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Marc Buschle will kürzer treten

Artikel vom 26.02.2012, Autor: Fritz Reichle, Views: 1646, Kommentare: 0

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Marc Buschle will nach dieser Saison kürzer treten

Am Montag war Marc Buschle wieder einmal der Matchwinner für den ASV Nendingen in der Bundesliga. Nach einer Saison, die bisher für ihn in der ganz stark besetzten Klasse bis 84 Kilogramm nicht besonders gut verlaufen ist, hat ihm dieser Sieg natürlich besonders gut getan. Und es gibt wohl niemanden, der ihm diesen Erfolg nicht von Herzen gönnt.
Das aber ändert nichts an seinem Beschluss, nach dieser Saison nicht mehr in der Bundesligamannschaft zu ringen.
„Ich muss jetzt andere Prioritäten setzen. Lange Jahre habe ich in der Sportfördergruppe der Bundeswehr fast nur für den Sport gelebt. Jetzt zählen Familie und Beruf einfach mehr.“ Er wird im nächsten Juni die Prüfungen der Technikerschule abschließen und hofft dann auf eine feste Anstellung hier in der Region. Und nicht zuletzt ist da die Familie. Anne und Marc erwarten im Januar ihr erstes Kind und für die vergrößerte Familie soll auch das Haus umgebaut werden. „Das ist für mich jetzt einfach wichtiger“. Und wer würde das nicht verstehen.
Dabei hat Marc nichts zu bereuen. „Der Sport hat mir unheimlich viel gegeben. Die vielen Erlebnisse, Erfolge und Begegnungen haben mir emotional und menschlich unheimlich viel gebracht.“ Sieben Mal war er deutscher Meister in verschiedenen Altersklassen. Zahlreiche internationale Erfolge haben ihn über die deutschen Grenzen hinweg bekannt gemacht. Seit 1998 ringt der jetzt 32-Jährige in der Bundesliga. Mit dem KSV Aalen war er vier Mal im Finale der deutschen Mannschaftsmeisterschaft und hat zwei Meistertitel mitgewonnen.
Seit seiner Berufsausbildung hat der gebürtige Mühlheimer nicht mehr so viel ins Training investieren können. Und dann kommt hinzu, dass das Niveau in der 1. Bundesliga West in diesem Jahr noch einmal enorm angestiegen ist. „Ich habe es fast nur mit ausländischen Weltklasseringern zu tun, die unter Profibedingungen trainieren. Da kannst Du als normaler Berufstätiger einfach nicht mehr mithalten.“
Umso schöner ist da natürlich dann ein solcher Coup wie am letzten Montag, als er den Litauer Edgaras Voitechovskis auf die Schultern zwang und damit entscheidend zum ASV-Sieg gegen Adelhausen beitrug. Aber er ist sich klar darüber, dass sich solche Erfolge nicht beliebig wiederholen lassen. „Ich werde jedoch mit dem Ringen nicht aufhören, sondern im nächsten Jahr versuchen in der 2. Mannschaft in der Regionalliga zu einem guten Abschneiden beizutragen.“ Und vielleicht findet er ja dann auch einen anderen Mannschaftskollegen beim ASV Nendingen in der gleichen Situation. Florian Schwarz fühlt sich ebenfalls der 1. Bundesliga nicht mehr gewachsen. Auch er will aus ähnlichen Beweggründen kürzertreten. Aber er hat schon seiner beunruhigten Mutter versichert: „Ich werde doch mit dem Ringen nicht aufhören.“

 

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