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Vorbericht: ASV Nendingen - SV Weingarten
Artikel vom 30.10.2009, Autor: Fritz Reichle, Views: 770, Kommentare: 0
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ASV Nendingen vor Spitzenkampf gegen den SV Germania Weingarten
Mit dem SV Germania Weingarten stellt sich am Samstag, 31. Oktober, einer der erklärten Favoriten für die diesjährige deutsche Mannschaftsmeisterschaft in der Mühlauhalle vor. Die Nordbadener hatten schon in der letzten Saison das Halbfinale erreicht und wollen nun zumindest ins Finale vorstoßen. Sie haben bisher erst eine Niederlage gegen den amtierenden Meister KSV Köllerbach hinnehmen müssen und gelten nun im letzten Kampf der Vorrunde gegen den ASV Nendingen natürlich als klare Favoriten. Der ASV Nendingen hat seinerseits bisher mit vier Siegen sehr positiv überrascht. Und die Ringer um Trainer Volker Hirt wollen nun auch im Kampf gegen Weingarten ihr hohes Leistungspotential und ihr gesteigertes Selbstbewusstsein vor heimischem Publikum demonstrieren.
Dabei hat dieser Spitzenkampf für drei ASV-Aktive eine ganz besondere Bedeutung. Denn sowohl Trainer Volker Hirt als auch Sergios Solontkis und Ghenadie Tulbea waren in früheren Jahren für den SV Germania Weingarten sehr erfolgreich aktiv. Ghenadie Tulbea rang dort 8 Jahre lang und wurde bei seinem Weggang nach Nendingen als „bester Freistilringer, den Weingarten je hatte“ gewürdigt. Und auch Sergios Solontkis verlor dort in 2 Jahren Bundesliga nur insgesamt drei Kämpfe. Sie alle werden nun in der Mühlauhalle also besonders motiviert sein, wenn es darum geht, sich gegen den alten Verein zu beweisen. Dabei werden sie allerdings nicht viele ihrer früheren Mannschaftskollegen wiederfinden. Die Nordbadener haben allein für diese Saison neun neue hochkarätige Ringer dazu gewonnen und haben die Auswahl aus mindestens 20 absoluten Spitzenringern.
Da gilt es für die Nendinger sich gegen diese Weltklasseleute zu behaupten und doch auch für die eine oder andere Überraschung zu sorgen. Auch die Gäste schätzen die Nendinger nach Aussage des SV-Vorsitzenden Ralph Oberacker als „eine richtig starke Truppe“ ein, gegen die sie aber bei „aller Freundschaft doch mit aller Macht gewinnen wollen“. Da sind in der Tat hoch interessante Kämpfe auf der Matte zu erwarten, aber auch die Fans der Nordbadener werden zahlreich und bekannt lautstark ihre Ringer unterstützen. So wird es also wohl auch auf den Rängen zu einem Wettstreit der Anhänger beim Anfeuern ihrer jeweiligen Ringer kommen.
Schon der erste Kampf zwischen Ghenadie Tulbea und Christoph Ewald verspricht sehr interessant zu werden und der sympathische Moldawier wird sicher versuchen, den ASV-Anhängern einen Sieg zu präsentieren. Von großer Brisanz wird auch das Duell zwischen Marc Buschle und dem DM-Zweiten Johannes Kessel werden. Kessel hat am vergangenen Samstag den deutschen Meister Stefan Kehrer besiegt. Wird sich Marc Buschle gegen ihn behaupten können? Der bisher unbesiegte Eduard Kratz wird es auf jeden Fall mit seinem bisher stärksten Gegner zu tun haben. Falls nicht der deutsche Meister Adam Juretzko das Gewicht bringen sollte, dann kommt mit dem ungarischen Ringer Ionel Puscasu ein weiteres großes Kaliber. Nicht ganz chancenlos ist vielleicht auch Baris Diksu, der es entweder mit dem DM-Zweiten Lukas Höglmeier oder dem rumänischen EM-Dritten von 2006, Florin Gavrila, zu tun hat. Das gleiche gilt für Sergios Solontkis gegen Rene Zimmermann und Andreas Miekeley gegen Ivamn Nemeth oder Rolf Linke.
Wohl unlösbar sind aber die Aufgaben für die anderen Nendinger gegen absolute Weltklasseleute. Auf Florian Schwarz wartet entweder der Ungar Gergö Wöller oder der Albaner Sahit Prizreni. Benjamin Raiser trifft auf den Rumänen Ionel Panait oder den Ukrainer Oleg Boikow. Und Bastian Bentz wird wohl mit Andrej Stadnik den amtierenden Europameister und Silbermedaillengewiner von Peking vorgesetzt bekommen. Der wohl unbezwingbare Gegner von Kosta Karpouzas könnte der zweifache ungarische Europameister Arpad Ritter oder Konstantin Völk sein.
Auch wenn also eine Niederlage für Nendingen vorprogrammiert zu sein scheint, so können sich die Zuschauer auf jeden Fall auf zehn hochkarätige und spannende Kämpfe freuen. Da alle anderen Nendinger Mannschaften auswärts beschäftigt sind, wird es keinen Vorkampf geben. Es lohnt sich aber bei dem zu erwartenden Andrang recht früh zu kommen. Schon um 18.45 Uhr findet in der Halle das öffentliche Wiegen und Vorstellen der Kämpfer statt. Bis zum Einmarsch der Mannschaften um 19.20 Uhr sind auf der Leinwand dann frühere Bundesligakämpfe des ASV Nendingen zu sehen.
Katgeorien
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