheiden würde, das hatte er wohl selbst nicht erwartet. Auch Markus Eichin 96 kg F) knüpfte nahtlos an das tadellose Auftreten seiner Mannschaftskollegen an. Der „Bär von Gresgen“ zeigte keinerlei Respekt vor Gergely Kiss, dem ungarischen Olympia-Achten von Peking und unterlag nach starkem Kampf nur mit 4:6 Punkten.
Ein Hohepunkt des Abends war zweifellos die Begegnung zwischen Florian „Lotte“ Schwarz und Alexander Kropf, der eben aus Split von der Militär-WM zurückgekehrt war. In einem begeisternden Kampf zweier wieselflinker und technisch versierter Leichtgewichtler unterlag der Nendinger nur denkbar knapp in der 5. Runde. Mit einem riskanten Angriff geriet er zwar in der 2. Runde an den Rand einer Schulterniederlage. Mit einer spektakulären Aktion drehte er aber dann in der folgenden Runde einen Rückstand von 0:2 in letzter Sekunde in einen Rundensieg mit 3:2. Auch wenn es dann zum Sieg nicht ganz reichte, „Lotte“ hatte das Publikum wieder mal voll überzeugt.
Aus der Euphorie wurde nach der Pause aber schnell wieder nüchterne Realität. Zwar kämpften auch hier die Nendinger mit vollem Einsatz und Engagement. Ihre Gegner zeigten sich aber doch einen Tick cleverer und abgeklärter. Pavel Burla (84 kg G) unterlag gegen Bernhard Mayr genauso mit 0:3 wie anschließend Semih Bosyan gegen Heinz Marnette (66 kg G). Trotz aller Bemühungen des Nendingers, gegen die spektakulären Ausheber des diesjährigen deutschen Meisters und Dritten der Militär-WM vor einer Woche war auch ein Semih Bosyan in Bestform machtlos.
Marc Buschle (84 kg F) wusste aus manchen gemeinsamen Trainingseinheiten nur zu gut, welches Kaliber er mit dem polnischen Meister und Olympiastarter Radoslaw Horbik vorgesetzt bekam. Der Pole machte nach Meinung des Angerer Trainers seinen wohl besten Kampf in der Liga bisher und war immer wieder etwas schneller und cleverer. So musste das Nendinger Ass eine denkbar knappe Niederlage einstecken, die sicherlich auch mit seiner durch eine Ellbogen-OP bedingten Trainingspause erklärt werden muss. Bastian Bentz (74 kg F) ging nach guter Leistung gegen Stefan Koch zwar mit 2:1 Runden in Führung, musste sich dann aber letztlich doch knapp mit 2:3 geschlagen geben. Auch bei Adrian Ozsda (74 kg G) hatte man auf einen Rundengewinn gehofft. Doch der ungarische Klassemann Levente Füeredy zeigte sich in der Bodenlage dann doch einen Tick stärker und setzte sich in allen drei hart umkämpften Runden knapp durch.
Auch wenn er die Nendinger Fans nicht mit allen Entscheidungen überzeugen konnte, zeigte Mattenleiter Ralf Schick (Ettenheim) eine souveräne Leistung. Als Fazit dieses denkwürdigen Abends bleibt festzuhalten. Die Sensation ist zwar ausgeblieben. Der ASV Nendingen ist aber dennoch durch die Art und Weise der Präsentation dieser Veranstaltung und durch das engagierte Auftreten seiner Ringer gegen einen „Goliath“ ein absoluter Gewinner dieses Saisonauftakts.
ASV Nendingen - SC Anger / Vorschau
Artikel vom 10.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1425, Kommentare: 0
„Jetzt geht’s los“ – ASV Nendingen – SC Anger
Das Warten hat ein Ende. An diesem Samstag, 13. September, steigt nun der mit Hochspannung erwartete Auftakt zur 1. Bundesliga. Der ASV Nendingen als Aufsteiger empfängt dabei mit dem SC Anger gleich eine ganz hochkarätige Mannschaft. Die Bayern waren im letzten Jahr gemeinsam mit dem KSV Aalen mit 24:4 Punkten Spitzenreiter der 1. Bundesliga Süd. Und sie haben sich für diese Saison noch einmal enorm verstärkt. Wenn die Gäste mit ihrer stärksten Auswahl antreten, wird es am Samstag für die Nendinger nicht viel zu erben geben. Nicht weniger als fünf Ringer des SC Anger waren beispielsweise in Peking bei den Olympischen Spielen im Einsatz. Dazu kommen weitere Spitzenleute wie ihr Neuzugang Heinz Marnette, amtierender deutscher Meister und in der vergangenen Woche Bronzemedaillengewinner bei der Militär-WM in Split.
Ob alle diese Weltklasseleute in der Mühlauhalle tatsächlich auf der Matte stehen, wird man sehen. Aber auch wenn der eine oder andere nicht eingesetzt wird, der Kader der Bayern ist so stark, dass die Nendinger auf jeden Fall in jeder Gewichtsklasse auf absolute Klassegegner treffen werden. Volker Hirt hat aber mit seinen Mannen in der Vorbereitungsphase alles versucht. Alle sind topfit und hochmotiviert. Und mit der lautstarken Unterstützung der Fans wird vielleicht manch einer über sich hinauswachsen und für eine Überraschung sorgen.
Die endgültige Besetzung des ASV stand allerdings eine Woche zuvor noch nicht fest, denn in einigen Gewichtsklassen hat Volker Hirt erfreulicherweise die Qual der Wahl.
Im Fliegengewicht kann man auf den ersten Einsatz des moldawischen Neuzugangs Ghennadie Tulbea gespannt sein. Der frühere Europameister hat es aber vermutlich mit dem Bulgaren Krasimir Krastanow gleich mit einem ganz harten Brocken zu tun, der ihm alles abverlangen wird. Über 60 kg kann Anger gegen Benjamin Raiser oder Valentin Lupu den Dänen Anders Nyblom aufbieten, der in Peking nur am Bronzemedaillengewinner scheiterte. Florian Schwarz (66 kg F) bekommt es entweder mit dem Polen Michal Malkewicz oder mit Alexander Kropf zu tun, der letzte Woche bei der Militär-WM im Einsatz war. Dort in Split war auch Heinz Marnette mit einem 3. Platz sehr erfolgreich. Der diesjährige deutsche Meister stellt Semih Bosyan (66 kg G) natürlich vor eine ganz gewaltige Herausforderung. In der Klasse bis 74 kg F vermeldet Anger den bulgarischen Neuzugang Nikolai Paslar, der eine bisherige leichte Schwäche in dieser Klasse beheben soll. Für Dominik Hipp oder Bastian Bentz wird das ein echter Prüfstein sein. Einen ganz starken Eindruck machte Adrian Ozsda (74 kg G) im Training. Auf seinen Kampf mit Tamas Lörincz, Olympia-Achter in Peking, kann man also sehr gespannt sein. Höhepunkt des Abends könnte die Begegnung zwischen Marc Buschle (84 kg F) und dem polnischen Olympiateilnehmer Radoslaw Horbik werden. Er zählt zur europäischen Spitze und wird nur schwer zu besiegen sein. Auch in den drei oberen Gewichtsklassen wird es für Nendingen sehr schwer. Der Neuzugang Pavel Burla (84 G) trifft wohl auf Bernhard Mayr, und Markus Eichin (96 F) und Andreas Miekeley (120 G) haben es mit den Ungarn Gergely Kiss und Otto Aubeli zu tun, die beide in Peking sich als Achte glänzend platzierten.
Schon diese Aufstellung zeigt, vor welch großer Hürde die Ringer des ASV Nendingen stehen. Überspitzt könnte man sagen, hier trifft eine ehrgeizige Dorfmannschaft auf eine routinierte Weltklasseauswahl. Die Zeit der Seriensiege der letzten Jahre ist vorbei. Jetzt kommt die Zeit, in der jeder erkämpfte Punkt, jede gewonnene Runde und dann vielleicht doch auch der eine oder andere Sieg als Erfolg bejubelt werden kann. Mit ihren treuen Anhängern im Rücken werden die ASV-Ringer sicherlich ihr Bestes geben.
Die Verantwortlichen des ASV haben im Vorfeld schon ihr Möglichstes getan, um in der Mühlauhalle den geeigneten Rahmen für die Erstligakämpfe zu schaffen. Ein hoffentlich sehr zahlreiches Publikum wird dann sicherlich das Seine tun, um für die nötige Stimmung in der Halle zu sorgen. Kampfbeginn ist um 19.30 Uhr. Pünktlich um 19.20 Uhr werden aber schon die Mannschaften zur Vorstellung einmarschieren.
Ringer des ASV Nendingen holen sich den letzten Schliff
Artikel vom 03.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1427, Kommentare: 0
Trainingslager mit den Schweizer Freunden der RS Kriessern
Die heiße Phase der Saisonvorbereitung des ASV Nendingen hat längst begonnen. Nach einem Trainingslager in Kriessern im Juli, intensiven Trainingsabenden in Nendingen, dem Wettkampftest beim internationalen Turnier in Kriessern vor zwei Wochen wollen sich die Ringer des Kaders für die Bundes- und Landesliga nun den letzten Schliff in einem Trainingswochenende mit den Schweizer Freunden aus Kriessern holen.
Trainer Volker Hirt ist zur Zeit hochzufrieden mit Trainingsbesuch, Einsatz und Form seiner Ringer. Wer mal beim ASV-Training dabei war, konnte sich ein Bild davon machen, wie hart und engagiert hier gearbeitet wird. Kein Wunder, dass das Nendinger Ringerlokal auch immer wieder Ringer aus Tuttlingen oder Taisersdorf für ihre Saisonvorbereitung angezogen hat.
An diesem verlängerten Wochenende sind nun die Ringerfreunde aus Kriessern hier in Nendingen zu Gast. Auch sie befinden sich in der unmittelbaren Vorbereitung für ihre Saison in der Nationalliga A. Mit zwölf Ringern hat sich praktisch ihr ganzer Erstligakader angemeldet. Und sie werden genau so wie ihre Nendinger Gastgeber vom gemeinsamen Training mit qualifizierten Partnern auf der Matte profitieren.
Die erste gemeinsame Einheit auf den Matten in der alten Nendinger Festhalle ist schon für Donnerstag abends geplant. Am Freitag ist nach einem speziellen Training der Schweizer am Vormittag und einem Ausflug auf die Kartbahn in Rottweil dann am Abend eine zweite gemeinsame Trainingseinheit angesetzt. Nach einem weiterem Training am Samstagvormittag sind für den Nachmittag durchaus auch Zuschauer eingeladen, die sich ab 15.30 Uhr ein Bild davon machen können, mit welcher Intensität die Trainingswettkämpfe bestritten werden. Für Volker Hirt bringt das natürlich auch noch eine weitere Gelegenheit, nach seinen Eindrücken dann die Mannschaften für den Auftakt in der Bundes- wie auch in der Landesliga für den 13. September festzulegen. Denn mit dem erweiterten Kader hat er in verschiedenen Gewichtsklassen mehrere Optionen, die er je nach Form und Gegner nutzen kann.
Diese Saison 2008 bringt also nicht nur bei der ersten Mannschaft in der Bundesliga sondern auch in der wesentlich verstärkten zweiten Mannschaft in der Landesliga für die Ringsportfreunde die Gewähr für hochklassige und engagierte Kämpfe auf der Matte. Das Trainingswochenende wird übrigens am Samstagabend mit einem Besuch des Kampfes der Tuttlinger in der 2. Bundesliga und einer regenerativen Einheit im TuWass am Sonntagmorgen abgeschlossen.
Ausblick auf die 1. Bundesliga 2008
Artikel vom 01.09.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1342, Kommentare: 0
2005 Oberliga – 2006 Regionalliga – 2007 dann 2. Bundesliga - und 2008 nun 1. Bundesliga. Der direkte Durchmarsch des ASV Nendingen von der Oberliga in die 1. Bundesliga mutet geradezu traumhaft an. Was aber jetzt in dieser Saison auf unseren Verein zukommt, ist allerdings nichts für Träumer sondern nur für nüchterne Realisten. Man braucht sich nur einmal die mit internationalen Assen gespickten Kaderlisten der meisten Vereine anzusehen, um zu erkennen, dass der ASV Nendingen hier trotz aller Verstärkungen ein Aschenputtel unter diesen Supermannschaften ist. Aalen und Hallbergmoos beispielsweise haben in ihrem Kader je 10 Ringer, die schon Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften gewonnen haben. Da müssen wir Nendinger schon ganz bescheiden sein. Aber wir wissen ja aus den Märchen, dass auch ein Aschenputtel nicht ganz chancenlos ist.
Erklärtes Ziel wird es natürlich sein, den Klassenerhalt zu schaffen. Dafür aber finanzielle Risiken einzugehen und seine eigene Identität völlig aufzugeben, kam für die Verantwortlichen des Vereins nicht in Frage. Dass andererseits ohne gezielte und maßvolle Verstärkungen der Klassenerhalt utopisch wäre, ist offensichtlich. Mit dem bodenständigen Schwarzwälder Markus Eichin (bisher Adelhausen) ist die Lücke im Freistilschwergewicht geschlossen worden. Für die Klasse bis 55 kg im Freistil konnte der Moldawier Ghenadie Tulbea (bisher Germania Weingarten) verpflichtet werden und der Rumäne Pavel Burla (84 kg G) bietet eine Option für Tauschmöglichkeiten in den mittleren Klassen. Dazu kommt noch mit Valentin Lupu (bisher Tuttlingen) ein alter Bekannter, der ja schon seit Jahren in Nendingen trainiert und für die Klassen bis 60 und 66 kg Alternativen in der 1. und 2. Mannschaft bildet.
Mit diesen Kaderergänzungen wird die Mannschaft homogener und kann mögliche verletzungsbedingte Ausfälle leichter verkraften. Auch wird es nun zu einer engeren Verzahnung zwischen der 1. und der 2. Mannschaft kommen, von der letztlich beide profitieren werden. Aber auch die Ringsportfreunde dürfen sich in dieser Saison auf hochkarätige Kämpfe mit Weltklasseathleten freuen. Auch wenn nicht mehr so viele Siege bejubelt werden können, rechnen die Ringer in dieser Saison doch wieder mit der leidenschaftlichen Unterstützung ihrer Anhänger. Vor allem die ASV-Supporters waren in den letzten Jahren Garanten für tolle Stimmung und Anfeuerung unserer Ringer. Gerade jetzt unter den veränderten Bedingungen in der rauen Luft der 1. Liga und in der Tuttlinger Mühlauhalle sind unsere Athleten auf die Unterstützung der Zuschauer angewiesen. Nur so wird es vielleicht möglich sein, das kleine Wunder Klassenerhalt zu schaffen.
Ein Blick auf unsere Gegner:
SC Anger
Schon unser Gegner im ersten Heimkampf ist ein ganz harter Brocken. Der SC Anger war im letzten Jahr gemeinsam mit dem KSV Aalen mit 24:4 Punkten Spitzenreiter der 1. Bundesliga Süd. Neben einigen starken heimischen Ringern, wie dem deutschen Meister Heinz Marnette, haben sie 10 ausländische Eliteringer, darunter viele Ungarn, im Kader. Unter ihnen ragt der Bulgare Krasimir Krastanov (55 kg), und die Olympiastarter Anders Nyblom (55/60 G). Tamas Lörincz (1. EM 2006, 66 G)), Radoslaw Horbik (84 kg F), Gergely Kiss (96 kg F), Otto Aubeli (120 kg 3.WM2005) sowie auch Heiko Nabi (Weltmeister 2006) heraus..
RKG Freiburg 2000
Auch im zweiten Kampf in Freiburg wird es ganz schwer werden. Die Breisgauer, im letzten Jahr Tabellenfünfter, verfügen über eine sehr ausgeglichene Mannschaft und haben sich zur neuen Saison noch weiter verstärkt. Unter anderem kamen in den beiden oberen Gewichtsklassen mit dem bisherigen Schorndorfer Balasz Kiss (3.EM 2007) und dem früheren Haslacher Raimund Schulnies zwei in Nendingen wohlbekannte Ringer dazu. Vom bisherigen Stamm sind Eduard Kratz(74 kg G), der in der Bundesliga lange unbesiegt war, und Daniel Bona (2.EM 2006) besonders zu beachten.
SV Johannis Nürnberg
Die Franken haben 2007 mit einem Sieg gegen Adelhausen nur mit deutschen Ringern den Klassenerhalt geschafft. Aber auch sie haben sich nun mit einigen Ungarn wie Andras Horvath und Lajos Virag (2.WM 2005) verstärkt und wollen so Platz 5 in dieser Saison erreichen. Aber Nendingen fühlt sich hier nicht chancenlos, auch wenn die Nürnberger Mannschaft um den deutschen Meister Tim Schleicher (55 kg – 2.Junioren-EM 2008) nur schwer zu schlagen sein wird.
SV Siegfried Hallbergmoos
Die Oberbayern waren letztes Jahr Tabellendritter und wollen nun aber Aalen und Anger im Kampf um die Spitze Paroli bieten. Dafür wurde ein hochkarätiger Kader zusammengebastelt, in dem mindestens 10 Ringer für ihr Heimatland viele internationale Medaillen erkämpften und einige auch in Peking am Start waren.. Dazu gehören beispielsweise Jarkko-Ala Hukku (1.WM 2007), Akos Wöller (2.EM 2005), Valderamas Venckaitis (3. WM 2007), Mindaugas Ezerkis (3.WM 2007) sowie Mindaugas Mizgaitis (120 G), der in Peking die Bronzemedaille gewann.
KG Dewangen-Fachsenfeld
Mit der KG trifft man hier zwar auf einen in Nendingen altbekannten Verein, doch an viele Namen in der Mannschaft wird man sich erst gewöhnen müssen. Nicht weniger als 6 neue ausländische Ringer hat Dewangen für diese Saison verpflichtet, was zeigt, dass die KG diesmal höhere Ambitionen hat als Platz 6 im Vorjahr. Von den bisherigen Stammringern sind Paul Penner (55 kg), Ronny Sauter (74 kg) und Halil Meral (84 kg) in Nendingen gut bekannt. Am stärksten einzuschätzen sind aber die EM-Medaillengewinner Edward Barsegian. Lukas Goral, Rares Chintoan, der von Aalen zum Nachbarn gewechselt ist, und natürlich vor allem der überraschende Olympiasieger von Peking Andrea Minguzzi (84 G).
KSV Aalen 05
Es ist schon erstaunlich, welche Supermannschaft Aalen drei Jahre nach der finanziellen Pleite aufbieten kann. Man braucht sich nur auf der Homepage des KSV die Präsentation des Kaders mit seiner Fülle von internationalen Top-Platzierungen ansehen, um zu erkennen, dass der vielfache deutsche Mannschaftsmeister Aalen in dieser Saison wieder im Kampf um die deutsche Meisterschaft ganz vorne mitmischen will.
Bei der Fülle von wohlklingenden Namen tut es gut, dass mit Patric Nuding wenigstens ein vertrauter Aalener Name unter den 20 Ringern auftaucht. Aber ansonsten wimmelt es im Aalener Kader nur so von ausländischen Stars, von denen hier nur Vasyl Fedorishin (1.EM 2008 und Silbermedaille in Peking), Kiril Terziev (Bronze in Peking), Nikolay Gergov (1.EM 2007) und der absolute Superstar David Musulbes als vielfacher Welt- und Europameister sowie Olympiasieger genannt werden sollen.
SV Wacker Burghausen
Die Bayern gehörten 2007 mit 20:8 Punkten zu den Top 4 dieser Liga. Auch dieses Jahr dürften sie mit einer noch stärkeren Mannschaft ihr Saisonziel, das Achtelfinale, durchaus erreichen. Zu ihren wichtigsten Leistungsträgern gehören Peter Bacsi (1.EM 2008), Miroslav Geshev (2.EM 2004), Theodoros Tounousidis und David Otiashvili als mehrfache EM- und WM-Medaillengewinner.
20 Olympiateilnehmer gegen ASV Nendingen
Artikel vom 21.08.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1603, Kommentare: 0
Der ASV Nendingen kann sich in der am 13. September beginnenden Bundesligasaison auf Weltklassegegner freuen. Nicht weniger als 20 Teilnehmer der Olympischen Spiele in Peking stehen in den Kadern der Mannschaften, die Nendingen im Herbst in der Mühlauhalle auf der Matte erwartet. Darunter befinden sich auch vier Medaillengewinner. Der für den TSV Dewangen startende Italiener Andrea Minguzzi errang überraschend die Goldmedaille in der Klasse bis 84 kg im griechisch-römischen Stil. Und im freien Stil holte der beim KSV Aalen unter Vertrag stehende Ukrainer Vasyl Fedorishin (60 kg) die Silbermedaille und sein bulgarischer Vereinskollege Kiril Terziev (74 kg) gewann Bronze. Eine weitere Bronzemedaille ging an den Litauer Mindaugas Mizgaitis, der im Schwergewicht im klassischen Stil für den SV Siegfried Hallbergmoos auf die Matte geht. Allein aus dem Kader des KSV Aalen hatten acht Ringer die Startberechtigung für Peking erreicht, von denen allerdings drei verletzungsbedingt nicht antreten konnten. Und vom SC Anger, dem Auftaktgegner der Nendinger am 13. September im ersten Heimkampf, waren fünf Ringer bei Olympia im Einsatz. Der Däne Anders Nyblom (55 kg), der Pole Radoslav Horbik als möglicher Gegner von Marc Buschle in der Klasse bis 84 kg, und die drei Ungarn Tamas Lörincz (66 kg), Gergely Kiss (96 kg) und Otto Aubeli (120 kg), die alle drei sich unter den ersten acht platzieren konnten. Man kann sich also unschwer vorstellen, vor welche Herausforderungen die Ringer des ASV Nendingen schon im allerersten Kampf gestellt werden. Neben dem ASV Nendingen ist die RKG Freiburg übrigens die einzige Mannschaft der 1. Liga Süd, die keinen aktuellen Olympiastarter aufbieten kann. Aber auch die Freiburger haben unter anderem mit Daniel Bona, dem Vizeeuropameister von 2006, und Balasz Kiss, dem EM-Dritten von 2007, einige Weltklasseringer in ihren Reihen. Da kann für die ASV-Ringer nur die Devise gelten: „Bange machen gilt nicht.“ Sie wollen die Herausforderung annehmen und freuen sich genauso wie ihre Anhänger auf hochklassige Ringkämpfe, bei denen wohl so manche ehrenvolle Niederlage wie ein Sieg gefeiert werden kann. Und wer sagt, dass Außenseiter keine Chance haben?
Bundesliga - Ergebnisse und Termine
Artikel vom 21.08.2008, Autor: Marc Buschle, Views: 1698, Kommentare: 0
Hier finden Sie Termine und Ergebnisse zur Bundesliga Saison 2008.
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