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SC Anger - ASV Nendingen
Artikel vom 27.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 1424, Kommentare: 0
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Der ASV Nendingen bringt den Tabellenzweiten arg ins Schwitzen – Nur knappe Niederlage mit 16:21 beim SC Anger
Hervorragend haben sich die Ringer des ASV Nendingen beim Tabellenzweiten der 1. Bundesliga Süd gehalten. Am Samstag brachten sie den SC Anger bei der recht knappen Niederlage mit 16:21 arg ins Schwitzen. „So spannend muss es nicht immer sein“, überschrieben die arg in Bedrängnis geratenen Oberbayern ihren Bericht über diese dramatische Begegnung, bei der der SC Anger seinen Sieg erst im allerletzten Kampf sicherstellen konnten. Die Nendinger ihrerseits haderten weniger damit, einen möglichen Sieg knapp verpasst zu haben. Trainer Volker Hirt verwies stattdessen auf den positiven Aspekt: „Wir haben hier alles gegeben und eine Superleistung geboten. Und diesen Schwung wollen wir in den nächsten wichtigen Heimkampf gegen Freiburg mitnehmen.“ Vor allem die beiden leichten Gewichtsklassen erwiesen sich in Anger als Trumpf-Asse des ASV. Mit Vier-Punkte-Siegen brillierten sowohl Florin Matein als auch Ghenadie Tulbea, die in der Rückrunde in ihrer bevorzugten Stilart antreten können. Aber auch Marc Buschle zeigte seinen wohl besten Kampf der Saison, als er den Olympiastarter Radoslaw Horbik auswärts besiegte. Für Andreas Miekely konnte Anger keinen Gegner stellen, so dass Nendingen hier kampflos zu den Punkten kam. Für einen furiosen Einstand in der 1. Bundesliga sorgte zum Auftakt Florin Matei, der in der Rückrunde die Klasse bis 55 kg im klassischen Stil besetzt. Seinem estnischen Gegner Anar Zeinalow ließ er mit einer Glanzleistung beim Überlegenheitssieg keine Chance. Umgekehrt die Vorzeichen im Schwergewicht, wo Anger mit dem noch ungeschlagenen Gergely Kiss einen Spitzenringer hat, der Markus Eichin trotz heftiger Gegenwehr in der 2. Runde auf die Schultern zwang. Ghenadie Tulbea zeigte dann seine Freistilklasse auch in der höheren Klasse bis 60 kg, als er den gewiss nicht schlechten Christopher Geiger schon in Runde eins auf die Schultern legte. Sehr gut hielt sich auch wieder Semih Bosyan (66 kg) gegen den deutschen Meister Heinz Marnette, gegen den er in drei Runden nur relativ knapp verlor. Höhepunkt des Abends war dann der Kampf zwischen Radoslaw Horbik (84 kg) und Marc Buschle, der sich unbedingt für die Vorrundenniederlage revanchieren wollte. In einer hochdramatischen Begegnung wogte der Kampf hin und her. Nach einem 1:2-Rundenrückstand, konnte Marc Buschle mit einer tollen Leistung in den beiden letzten Runden doch noch mit letztem Energieeinsatz die Wende zu seinem Triumph erzwingen. Nun stand es 9:15 für die Gäste und die Aufholjagd der Heimmannschaft musste beginnen. Die hätte Florian Schwarz (66 kg) um ein Haar jäh beendet, als er Alexander Kropf in der 2. Runde fast auf die Schultern zwang. Der Kampfrichter pfiff aber nicht ab und so konnte Anger mit einem Punktsieg trotz starker Leistung von „Lotte“ weiter auf einen Mannschaftssieg hoffen. Den Gleichstand von 15:15 schaffte dann der bärenstarke Bernhard Mayr (84 kg), gegen den Ringertrainer Volker Hirt zwar vor allem in Runde drei gut dagegen hielt, aber eine Punktniederlage nicht vermeiden konnte. Ebenfalls sehr gut präsentierte sich wieder Adrian Ozsda (74 kg) gegen Levente Füeredy, der aber doch in allen 3 Runden die Nase knapp vorn hatte. Bastian Bentz (74 kg) holte zum Schluss in einem guten Kampf zwar gegen Stefan Koch eine Runde, doch der Heimringer erwies sich dennoch als der etwas cleverere Freistilringer.
Die Sensation war damit ausgeblieben, aber für Nendingen gilt ja ohnehin der nächste Samstag mit dem Heimkampf gegen Freiburg als der Kampf, den man unbedingt gewinnen will.
Katgeorien
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