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KG Dewangen - ASV Nendingen 20:19

Artikel vom 25.11.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 2479, Kommentare: 0

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Nach einem wahren Ringerkrimi verliert der ASV Nendingen bei der KG Dewangen denkbar knapp mit 19:20

Es ist wie verhext. Zum wiederholten Male in dieser Saison hat der ASV Nendingen am Samstag bei der KG Dewangen einen Favoriten an den Rand einer Niederlage gebracht. Mit nur einem einzigen Punkt Vorsprung aber rettete sich der Gastgeber noch einmal und sicherte sich damit den Einzug in die Endrunde um die deutsche Meisterschaft. Kein Drehbuchautor hätte diesen Ringerkrimi spannender gestalten können. Nach wechselhaftem Verlauf stand es 17:17 vor dem letzten Kampf zwischen Bastian Bentz und Ronny Sauter. Beide Ringer gewannen dann je zwei Runden. Die 5. Runde musste also die Entscheidung auch über den Gesamtsieg bringen. Aber keiner der beiden konnte hier einen sichtbaren Vorteil erzielen. So musste also der Mattenleiter einem der beiden Ringer den entscheidenden Vorteil des Beinfassens im Zwiegriff zuerkennen. Und der gut leitende Kampfrichter Michael Faller (Neuss) entschied sich dann eben für den Heimringer Ronny Sauter, der mit diesem Vorteil für seine Mannschaft mit 20:19 den von rund 700 Zuschauern frenetisch bejubelten Sieg rettete.
Sieger an diesem Abend war aber auch der Ringsport. Spannende Kämpfe, viele Wertungen, tolle Techniken und eine fantastische Stimmung in der gut gefüllten Wellandarena, - das Einzige, was den bei schwierigen Wetterbedingungen angereisten Nendinger Fans versagt blieb, war eben der so sehnlich gewünschte Überraschungssieg. Dabei hatte es wieder einmal glänzend begonnen. Florin Matei (55 kg) und Ghenadie Tulbea (60 kg) erwiesen sich als die erwartet sichere Nendinger Bank. Weder Aliaksandr Palau noch Paul Penner konnten dem Feuerwerk an Griffen, das die beiden Gäste abbrannten, Gleichwertiges entgegensetzen. Genauso wie diese beiden vorzeitigen Überlegenheitssiege wurde vom Nendinger Anhang aber der nicht einkalkulierte Sieg von Markus Eichin im Schwergewicht bejubelt. Der Schwarzwälder im Nendinger Trikot kommt immer besser in Schwung. Zwar verlor er gegen Dragomir Stoichev die 1.Runde noch im Zwiegriff, dann revanchierte er sich aber mit drei gewonnenen Runden dank überlegener Kondition für seine Niederlage in der Vorrunde. Das bis dahin auffallend ruhige Heimpublikum zeigte sich dann jedoch immer mehr von seiner lauten Seite, als zunächst in einem ganz engen Kampf Marek Szustek gegen Andreas Miekeley dank einer einzigen technischen Wertung im Bodenkampf mit 3:0 die Oberhand behielt. Und ganz laut wurde es als Edward Barsegjan (66kg) wie schon im Vorkampf mit überlegener Technik im Bodenkampf gegen Semih Bosyan zum Pausenstand von 8:11 verkürzen konnte.
In einem der Schlüsselkämpfe gab Marc Buschle (84 kg) gegen den routinierten Felix Polianidis zwar Alles. Aber in der 5. Runde setzte sich der für Dewangen ringende Grieche doch knapp durch und hielt damit die Hoffnungen der Gastgeber am Leben. Florian Schwarz (66 kg) war gegen Lukasz Goral in einem tollen Kampf zwar immer der aktivere Ringer. Der polnische Weltklassemann aber konterte dreimal und brachte sein Team erstmals in Führung. Nach dem  erwarteten Überlegenheitssieg von Pavel Burla (84 kg) gegen Jan Eckstein und der einkalkulierten Punktniederlage von Adrian Ozsda (74 kg) gegen Krzysztof Kowalski kam es dann zum erwähnten Herzschlagfinale beim Stand von 17:17. In der Vorrunde hatte Bastian Bentz mit 3:2 gewonnen, diesmal waren eben Ronny Sauter und damit die Dewanger die im wahrsten Sinne des Wortes Glücklicheren.

 

Katgeorien

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