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ASV Nendingen - KG Dewangen/Fachsenfeld 18:21

Artikel vom 06.10.2008, Autor: Fritz Reichle, Views: 2238, Kommentare: 0

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Eine Niederlage, die Mut macht. – Nach großem Kampf verliert Nendingen gegen Dewangen nur ganz knapp.

 

Nach einem denkwürdigen und dramatischen Ringsportabend ist der ASV Nendingen zwar am Samstag der KG Dewangen/Fachsenfeld knapp mit 18:21 unterlegen. Von Niedergeschlagenheit war bei den Nendingern danach aber trotzdem nicht die Rede. Im Gegenteil, das war eine Niederlage, die noch mehr Mut macht.
Man hatte einen Gegner, der letztes Jahr immerhin die Endrunde der deutschen Meisterschaft erreicht hatte, ins Wanken gebracht. 18:18 stand es vor dem letzten Kampf, ehe die Gäste mit einem Sieg doch noch die Wende zu ihren Gunsten erzwangen.
1200  begeisterte Zuschauer brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen, denn ihnen wurde eigentlich alles geboten. Selbst Antonio Silvestri, der Kampfrichter-Referent des DRB, der die Begegnung höchstpersönlich und souverän leitete, war von der „tollen Wettkampfatmosphäre“ begeistert.
Mann des Tages aus Nendinger Sicht war diesmal Andreas Miekeley. Den klar favorisierten polnischen Spitzenringer Marek Szustek bezwang er in einem engagierten Kampf unerwartet nach Punkten. Weniger überraschend die Siege von Ghenadie Tulbea und Marc Buschle, die aber beide das Publikum durch eine überlegene und glänzende Kampfführung überzeugten.
Nicht unbedingt zu erwarten waren dagegen die beiden Siege von Pavel Burla und Bastian Bentz, die mit ihren Erfolgen die Gäste an den Rand einer Niederlage brachten. Schon die ersten beiden Kämpfe lösten bei den Zuschauern Begeisterung aus.
Wie Ghenadie Tulbea (55 kg) den gewiss nicht schlechten Paul Penner bis zu seinem Schultersieg auspunktete, war wirklich Spitzenklasse. Viel zäher dann erwartungsgemäß der Kampf im Schwergewicht zwischen Andreas Miekeley und Marek Szustek. Überraschend bot der Nendinger seinem kraftstrotzenden Gegner Paroli, ehe er mit einer Wertung in der 4. Runde endgültig gar den Punktsieg einfahren konnte. Der bisher unbesiegte polnische Meister Mariusz Los (60 kg) erwies sich auch für einen Benjamin Raiser in Hochform als zu stark. Immerhin konnte der Nendinger aber eine Runde für sich entscheiden. Etwas unglücklich war Markus Eichin (96 kg) nach seinem Kampf. Hochmotiviert war er in die Begegnung mit Dragomir Stoichev gegangen. Trotz allen Bemühens holte sich der Bulgare taktisch sehr klug ringend aber in allen drei Runden den jeweils einen entscheidenden Punkt zum knappen Sieg. Unter Wert musste sich Florian Schwarz (74 kg) gegen den bisher ebenfalls noch unbesiegten polnischen Vizemeister Lukasz Goral geschlagen geben. Zu seiner schmerzhaften Rippenprellung kam während des Kampfes noch eine Ohrenverletzung, so dass er trotz allen Einsatzes eine Überlegenheitsniederlage nicht vermeiden konnte. Pavel Burla (84 kg) kommt immer besser in Schwung. Er stand gegen Lars-Rene Schmidt sogar kurz vor einem Überlegenheitssieg, ehe er durch eine Unachtsamkeit doch noch eine Runde abgab. Entscheidend für den Sieg der Gäste war die Tatsache, dass sie im Leichtgewicht nach Ablauf seiner Rotsperre am Samstag erstmals wieder Edward Barsegjan aufbieten konnten. Gegen diesen Klassemann konnte Semih Bosyan, dazu noch mit dem Handicap einer Handverletzung, eine Niederlage nicht vermeiden. In den letzten drei Kämpfen aber bebte dann die Halle. Zunächst brannte Marc Buschle in bester Ringerlaune schon von der ersten Runde an ein Feuerwerk von Griffen ab, die Halil Meral mit nicht weniger als 17 Punkten in Rückstand brachten. Die beiden letzten Kämpfe mussten so die Entscheidung bringen. Bastian Bentz (74 kg) zeigte sicherlich einen seiner bisher besten Kämpfe, als er Ronny Sauter in fünf Runden bezwingen konnte. Im entscheidenden letzten Kampf war Adrian Ozsda zwar im Standkampf immer aktiver, musste aber in der Unterlage gegen seinen polnischen Gegner Krzysztof Kowalski jeweils einen Punkt abgeben. Damit hatte Dewangen doch noch den Sieg gerettet, die Nendinger Mannschaft konnte sich aber trotzdem für eine überzeugende Leistung von ihren Anhängern feiern lassen.
Der nächste Ringerhöhepunkt steht schon am kommenden Samstag in der Mühlauhalle an, wenn der mehrfache deutsche Mannschaftsmeister KSV Aalen zu Gast ist.

 

Katgeorien

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